Kommentar von Nathan Jagoda

Business Intelligence ist zurück in der Zukunft

| Autor / Redakteur: Nathan Jagoda / Nico Litzel

Der Autor: Nathan Jagoda ist Country Manager bei Information Builders
Der Autor: Nathan Jagoda ist Country Manager bei Information Builders (Bild: Information Builders)

Die vierte industrielle Revolution schreitet mit Siebenmeilenstiefeln vorwärts – und sie wird die Wirtschaft in den nächsten Jahren kräftig durchschütteln. Mit neuen Entwicklungen im Zuge von Industrie 4.0 und dem Internet der Dinge (IoT) verändern sich Unternehmen bereits heute massiv – was in erster Linie auf Grundlage von Business Intelligence (BI) und Big Data passiert.

Nur durch eine Echtzeit-Datenanalyse und innovative Predictive Analytics wird es möglich, Prozesse automatisiert immer weiter zu optimieren, ohne dass dabei ein aktives Eingreifen von Menschenhand notwendig wäre. Auf diese Weise helfen sich Maschinen selbst. Geräte werden präventiv in Eigenregie gewartet – damit verbunden ist eine deutliche Steigerung der Effizienz von Maschinen.

Dabei fällt zunehmend unter den Tisch, was Business Intelligence in vielen anderen Bereichen bereits seit Jahrzehnten tut – mehr als Wandler, weniger als Revolutionär. Sie hilft dem Management seit rund 20 Jahren, fundierte Entscheidungen auf Grundlage klarer Fakten zu treffen. Damit wurde es Unternehmen möglich, ihre Abläufe stetig zu verbessern, etwaige Fehlerquellen im eigenen Haus oder bei Partnern zu identifizieren und in hohem Maße Kosten zu sparen. So entstand in vielen Unternehmen eine umfassende Sicht auf Produktionsprozesse und Lieferketten.

Es gibt im Grunde keine Branche, die nicht von den neuen Technologien profitiert hätte – ganz vorne liegen jedoch die „Early Adopters“ aus dem Gesundheitswesen und der verarbeitenden Industrie. Sie haben bislang die Vorteile der Business Intelligence und von Big Data am besten genutzt – weil sie am intensivsten auf die technologischen Chancen gesetzt haben.

Industrie 4.0, Predictive und Social Media Analytics

Heute ist Business Intelligence in der Zukunft angekommen – mit neuen Chancen und Möglichkeiten. Gerade in Verbindung mit der „Smart Factory“ gewinnen insbesondere Predictive Analytics immer mehr an Bedeutung. Denn erst die Suche nach Mustern und Trends in historischen Daten verschaffen Nutzern einen besseren Überblick darüber, welche Faktoren den größten Einfluss auf die Ergebnisse haben, sowie darüber, was auf der Basis von aktuellen und vergangenen Informationen voraussichtlich geschehen wird. Mit diesem Ansatz erreichen Prognosen und der Prozess der Entscheidungsfindung ein neues Niveau vor allem in Zusammenhang mit Industrie 4.0.

Gleichzeitig ist der Einsatz von Social Media Analytics stark im Wachstum. Auf dieser Grundlage sind Unternehmen in der Lage, ad hoc zu verstehen, was Kunden wollen – das macht nicht zuletzt die früher gängigen, oft sehr aufwendigen Studien zum Konsumentenverhalten unnötig. Heute ist es ein Leichtes, über soziale Medien herausfinden, was die Zielgruppen über ein Produkt denken und warum sie es kaufen – oder eben auch nicht.

Ergänzendes zum Thema
 
40 Jahre Information Builders

Auch haben Unternehmen so aktuelle Trends frühzeitig auf dem Radar. Das wird immer mehr zur unbedingten Notwendigkeit, wenn sie konkurrenzfähig bleiben wollen. Denn nur so können die verantwortlichen Fachabteilungen auf Basis von Daten bereits in der Produktentwicklung ansetzen, um sich auf die Ansprüche ihrer Kunden einzustellen.

Der CIO auf dem Weg zum Business Leader

Mit diesen Entwicklungen einher geht ein Wandel der Rolle des Chief Information Officers (CIO). Die Zeit wird in Kürze vorbei sein, in der sich seine Verantwortung auf das reibungslose Funktionieren des IT-Betriebs beschränkt hat. Stattdessen wird er mit der digitalen Transformation und dem Internet of Things (IoT) vom reinen Technologieexperten immer mehr zum ökonomischen Vordenker.

Als Innovator verbindet er Information, Technologie und Business und legt so eine fundamentale Grundlage für nachhaltiges Wachstum. Dabei geht sein Wirken auch über reine Geschäftsprozesse hinaus – mit seiner fundamentalen und umfassenden Sicht auf das Unternehmen liegt seine Zukunft nicht zuletzt in der Gestaltung und Entwicklung der Unternehmenskultur. Der CIO kennt die Trends als erster und transportiert sie mithilfe enger Schnittstellen überall hin, wo sie eine Rolle spielen.

Self-Service BI unterstützt transparente Sicht

Neben der Qualität ist insbesondere die Darstellung der Daten und damit die Nutzbarkeit in den vergangenen Jahren wesentlich weiterentwickelt worden. Self-Service BI verhilft zu Dashboards, mit denen Entscheider heute genau das sehen, was sie sehen wollen und müssen. Anschauliche und aussagekräftige Grafiken sind in jedes beliebige Format übertragbar. Auf einen Blick lässt sich daraus etwa die Entwicklung von Kennzahlen über den Zeitraum erkennen, der für den User relevant ist. Oder die Antwort auf die Frage, welche Produkte in einer bestimmten Region gut laufen und in einer anderen weniger gut, kann ad hoc transparent gemacht werden.

Business Intelligence 2.0

Einst hatte Business Intelligence die Prozesse in Unternehmen deutlich verändert – heute ist diese Form der klassischen Anwendung von BI weitgehend ausgereift. Da kommt es gerade recht, dass mit dem Internet der Dinge auch die BI in eine neue Dimension eintritt. Das Schlüsselwort ist hier Predictive Analytics. Sie wird mit der kommenden Generation in viele bislang unberührte Bereiche vordringen – und mithilfe von Daten die Welt von Unternehmen nicht nur wandeln, sondern revolutionieren. Hier gilt es, den anfahrenden Zug nicht zu verpassen, sondern technologische Innovationen von Anfang an zu nutzen.

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