2022 bis zu 260 Milliarden US-Dollar

Big-Data- und Analytics-Markt wächst deutlich

| Autor / Redakteur: Martin Hensel / Ulrike Ostler

„Jessica Goepfert, Program Vice President bei IDC, begründet den weltweiten Investitionsanstieg: „Unternehmen setzen auf hohem Niveau auf Big Data und Analyse-Anwendungen, um die Konvergenz ihrer physischen und digitalen Welten zu steuern.“
„Jessica Goepfert, Program Vice President bei IDC, begründet den weltweiten Investitionsanstieg: „Unternehmen setzen auf hohem Niveau auf Big Data und Analyse-Anwendungen, um die Konvergenz ihrer physischen und digitalen Welten zu steuern.“ (Bild: IDC Worlwide Semianual Big Data and Analytics Spending Guide, 2017/H2)

Die Marktforscher von IDC gehen davon aus, dass der globale Markt für Big Data und Business Analytics (BDA) bis zum Jahr 2022 ein Gesamtvolumen von rund 260 Milliarden US-Dollar pro Jahr erreicht.

Zu diesem Ergebnis kommt ein Update des „Worldwide Semiannual Big Data and Analytics Guide“ von IDC. Die Marktforscher gehen dabei von einer jährlichen Wachstumsrate („compound annual growth rate“, CAGR) von 11,9 Prozent im Zeitraum der Jahre 2017 bis 2022 aus.

Allein im aktuellen Jahr werden die Einnahmen im BDA-Segment auf rund 166 Milliarden US-Dollar taxiert. Dies entspricht einem Plus von 11,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Die größten Investments im Vorhersagezeitraum stammen von Banken, Fertigungsunternehmen, Dienstleistern sowie Regierungen. Addiert stellen diese Bereiche mit 81 Milliarden US-Dollar fast die Hälfte der weltweiten BDA-Einnahmen im aktuellen Jahr. Die höchsten Zuwachsraten finden sich im Einzelhandel (+13,5 Prozent), Banking (+13,2 Prozent) und bei Dienstleistern (+12,9 Prozent).

Services und Software gefragt

Ein großer Teil der Investitionen im BDA-Markt fließt in IT- und Business-Services. Mehr als die Hälfte der verfügbaren Gelder werden für derartige Dienstleistungen ausgegeben. Daran wird sich laut IDC auch in Zukunft nichts ändern, wie die jährliche Wachstumsrate von 13,2 Prozent in diesem Segment zeigt. Ebenfalls gefragt sind Software-Produkte:

Hierfür werden den Marktforschern zufolge bis 2022 mehr als 90 Milliarden US-Dollar jährlich ausgegeben. Besonders gut verkaufen sich demnach End-User-Query-, Reporting- und Analyse-Tools sowie Systeme für Relational Data Warehouse Management. Hohe Wachstumschancen haben zudem KI-Plattformen (+36,5 Prozent) und nicht-relationale analytische Datenspeicher (+30,3 Prozent). Der Marktbereich Server und Storage für Big Data und Analytics wächst dagegen mit 7,3 Prozent pro Jahr langsamer.

USA im BDA-Markt führend

Die USA sind laut der Studie der weltweit größte Markt im BDA-Segment. Dort werden in diesem Jahr 88 Milliarden US-Dollar erlöst. Bis 2022 wird etwas mehr als die Hälfte des jährlichen BDA-Volumens allein den USA erzielt. Mit 35 Milliarden US-Dollar liegt Westeuropa auf dem zweiten Rang, gefolgt von der Asien-Pazifik-Region mit 23,9 Milliarden US-Dollar. Im Ranking der Einzelländer führt die USA vor Japan, Großbritannien, Deutschland und China.

Als besondere Wachstumsmärkte identifiziert IDC Argentinien (+20,8 Prozent), Vietnam (+19,8 Prozent), die Philippinen (+19,5 Prozent) und Indonesien (+19,4 Prozent). In Bezug auf die Unternehmensgröße werden Firmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern etwa zwei Drittel des BDA-Marktes im Vorhersagezeitraum stellen. Dabei wird schon 2018 die Schallmauer von 100 Milliarden US-Dollar pro Jahr durchbrochen.

Kleine und mittelständische Unternehmen spielen ebenfalls eine wichtige Rolle: Knapp ein Viertel des weltweiten BDA-Aufkommens wird von Firmen mit weniger als 500 Angestellten realisiert.

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