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Definition Was ist Business Intelligence – BI?

| Autor / Redakteur: il1411 / Nico Litzel

In der heutigen Zeit stehen Unternehmen Herausforderungen gegenüber, die rasches Handeln erfordern. Hier setzt die Business Intelligence (BI) an, die das Ziel hat, die Entscheidungsfindung in Unternehmen zu unterstützen.

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(© aga7ta - Fotolia)

Zwar hat sich die Business Intelligence (BI) mittlerweile auf dem Markt etabliert, jedoch gibt es noch immer unterschiedliche Auffassungen darüber, wie der Begriff zu interpretieren ist. Eine erste Definition geht auf den Analysten Howard Gardner zurück. Dieser definierte die BI als einen Prozess, der Daten in Informationen transformiert und diese wiederum durch die Anwendung von Erfahrungen in Wissen. Dieser klassische Ansatz umfasst folglich alle Prozesse und Systeme, mit denen sich Markt-, Wettbewerbs- und Unternehmensdaten systematisch analysieren lassen.

Eine weitere Definition beschreibt die BI aus einer IT-basierten und unternehmensspezifischen Sicht. Nach dieser Definition versteht man unter BI das entscheidungsorientierte Sammeln, Aufbereiten und Darstellen von geschäftsrelevanten Informationen. Für die Datenvisualisierung wird im Allgemeinen ein Dashboard verwendet. In dieser Definition sind also die folgenden Aspekte enthalten:

  • Entscheidungsorientierung
  • Sammlung von Daten mittels Data-Mining-Methoden
  • Aufbereitung von Daten
  • Darstellung von geschäftsrelevanten Informationen (Datenvisualisierung mittels Dashboard)

Das Ziel der Business Intelligence ist das Erzeugen erfolgswirtschaftlichen Wissens über den gegenwärtigen Status und die zukünftigen Perspektiven sowohl des eigenen Unternehmens als auch des jeweiligen geschäftlichen Umfeldes.

Die Entwicklung der BI

Schon in den 1960er-Jahren nahm die IT-basierte Management-Unterstützung ihren Anfang. Zu dieser Zeit entwickelten sich die ersten Management-Informations-Systeme (MIS). Diese hatten die Aufgabe, große Datenmengen automatisch zu verwalten und auszuwerten. Das Ergebnis der Auswertung wurde anschließend den Entscheidungsträgern zur Verfügung gestellt. Mit diesem Ansatz wurde also schon damals versucht, alle wichtigen Daten aus dem operativen Geschäft zu einem einzigen Datenmodell zusammenzuführen und zu verdichten. Da die damaligen technischen Möglichkeiten zur Umsetzung dieses Ansatzes jedoch zu begrenzt waren, erfuhren die Management-Informations-Systeme große Ablehnung.

Mit den Decision-Support-Systemen (DSS) erhielten die MIS ein Jahrzehnt später einen Nachfolger. Die Decision-Support-Systeme lieferten nicht – wie die MIS – starre Berichte, sondern zeichneten sich durch eine interaktive Entscheidungsunterstützung aus. Die Erzeugung interaktiver Berichte und untersuchbarer Daten wird inzwischen als Data Discovery bezeichnet. Da die Nutzung des Systems jedoch hoch kompliziert und nur von Spezialisten zu bewerkstelligen war, erfuhren auch diese Systeme nur wenig Akzeptanz.

In den Achtzigern wurden die MIS zu den sogenannten Executive Informations Systems (EIS) weiterentwickelt. Obwohl sich diese Systeme durch eine leicht zu bedienende Benutzeroberfläche auszeichneten, konnten sie sich nicht durchsetzen. In den 1990er-Jahren wurde schließlich das Konzept des Data Warehouse entwickelt. Bei einem Data Warehouse erfolgt die Datenhaltung in einer zentralen Datenbank. Diese unternehmensweite Datenspeicherung ermöglicht das interaktive Analysieren aller gesammelten Daten. Die Ergebnisse der Analyse kann das Unternehmen anschließend zur Entscheidungsfindung heranziehen. Als zentrale Datenverwaltung bildet das Data Warehouse noch immer die Grundlage für die Business Intelligence.

Business Intelligence in Unternehmen

Mittlerweile wird die BI nicht nur von großen Firmen, sondern zunehmend auch von mittelständischen Unternehmen genutzt. Erleichtert wird die Anwendung von BI durch entsprechende Open-Source-BI-Software-Pakete, wie sie beispielsweise das Software-Unternehmen Pentaho zur Verfügung stellt. Auch Ansätze wie die Self-Service BI vereinfachen die Anwendung deutlich. Die Self-Service BI ermöglicht auch Nutzern ohne Kenntnisse in Statistik, die gewonnenen Daten zu analysieren. Bei der Self-Service BI genügen zur Durchführung von Analysen einfache Anfragen.

Als analytisches Informationssystem setzt die BI auf den operativen Unternehmenssystemen auf. Der Einsatzbereich eines BI-Systems erstreckt sich über die gesamte Führungsebene und erreicht das obere, mittlere und untere Management. Im Allgemeinen basiert die Unterstützung durch das BI-System auf dem Online Analytical Processing (OLAP). Dadurch werden die Daten für das Berichtswesen sofort verfügbar gemacht. Außerdem können sowohl individuelle als auch Ad-hoc-Berichte erstellt werden. Da mittels eines OLAP-Cube mehrere Dimensionen gleichzeitig dargestellt werden, lassen sich diese zur Analyse auch miteinander kombinieren.

Der Einsatz von Business Intelligence zur Entscheidungsunterstützung ist kein einmaliges Projekt, sondern ein fortlaufender Zyklus, der aus mehreren Phasen besteht. Während der ersten Phase werden die gesammelten Daten quantifiziert und qualifiziert. Dies bedeutet, dass die Data Quality der Daten erhoben wird und die Daten anschließend mittels mathematischer Verfahren analysiert werden.

Anschließend werden aus den Ergebnissen der Analyse Erkenntnisse abgeleitet, die die Geschäftsvorgänge unterstützen. Die nächste Phase befasst sich mit der Bewertung dieser Erkenntnisse. Grundlage der Bewertung sind die Zielsetzungen des Unternehmens. In der letzten Phase werden die Erkenntnisse in konkrete Maßnahmen umgesetzt. Diese Umsetzungen wiederum stellen die Eingangsinformationen für den nächsten BI-Zyklus zur Verfügung.

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