API-Angriffe auf KI-Anwendungen nehmen stark zu APIs als Achillesferse der KI-Infrastruktur

Von Berk Kutsal 2 min Lesedauer

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87 Prozent der befragten Sicherheitsexperten erlebten innerhalb eines Jahres mindestens einen API-Sicherheitsvorfall. Die durchschnittlichen Kosten pro Vorfall liegen bei über 700.000 US-Dollar. Das zeigt die vierte Ausgabe der Akamai API Security Impact Survey.

Laut der Akamai-Studie wissen nur noch 27 Prozent der Unternehmen mit vollständigem API-Inventar, welche Schnittstellen sensible Daten exponieren.(Bild:  Akamai)
Laut der Akamai-Studie wissen nur noch 27 Prozent der Unternehmen mit vollständigem API-Inventar, welche Schnittstellen sensible Daten exponieren.
(Bild: Akamai)

Unternehmen rollen APIs in hohem Tempo aus, ohne dass Sicherheitsmaßnahmen und Tests Schritt halten. Das belegt die API Security Impact Survey 2026 von Akamai. Gegenüber 2022 stieg der Anteil der Organisationen mit mindestens einem API-bezogenen Sicherheitsvorfall von 76 auf 87 Prozent. Im Durchschnitt verzeichneten die befragten Unternehmen 3,5 solcher Vorfälle in zwölf Monaten. Dazu wurden 1.840 Sicherheitsexperten aus sechs Branchen und zehn Ländern befragt.

KI erweitert die Angriffsfläche

42 Prozent der Befragten geben an, dass APIs ihrer KI-Anwendungen, Agenten und LLMs in den vergangenen zwölf Monaten Ziel von Cyberangriffen waren. 38 Prozent der Sicherheitsteams nennen die Absicherung von KI-Technologien als wichtigste Cybersecurity-Priorität für das kommende Jahr. Diese Zahlen ergänzen die Ergebnisse des Akamai-State-of-the-Internet-Reports, der einen Anstieg täglicher API-Angriffe um 113 Prozent im Jahresvergleich dokumentiert.

Fast 80 Prozent der Unternehmen listen API-Sicherheit unter ihren drei wichtigsten Cybersecurity-Prioritäten. Gleichzeitig verfügt nur etwas mehr als die Hälfte (53 Prozent) über Personal, das explizit für API-Sicherheit zuständig ist.

Sichtbarkeit sinkt, Kosten steigen

Die Transparenz über das eigene API-Portfolio nimmt ab. Nur noch 27 Prozent der Unternehmen mit vollständigem API-Inventar wissen, welche ihrer Schnittstellen sensible Daten offenlegen. 2022 waren es noch 40 Prozent. Der Verlust an Sichtbarkeit wiegt schwer, denn die Kosten pro Vorfall variieren je nach Branche erheblich: Energie und Versorgung melden mit 860.000 US-Dollar die höchsten Durchschnittswerte, gefolgt von Fertigung (732.000 US-Dollar) und Gesundheitswesen/Life Sciences (725.000 US-Dollar). Im Finanzdienstleistungssektor berichteten 96 Prozent aller Befragten von mindestens einem API-Angriff.

Auffällig sei auch die Diskrepanz zwischen Management und operativen Teams: 40 Prozent der Führungskräfte auf C-Level beschreiben ihre API-Testreife als fortgeschritten, während nur 28 Prozent der DevSecOps-Teams diese Einschätzung teilen.

„Die Angriffsfläche von APIs wächst rasant. Unternehmen, die in hohem Maß auf APIs angewiesen sind, sehen sich dadurch erheblichen Risiken, finanziellen Auswirkungen und einer eingeschränkten Transparenz gegenüber“, sagt Sean Lyons, Senior Vice President und General Manager, Application and Infrastructure Security bei Akamai. „Die Zahl der APIs steigt explosionsartig, und die meisten Unternehmen verlieren dabei den Überblick. Wer KI einführt, darf API-Sicherheit nicht erst im Nachhinein berücksichtigen. Es braucht ein Fundament, um den aufgebauten KI-Systemen überhaupt vertrauen zu können.“

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