Der Mauszeiger lernt denken Google DeepMind will den Cursor neu erfinden

Von Berk Kutsal 1 min Lesedauer

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Google DeepMind hat mit dem „AI Pointer“ ein Konzept vorgestellt, das den Mauszeiger zur zentralen Schnittstelle für Gemini macht. Statt Prompts zu tippen, zeigen Nutzer auf Bildschirminhalte und ergänzen per Sprachbefehl. Die Technik soll in Chrome, im Google AI Studio und auf der neuen Laptop-Plattform „Googlebook“ verfügbar werden. Erste Demos lassen sich bereits ausprobieren.

Google DeepMind stellt den AI Pointer vor: Der Mauszeiger wird zur Gemini-Schnittstelle. Zeigen und Sprechen statt Prompts tippen.(Bild:  Google)
Google DeepMind stellt den AI Pointer vor: Der Mauszeiger wird zur Gemini-Schnittstelle. Zeigen und Sprechen statt Prompts tippen.
(Bild: Google)

Das größte Problem heutiger KI-Assistenten ist nicht ihre Leistung, sondern ihr Zugang: Nutzer müssen jede Absicht in Text gießen. Google DeepMind nennt das „Prompt Friction“ und kontert mit dem AI Pointer.

Draufzeigen, lossprechen

Die Idee ist klar: Der Mauszeiger wird zum Kontextanker für Gemini. Die KI erkennt, worauf der Cursor ruht, ob Text, Bild, Tabelle oder Code, und leitet daraus Bedeutung ab. Ein kurzer Sprachbefehl genüge als Auslöser. Über einer Datentabelle reicht „Mach daraus ein TortenDiagramm“, auf einem Restaurantfoto im Video „Buche einen Tisch“. Handschriftliche Notizen sollen per Geste zur To-do-Liste, Produkte auf Webseiten per „Compare“ zur Vergleichstabelle werden.

Googlebook bringt die Hardware

Parallel hat Google mit dem „Googlebook“ eine neue Laptop-Kategorie angekündigt. Geräte von Acer, Asus, Dell, HP und Lenovo sollen Android-Apps, Chrome und Gemini vereinen. Die dortige Variante heißt „Magic Pointer“ und lässt sich per Cursor-Wackeln aktivieren. Derv Marktstart wird für den Herbst 2026 erwartet.

Noch Prototyp, schon ausprobierbar

Der AI Pointer ist kein neues Modell, sondern eine Interaktionsschicht. Erste Demos laufen im Google AI Studio und in Chrome. Die Technik ergänzt die bereits vorgestellten Chrome Skills, geht aber weiter: Statt vorgefertigter Workflows entsteht der Kontext dynamisch aus der Cursorposition. Ein Release-Datum nennt Google jedoch nicht.

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