KI-Kennzeichnungspflicht in der EU OpenAI versieht ChatGPT-Texte in der EU mit Wasserzeichen

Von Berk Kutsal 1 min Lesedauer

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OpenAI kennzeichnet Texte aus ChatGPT und Codex für Nutzer in der EU künftig mit einem unsichtbaren Wasserzeichen und reagiert damit auf die Transparenzpflichten des AI Act.

Unsichtbare Wasserzeichen sollen KI-generierte Texte künftig erkennbar machen.(Bild:  KI-generiert)
Unsichtbare Wasserzeichen sollen KI-generierte Texte künftig erkennbar machen.
(Bild: KI-generiert)

OpenAI kennzeichnet Texte aus ChatGPT und Codex für Nutzer in der EU künftig mit einem unsichtbaren Wasserzeichen. Das Unternehmen will damit die Kennzeichnungspflichten des europäischen AI Act erfüllen, wie es mitteilte.

Das Wasserzeichen ist kein sichtbares Symbol. Es entsteht durch ein leicht verändertes Muster bei der Wortwahl des Modells, das auch nach dem Kopieren des Textes erkennbar bleibt, so OpenAI.

Der Rollout beginnt in den kommenden Wochen für berechtigte ChatGPT- und Codex-Nutzer in der EU. Entwickler, die die API nutzen, können die Funktion für ausgewählte Modelle weltweit aktivieren; standardmäßig ist sie deaktiviert.

Hintergrund ist Artikel 50 des AI Act: Die Transparenzregeln der EU-Verordnung, die seit dem 2. August 2026 gelten, verpflichten Anbieter, KI-generierte Inhalte maschinenlesbar zu markieren.

Im Vergleich zu Google und Anthropic kommt OpenAI spät

Google markiert Text, Bild, Audio und Video in Gemini bereits flächendeckend über SynthID. Auch Anthropic versieht Ausgaben von Claude (Fable 5.1 und Mythos 5.1) seit einiger Zeit mit einem ähnlichen Verfahren, das die Wortwahl subtil beeinflusst.

Anders als OpenAI bietet Anthropic dafür allerdings keine Opt-out-Möglichkeit an. OpenAIs textGrain-Verfahren ist dagegen vorerst auf die EU begrenzt und für API-Nutzer weltweit nur optional.

Technik laut OpenAI selbst mit Grenzen

Nach Angaben von OpenAI mindert die Technik die Modellleistung nicht messbar. Allerdings lässt sich das Wasserzeichen durch Bearbeitung abschwächen: Werden zehn Prozent der Wörter durch Synonyme ersetzt, sinkt die Erkennungsrate laut OpenAI von 92 auf 66 Prozent.

Bei kurzen Texten liege die Erkennungsgenauigkeit sogar nur bei rund 80 Prozent; mathematische Inhalte und übersetzte Texte seien noch schwerer zu erkennen. OpenAI weist selbst darauf hin, dass starke Ergebnisse unter Testbedingungen keine zuverlässige Erkennung im Alltag garantieren.

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