Business Intelligence auf Smartphones und Tablets

Mobile BI wird zum erfolgreichen Standard

| Autor / Redakteur: Michael Matzer / Nico Litzel

Microsoft Datazen bietet Mobile BI mit einer ausgefeilten Publishing-Funktion.
Microsoft Datazen bietet Mobile BI mit einer ausgefeilten Publishing-Funktion. (Bild: Microsoft)

Business-Intelligence-Anwendungen auf mobilen Endgeräten sind inzwischen Standard. Entscheidungsfindung, Kollaboration, Publishing – all diese Tätigkeiten müssen auch mobil realisiert werden. Doch Datensicherheit, Bedienkomfort und Performance erfordern moderne IT-Technologieplattformen.

Business Intelligence steht bereits vielfach in Fachabteilungen und bei Kundenkontakten als Self-Service zur Verfügung, insbesondere für die Datenvisualisierung. Zunehmend aber nutzen auch mobile Mitarbeiter BI-Funktionen auf ihren diversen Endgeräten, sei es das Smartphone, das Notebook oder der Tablet-PC.

„Zwischen 2012 und 2014 schoss die Nutzung von Mobile BI in die Höhe“, berichtet die Forrester-Analystin Martha Bennett. „Unsere Umfrageergebnisse belegen, dass sich der Prozentsatz der Technologie-Entscheider, die einige BI-Anwendungen auf mobilen Endgeräten verfügbar gemacht haben, sich vervierfacht hat. Der Prozentsatz derjenigen Befragten, die sagten, dass Business Intelligence ausschließlich über mobile Endgeräte bereitgestellt werde, hat sich von einem Prozent 2012 auf sieben Prozent 2014 erhöht.“ Mobile BI ist also eine Erfolgsstory.

Verschiedene Kategorien von Nutzern

Bei der Nutzung lassen sich deutlich verschiedene Einsatzszenarien für die Nutzertypen unterscheiden. Nach Ansicht von Wolfgang Kobek, dem Geschäftsführer von Qlik in der DACH-Region, stellen Mitglieder der Geschäftsleitung sowie Abteilungsleiter eine wichtige Nutzergruppe dar: „Mit mobilen BI-Lösungen können Manager zu jeder Zeit datenbasierte Geschäftsentscheidungen treffen.“ Da der Druck auf das Management, immer schneller Antworten parat zu haben, steige, werde diese Form von Business Intelligence für Entscheidungsträger weiter an Bedeutung gewinnen.

Zur zweiten Nutzergruppe von Mobile BI zählt Kobek all jene Mitarbeiter, die im direkten Kontakt mit Kunden stehen, so etwa Vertriebsmitarbeiter, besonders im Außendienst. „Stellen Sie sich eine Sales-Situation vor, in der dem Kunden in Echtzeit relevante Daten und Grafiken vorgelegt bzw. Visualisierungen passend zu seinen Fragestellungen live entwickelt werden. Der Einsatz von Mobile BI kann hier gewinn- und wettbewerbsentscheidend sein.“

Matthias Maier, Product Marketing Manager EMEA bei Splunk
Matthias Maier, Product Marketing Manager EMEA bei Splunk (Bild: Splunk)

Neben den Bereichen Vertrieb und Marketing nutzen auch IT-Manager und IT-Administratoren mobile Analysen, weiß Matthias Maier, Product Marketing Manager EMEA bei Splunk: „IT-Administratoren verwenden Mobile BI, um den Status ihrer Systeme zu kontrollieren – egal wo sie sich befinden.“ Denn bei Splunk geht es um Operational Intelligence, also um die laufende Überwachung und Analyse von IT-Systemen.

Überwiegend Konsumenten

Oliver Oursin, Business Analytics Executive bei IBM
Oliver Oursin, Business Analytics Executive bei IBM (Bild: IBM)

Oliver Oursin von IBM schränkt ein: „Die meisten Anwender von mobile BI sind Konsumenten und nicht Autoren von Berichten oder Dashboards.“ Und die Nutzer sollen „keine technische Entscheidung zwischen mobiler und stationärer BI treffen müssen“.

Hans Wieser, Business Lead Data Platform, Microsoft
Hans Wieser, Business Lead Data Platform, Microsoft (Bild: Microsoft)

Für Microsoft-Manager Hans Wieser ist der Hinweis wichtig, dass „mobile BI auch offline funktioniert, wenn es keine aktive Datenverbindung zum Unternehmen gibt.“ Ist der Nutzer wieder online, findet eine Datensynchronisierung statt.

Torsten Wiegel, ‎Sales Director Visual Analytics DACH bei SAS
Torsten Wiegel, ‎Sales Director Visual Analytics DACH bei SAS (Bild: SAS)

„Heute“, so Torsten Wiegel, ‎Sales Director Visual Analytics DACH bei SAS, „sorgt meist Tethering per Mobilfunk dafür, dass Führungskräfte und Entscheidungsträger jederzeit und überall problemlos auf Dashboards und Berichte zugreifen können – selbst dann, wenn keine Direktanbindung an das Internet möglich ist.“

Weitere Einsatzfelder

„Ziel unserer mobilen Technik ist es, Entscheidungsprozesse für Unternehmen zu beschleunigen und Kollaborationsmöglichkeiten zu unterstützen“, sagt Wolfgang Kobek. „Dies bedeutet zum Beispiel, gemeinsam mit dem Kunden ein neues Szenario zu entwickeln, Hintergrundinformation zu den Verkaufszahlen eines Produkts herauszufiltern, oder Grafiken direkt am mobilen Bildschirm zu ändern – die Einsatzbereiche sind zahlreich.“

„Auch in der (Predictive) Maintenance ist Mobilität ein unerlässlicher Faktor“, weiß Wiegel. „Sobald die Software ungewöhnliche Datenmuster erkennt, kann sie eine Warnung an den verantwortlichen Ingenieur vor Ort absetzen, der dadurch genügend Spielraum hat, um Gegenmaßnahmen zu treffen.“ Mit der mobilen Variante sei es zudem auch möglich, Wege auf der Wartungsroute zu optimieren und Servicetermine zu bündeln.

Technische Voraussetzungen

Zunehmend steht nicht das passive Empfangen von Berichten im Mittelpunkt, sondern die aktive Kollaboration mit einem Kunden oder mit einem Team aus Sales und Marketing. Damit die Interaktion jedoch nicht zum Geduldspiel wird, weil die Bandbreite nicht ausreicht oder das Endgerät zu wenig Arbeitsspeicher hat, muss auch die Leistung am Backend wie auch am Frontend stimmen. Dafür müssen moderne Technologieplattformen einige Bedingungen erfüllen.

Neben vertretbaren Antwortzeiten ist die für den Benutzer wichtigste Anforderung, dass die Darstellung sowohl für sein aktuelles Endgerät optimiert als auch für alle seine Endgeräte angepasst ist. Dann kann er seine Anwendung nahtlos nutzen weiternutzen, sollte er das Endgerät wechseln. Die Lösung für dieses Problem lautet Responsive Design.

„Native Apps für iOS oder Android galten bisher als der Goldene Standard“, berichtet Wolfgang Kobek. „Die Wartung und Anpassung dieser Anwendungen gestaltet sich jedoch zunehmend schwieriger, da sie für jedes Gerät adaptiert werden müssen: Damit sind sie schlichtweg zu zeit- und kostenintensiv.“ Die Gegenvariante seien HTML-basierte BI-Lösungen, die zwar auf jedem mobilen Gerät mit mobilem Browser funktionieren, aber eben nicht für das jeweilige Gerät optimiert worden sind.

Das A und O für mobile BI-Apps lautet daher: Responsive Design. Es beruht in den meisten Fällen auf HTML5. Es unterstützt auf allen Endgeräten Eingaben durch Berühren des Monitors. Auf kleineren Bildschirmen, etwa dem von Smartphones, sorgt der Single Object Display Mode für eine gute Darstellung“, so Kobek.

Performance

Mobile Nutzung ist von Konnektivität abhängig und somit von Bandbreite. Wie sieht es also mit der Antwortzeit aus, wenn eine größere Grafik zu übertragen und zu bedienen ist, fragt sich der moderne IT-Nomade. Auch dieses Problem haben die führenden Anbieter inzwischen gelöst: Sie schicken lediglich noch die Befehle zur Darstellung an entsprechende Bibliotheken auf dem Endgerät. Bei SAP werden Objekte aus Leistungsgründen nachgeladen und in MicroStrategy 9s werden Objekte einer Anwendung automatisch aktualisiert, sobald sich ihre Metadaten im zentralen Repository ändern.

„SAP hat sehr viele Lösungen zur Datenvisualisierung oder auch zum mobilen Zugriff bereits im Standard verfügbar“, sagt SAP-Pressesprecher Marcus Winkler. „So kann das Netweaver Gateway zum Beispiel Daten aus dem SAP-Sytem im offenen Standard „OData“ bereitstellen, die dann weiter verwendet werden können.

Dass ein modernes Notebook oder ein Tablet-PC die nötige Grafikleistung mitbringt, darf man heute erwarten, aber bei älteren Smartphones kann es schon ganz anders aussehen. Dort greift laut Kobek der Single Display Mode. Apps wie die von Splunk (siehe Bildergalerie) sind dafür ausgelegt. „Die Splunk Mobile App bietet eine auf mobile Endgeräte optimierte Version von Splunk Enterprise Dashboards, Reports und Suchfunktionen“, weiß Matthias Maier.

SAS agiert mit einer anderen Methode. „Das universelle Datenformat von SAS Visual Analytics“, so Torsten Wiegel, „erlaubt es, die Analyseanwendung am PC sowie auf unterschiedlichen mobilen Endgeräten zu nutzen beziehungsweise interaktive Reports für mobile Nutzer zu erstellen.“ Dabei werden die wichtigsten Daten zusammen mit den Reports gespeichert, sodass der Zugriff auf diese Daten rund um die Uhr und an jedem Ort auf der Welt möglich ist.

Datensicherheit

Andrew Murray, Vice President & General Manager, SAP Mobile Analytics
Andrew Murray, Vice President & General Manager, SAP Mobile Analytics (Bild: SAP)

„Wichtig ist, dass bei der Einbindung einer Vielzahl und Vielfalt an mobilen Endgeräten die Sicherheit gewährleistet ist“, darauf weist SAS-Manager Torsten Wiegel hin. „Schließlich geht es häufig um sensible Daten, daher müssen Zugriffsrechte geklärt sein und entsprechende Authentifizierungsmechanismen eingerichtet werden.“ Auch Single-Sign-on hilft, wie Andrew Murray von SAP weiß. So existiert eine zentrale Verwaltung für alle Zugänge, egal auf welchem Endgerät. SAP verwaltet Endgeräte mit SAP Afaria.

Matthias Maier von Splunk mahnt: „IT-Manager müssen darauf achten, dass alle Datenschutzvorgaben erfüllt sind und in Einklang mit der juristischen Abteilung des Unternehmens sind.“ Es sollten nur autorisierte Personen Zugang zu wichtigen Daten bekommen. Darüber hinaus ist es wichtig, Maßnahmen parat zu haben für den Fall, dass das Gerät verloren geht oder gestohlen wird. Für diesen Fall gibt es bereits eine ganze Palette leistungsfähiger Lösungen für Mobile Device Management (MDM) auf dem Markt. SAP bietet hier selbst eine eigene Lösung, und IBM prunkt mit einer Vielzahl von Mobile-Services auf seiner Cloud-Plattform „MobileFirst“.

Kurzübersicht von Lösungen

Die BI-Hersteller bringen laufend Neuerungen auf den Markt, um sich vom engen Wettbewerb in diesem Feld abzuheben. Die folgende Übersicht soll eine kurzen, nicht repräsentativen Blick auf die Hersteller ermöglichen. Die Reihenfolge ist alphabetisch.

IBM

Die BI-Plattform von Big Blue ist Cognos. Cognos verfügt über umfassende Analyse-Funktionen. Selbstverständlich werden auch mobile Endgeräte vielfältig unterstützt. Aber Oliver Oursin von IBM weist auf einen Zuwachs in der BI-Palette hin: „Eines unserer Alleinstellungsmerkmale in diesem Bereich ist unsere Watson-Analytics-Lösung.“ Watson Analytics stehe für einen Durchbruch in der Nutzung von Business-Analytics-Instrumenten.

Der auf natürlicher Sprache basierende „kognitive Service“ biete den schnellen und einfachen Zugang zu leistungsfähigen Predicitive- und grafischen Analyse-Tools für Fachentscheider und Manager. Die Aufbereitung von Daten, die Erstellung von Prognosen oder die Visualisierung von Ergebnissen liefen bei Watson Analytics automatisch ab – und seien direkt vom Desktop oder über mobile Endgeräte abrufbar.

Microsoft

„Mit SQL Server, Power-BI und Datazen bieten wir ein tief in Office 365 integriertes und damit für alle mobilen Aufgaben geeignetes Gesamtsystem für BI“, sagt Hans Wieser von Microsoft Deutschland. „Eine reine mobile Lösung ohne dieses integrierte Back-end wäre sinnlos und wenig performant.“

Power BI ist primär ein Cloud-basiertes Tool für Analytics, das ebenso on premise wie mobil genutzt werden kann“, erläutert Wieser. „Datazen, das Microsoft im April dieses Jahres übernommen hat, ist primär ein mobiles Tool für Datenanalysen.“ Es stehe jedem Kunden mit einer SQL-Server-Enterprise-Lizenz unter der Software Assurance kostenlos zur Verfügung.

Apropos SQL Server: „Das Release 2016, das als Preview in diesem Sommer kommt, ist die neue hybride Datenbank- und Analyseplattform von Microsoft, die ein tieferes Verständnis aller Arten von Daten in On-Premise- und Cloud-Umgebungen ermöglicht“, so Wiese. SQL Server 2016 erweitere die In-Memory-Technologie und biete Echtzeitanalysen für das operative Geschäft, neue Sicherheits- und Verschlüsselungstechnologien, Advanced Analytics auf der Basis der Programmiersprache R sowie „mobiles BI auch für On-Premise-Daten“. Das klingt interessant. „Durch die Integration mit Office 365 und einer Benutzerführung, die ohne steile Lernkurve für jedermann funktioniert, der im Unternehmen mit Kennzahlen arbeitet, streben wir an, BI so einfach wie möglich zu machen.“

MicroStrategy

Mit der Version 9s seiner BI-Plattform hat MicroStrategy seine Analytics-Plattform auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Mit dem Security-Modul „Usher“, positioniert als Bindeglied zwischen Analytics, Sicherheit und Mobilität, könne MicroStrategy 9s laut CEO Michael Saylor jede MicroStrategy-Analytics und MicroStrategy-Mobile-Anwendung mit zusätzlichen Sicherheitsauthentifizierungen, verstärkter Benutzeradministration und dem Monitoring von Benutzer-Authentifizierungen ergänzen.

Das Produkt kann traditionelle Passwörter mit einer biometrischen mobilen Identität und mehrstufigen Authentifizierung ersetzen. Dazu gehören digitale Ausweise, die über ein Smartphone ausgestellt werden, Geo-Fencing-Technologie und Zeit-basierte Zugriffsbeschränkungen sowie Touch-ID-Zugriffe auf mobilen Endgeräten.

Qlik

Mit Qlik Sense 2.0 wurde im Frühjahr die neue Generation der Self-Service BI-Lösung von Qlik angekündigt; sie seit Juni 2015 verfügbar. „Als Teil des neuen Portfolios für Visual Analytics werden vor allem die Kollaborationsfunktionalitäten, die Möglichkeiten für Entwickler und auch der Zugriff auf externe Datenquellen verbessert“, sagt Wolfgang Kobek.

Die neue Basis für den Thin Client „Qlik Sense“ wie auch für den Fat Client „Qlik View“ bildet nun die Qlik-Analytics-Plattform, die auf AWS gehostet wird. Die Plattform basiert auf Qliks eigener QIX Indexing Engine, die eine reine Caching Engine ist und daher keine Datenbank voraussetzt. „Natürlich kann sie der Kunde mit beliebigen Datenquellen verknüpfen“, erläutert Kobek. „Sie lässt sich mithilfe eines ODBC-Providers als Konnektor mit SQL- und NoSQL-Datenbanken, ja, selbst mit Hadoop verbinden, um Analysen zu ermöglichen.“ Eine Bibliothek aus Qlik-Sense-Visualisierungen, die auch mobil nutzbar sind, soll Entwicklern den Start erleichtern.

SAP

SAP erleichtert Mobile BI durch Lösungen wie Netweaver Gateway und die SAP Mobile Platform, die fertige Schnittstellen in SAP- und Nicht-SAP-Systeme besitzen. Auf der Seite der Endgeräte können mit diesen Lösungen sowohl native – also eigens für das jeweilige Gerät entwickelte Apps – zum Einsatz kommen oder HTML-5-basierte Oberflächen. Standard-Apps aus den App Stores wie der SAP Business Objects Explorer können helfen, um schnell die eigenen Daten zu visualisieren, ohne Aufwand in eine Neuprogrammierung stecken zu müssen.

Mit den über 200 Apps der SAP-Fiori-Plattform können Anwender die am häufigsten verwendeten Transaktionen und analytischen Funktionen in einer auf HTML5 basierenden Oberfläche darstellen und auf allen Geräteplattformen bedienen. Mit SAPUI5 Design hat SAP ein eigenes Derivat von HTML5 entwickelt, das die neuen Oberflächen prägt.

SAS

„SAS bietet mit SAS Visual Analytics eine Datenvisualisierungslösung, die Datenexploration und ein geräteunabhängiges Design von Reports ermöglicht“, sagt Torsten Wiegel. „Visual Analytics kommt überall dort verstärkt zum Einsatz, wo Marketing einen hohen Stellenwert hat, also etwa im Einzelhandel oder bei Dienstleistern wie Banken und Versicherungen.“ Der mobile Einsatz analytischer Software verschafft aber auch der Fertigungsbranche große Vorteile. „Wir werden mit Version 7.2 eine neue mobile App auf den Markt bringen und machen SAS Visual Analytics HTML5-fähig“, kündigt Wiegel an und ergänzt: „Zudem haben vor Kurzem SAS Visual Statistics in SAS Visual Analytics integriert.“

Splunk

Der Big-Data-Spezialist Splunk bietet Operational Intelligence für unterwegs. „Die Splunk Mobile App bietet eine auf mobile Endgeräte optimierte Version von Splunk Enterprise Dashboards, Reports und Suchfunktionen“, sagt Matthias Maier. „Die Splunk-Administratoren können wählen, welche Dashboards und Reports den mobilen Nutzern zur Verfügung stehen sollen, um alle Informationen optimal abrufen zu können.“

Nutzer können demnach mit einfachen Swipe-Bewegungen auf dem Touchscreen fundierte Analysen durchführen. Echtzeit-Benachrichtigungen über die native iOS oder Android-Push-Funktion ermöglichen Nutzern schnellen Zugriff auf ihre Daten. Projektmanager können laut Maier Entscheidungen auf Basis der Analysen und Benachrichtigungen treffen und tiefer gehende Fragen stellen. Dashboards und Reports lassen sich in der App mit Notizen versehen und anschließend mit Kollegen per Mail teilen.

Tibco Jaspersoft

TIBCO Jaspersoft konzentriert sich primär auf Entwickler und gibt diesen das passende Werkzeug an die Hand, um in jede Geschäftsanwendung BI-Funktionen zu integrieren“, erläutert Mike Boyarski, Director Marketing, TIBCO Analytics. „Mit TIBCO Jaspersoft können Entwickler individuelle Mobile-BI-Funktionen in ihre eigenen Anwendungen unter Anwendung eines JavaScript Frameworks von visualize.js entwickeln.“ Das JasperMobile Software Development Kit (SDK) ermögliche das Einbetten von BI-Funktionen in native mobile Anwendungen ebenso aber auch die Erstellung nativer mobiler Anwendungen für iOS & Android.

TIBCO Jaspersoft will mit Jaspersoft 6.1 ein neues Software Development Kit (SDK) sowie neue native iOS und Android Apps unter dem Namen JasperMobile 2.0 auf den Markt bringen. Die neue Version soll es Entwicklern erlauben, schneller und einfacher das „Look and Feel“ der mobilen Benutzeroberfläche anzupassen, sodass diese dem Stil bzw. dem CI-Anforderungen ihrer eigenen Anwendung gerecht wird. Das bedeutet also Unterstützung für Responsive Design. „Die neue Version beinhaltet darüber hinaus auch eine aktualisierte native mobile Anwendung, die Endnutzern maximale Flexibilität und Interaktivität bei der Nutzung von Visualisierungen, Berichten und Dashboards bietet“, verrät Boyarski.

Fazit

„Ganz gleich, ob Mobile BI statische Dashboards und KPIs, die nur einmal am Tag aktualisiert werden, oder ob es sich eine breite Palette von Funktionen für Interaktion und Kollaboration handelt“, sagt Forrester-Analystin Martha Bennett, „der Roll-out wird erfolgreich sein, sofern eine wirtschaftliche Anforderung damit erfüllt wird.“

Für den Erfolg des Projekt spielen die Faktoren „passende Daten, eindeutige Zielvorgaben und Konzentration auf den Nutzer“ eine Schlüsselrolle. So muss etwa das Design dem Zweck untergeordnet sein, und Änderungen an den Arbeitsmethoden der Mitarbeiter müssen berücksichtigt werden.

„Mobile BI wird die Vorreiter von den Nachzüglern in einer Branche scheiden“, sagt Bennett klipp und klar. Die Steuerung einer Firma wird ebenso verbessert wie die Art, wie ihre Kunden bedient werden. Mobile BI könne aber neue Geschäftsmodelle entstehen lassen und damit und durch die Ausbeutung neuer oder ungewöhnlicher Datenquellen ganze Branchen aufmischen. „Der Schlüssel ist jedoch herauszufinden, welche Daten gebraucht werden und wie sie den Mitarbeitern bereitgestellt werden sollten.“

„Aus unserer Sicht ist die Zukunft mobil – und schon bald wird Mobile BI kein Bonus mehr sein, sondern ein absolutes Muss“, ist sich Wolfgang Kobek sicher. „Die Verkürzung der Zeit zur Entscheidungsfindung und verbesserte Kollaborationsmöglichkeiten sind Vorteile von Mobile BI, die sowohl für IT-Leiter als auch Endnutzer elementar sind, um im Wettbewerb zu bestehen.“

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