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Nachbericht Tibco Now Tibco bringt Hyperconverged Analytics, Data Streams und Spotfire 11

| Autor / Redakteur: Michael Matzer / Nico Litzel

Der Business-Analytics-Spezialist Tibco integriert Event-Streaming in seine BI-Suite Spotfire und erweitert deren Fähigkeiten zur Datenverwaltung mit den Tools „Any Data Hub“ und „SmartMapper“. Im Bereich Business Process Management (BPM) erweitert der Hersteller sein Responsive Application Mesh (RAM).

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Das ist neu in der Tibco Cloud.
Das ist neu in der Tibco Cloud.
(Bild: Tibco / Matzer)

Disparate Analysewerkzeuge sowie Datensilos, verteilte Prozesse und Rollen hindern manche Unternehmen daran, die wachsende Datenflut in Echtzeit auszuwerten und fundierte Entscheidungen zu fällen, die ein rechtzeitiges Handeln erlauben. Um diesen Missstand zu beheben, bringt Tibco mit der Version 11 seiner sowohl on-premises als auch in der Cloud verfügbaren BI-Suite Spotfire das Konzept der „Hyperconverged Analytics“ auf den Markt.

Tibco Cloud Metadata und Tibco Cloud Data Streams sind neue Komponenten der Tibco Cloud und arbeiten mit Spotfire zusammen.
Tibco Cloud Metadata und Tibco Cloud Data Streams sind neue Komponenten der Tibco Cloud und arbeiten mit Spotfire zusammen.
(Bild: Tibco / Matzer)

Das Konzept bedeutet, dass visuelle Analyse, Data Science (Machine Learning usw.) und Streaming über Zugriffsrollen hinweg zusammengeführt werden, damit der Nutzer weiß, welche Daten für welche anderen Informationen relevant sind. Die meisten Daten sind „data at rest“, um Reports und Dashboards zu speisen. Das neue, ergänzende Produkt „Tibco Cloud Data Streams“ erlaubt den Echtzeitzugriff auf Datenströme, um rasch Erkenntnisse zu ermöglichen. Solche Daten werden nicht unbedingt gespeichert, sondern sollen lediglich Zustände und Ereignisse widerspiegeln, wie mit Apache Kafka oder Apache Flink.

„Die Ergebnisse, die wir bisher in Tests erhalten haben, sind erstaunlich, und wir sehen extreme Wertschöpfungssteigerung über viele Unternehmens- und Wirtschaftsbereiche hinweg“, berichtet Michael O'Connell, Chief Analytics Officer bei Tibco. Spotfire 11 erlaubt nun die Erstellung individueller Analyse-Applikationen, u. a. mit dem neuen Leistungsmerkmal Spotfire Mods. Mit diesem Framework sollen auch No-code-User Mods, also leichtgewichtige Modifikationen, ihrer Analyse-Apps erstellen können.

Cloud Data Streams

Mit „Cloud Data Streams“, einem neuen Modul für Spotfire, bringt Tibco eine BI-Plattform für Visual Analytics auf den Markt, die auch Echtzeit-Streaming-Daten in einer Plattform unterstützt. Damit sollen Nutzer in kürzester Zeit Muster und Trends entdecken, künftige Zustände antizipieren und Maßnahmen ergreifen, wenn es darauf ankommt. Tibco kann damit historische, in einem Datastore gespeicherte und Echtzeit-Daten in Bezug zueinander stellen.

Um ein logisches Data Warehouse aufzubauen, ist das Modul „Tibco Data Virtualization“ nützlich, das nun in der Version 8.3 vorgelegt wird. Es soll eine „signifikant erweiterte Menge“ von Konnektoren bieten, nämlich zu über 300 Quellen. Zu diesen gehören Apache Kafka, OSIsoft und das Protokoll OPC-UA, was für Maschinendaten im IoT-Bereich wichtig ist. Das Tool kann auf Containern laufen und steht sowohl auf dem AWS Marketplace als auch auf dem MS Azure Marketplace zur Verwendung bereit.

In sechs bis zwölf Monaten soll SmartMapper als Platform Service kommen, erklärt dieser freundliche Tibco-Mitarbeiter.
In sechs bis zwölf Monaten soll SmartMapper als Platform Service kommen, erklärt dieser freundliche Tibco-Mitarbeiter.
(Bild: Tibco / Matzer)

Mit „SmartMapper“ hat Tibco ein nützliches Werkzeug angekündigt, das Daten-Mapping ausführt und dabei von Machine Learning unterstützt wird. Seine Funktionen sollen der Entdeckung und Kategorisierung von Daten dienen, und die Funktion „Deep Mapping“ soll die Kategorisierung verbessern. Zu viele Daten liegen wie Dunkle Materie in unerforschten Datenspeichern vieler Unternehmen, insbesondere wenn diese mit IoT-Quellen und Data Lakes arbeiten.

Any Data Hub

Dieser ganze Stapel an Datentypen wird von Tibco „Any Data Hub“ zugänglich gemacht und verwaltet.
Dieser ganze Stapel an Datentypen wird von Tibco „Any Data Hub“ zugänglich gemacht und verwaltet.
(Bild: Tibco)

Mit „Any Data Hub“ liefert Tibco eine Blaupause aus erprobten Best Practices, um die vielfältige Datenverwaltung in verteilten IT-Umgebungen zu erleichtern: Metadaten, Stammdaten, Referenzdaten und Transaktionsdaten. Die mitgelieferten Werkzeuge, wie etwa Deduplizierung, sollen Dubletten und Inkonsistenzen aufspüren und beseitigen. Der Effekt der höheren Datenqualität soll wiederum die Erstellung eines logischen Data Warehouses, eines Datenlieferdienstes und eines Data Fabric erlauben. Das Framework soll sich mit diversen Funktionen der Tibco Cloud koppeln lassen, darunter Mashery für das API-Management, Metadaten-Management, Integration und EBX. Tibco liefert seinen Kunden einen Datenkatalog seit 2017, hat aber nun sein Portfolio mit Tibco Cloud Metadata stark erweitert und deckt jetzt neben Data Catalog auch Metadata Management und Metadaten in der Tibco Cloud ab.

Tibco Cloud Metadata Management will die Metadaten-Silos auflösen und alle relevanten Daten in einer einheitlichen Lösung zusammenführen und bereitstellen: Datensemantik, Wirtschaftssemantik und Datenkataloge. Machine-Learning-Algorithmen sollen die Klassifikation von Metadaten und Datenstammbäumen (horizontal, vertikal, regulatorisch) erleichtern. Der Nutzer bekommt kohärente Daten im richtigen Kontext und mit der erforderlichen Kontrolle.

Responsive Application Mesh

Zum Aufbau eines Responsive Application Mesh gehören fünf Arbeitsgänge. Das AP-Management z. B. erfolgt mit Mashery.
Zum Aufbau eines Responsive Application Mesh gehören fünf Arbeitsgänge. Das AP-Management z. B. erfolgt mit Mashery.
(Bild: Tibco / Matzer)

Das Best-Practices-Blueprint „Tibco Responsive Application Mesh“ unterstützt Kunden dabei, Applikationen zu entwickeln, die Interaktion mit Kunden verbessern, neue digitale Produkte zur Verfügung stellen und sogar neue Geschäftsmodelle unterstützen. Durch Technologien wie „Tibco Cloud Integration“ und „Tibco Flogo Enterprise“ können sie so effektiver auf sich schnell ändernde Marktbedingungen reagieren. Viele Applikationen von prozessbasiert, indem sie Daten und Eingaben verarbeiten, die in einem Workflow organisiert sind. Tibco hat eine Partnerschaft mit Workfusion verlautbart, um dieses Leistungsmerkmal in seine RAM-Blaupause zu integrieren.

Responsive Application Mesh (RAM) steht im Zentrum eines Universums aus Endgeräten, Microservices (in Containern), Legacy-Systemen und vielem mehr.
Responsive Application Mesh (RAM) steht im Zentrum eines Universums aus Endgeräten, Microservices (in Containern), Legacy-Systemen und vielem mehr.
(Bild: Tibco / Matzer)

Weitere Neuerungen im RAM-Produkt betreffen die BPM-Plattform mit ihren Komponenten „Tibco Cloud Integration – Big Basin Release“, „Tibco Cloud Mesh“, „Tibco Business Events v6“ (mit Support für Kafka, Cassandra und Ignite) und „Tibco BPM Enterprise 5“. Mit dem Projekt „Discover“ entwickelt es derzeit eine Process Mining Engine.

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