Europäisches KI-Exzellenznetzwerk Acht NRW-Institutionen gründen ELLIS-Einheit für offene Foundation Models

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In Nordrhein-Westfalen entsteht eine neue Einheit des KI-Forschungsnetzwerks ELLIS. Koordiniert von der Universität Bonn, bündelt die ELLIS-Einheit NRW acht Institutionen, mehr als 40 leitende Wissenschaftler und Europas ersten Exascale-Supercomputer JUPITER. Im Zentrum steht die Entwicklung offener, generalistischer Foundation Models.

ELLIS Unit NRW gestartet(Bild:  Volker Lannert / Universität Bonn)
ELLIS Unit NRW gestartet
(Bild: Volker Lannert / Universität Bonn)

Das European Laboratory for Learning and Intelligent Systems (ELLIS) hat eine neue Forschungseinheit in Nordrhein-Westfalen genehmigt. ELLIS zählt zu den führenden europäischen Netzwerken für Forschung im Bereich des maschinellen Lernens und der Künstlichen Intelligenz. Zu den acht Gründungsinstitutionen gehören die RWTH Aachen, die Universität Bielefeld, die Ruhr-Universität Bochum, die Universität Bonn, die Universität zu Köln, die Technische Universität Dortmund, das Forschungszentrum Jülich und die Universität Paderborn. Die Einheit baut auf bestehenden KI-Infrastrukturen der Region auf, darunter das Lamarr-Institut für Maschinelles Lernen und Künstliche Intelligenz, das KI-Zentrum der RWTH Aachen und die KI-Fabrik JAIF.

Koordiniert wird der Forschungsverbund von ELLIS-Fellow Prof. Dr. Jürgen Gall von der Universität Bonn, gemeinsam mit einem Vorstand aus Co-Direktoren der beteiligten Institutionen. Einer von ihnen ist Prof. Dr. Axel-Cyrille Ngonga Ngomo von der Universität Paderborn.

Offene Foundation Models und angewandte KI

Inhaltlich verfolgt die Einheit zwei Forschungsstränge. Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung und Erforschung von Open-Source Foundation Models als grundlegende Bausteine des maschinellen Lernens. Die Forscher untersuchen, wie sich solche Modelle offen trainieren, zuverlässiger gestalten und sicher an verschiedene Anwendungsbereiche anpassen lassen. Damit verbunden ist die Forschung zu vertrauenswürdiger KI, etwa für das Gesundheitswesen, autonome Systeme oder kritische Infrastrukturen. Der zweite Schwerpunkt zielt auf den Transfer von ML-Methoden in Felder wie nachhaltige Landwirtschaft und Embodied-AI-Systeme, etwa autonome Roboter.

Den Paderborner Beitrag ordnet Co-Direktor Ngonga Ngomo so ein: „Unser Schwerpunkt liegt in der Erforschung und Entwicklung von erklärbaren KI-Grundmodellen, deren Ergebnisse von Menschen und KI-Agenten nachvollzogen und überprüft werden können. Damit tragen wir zur Umsetzung von vertrauenswürdigen KIs bei.“

JUPITER liefert die Rechenleistung

Die Einheit verbindet eines der größten regionalen KI-Ökosysteme Europas mit der Recheninfrastruktur des Forschungszentrums Jülich, darunter Europas erster Exascale-Supercomputer JUPITER, sowie Verbindungen zu Open-Source-Initiativen wie LAION. Nach Angaben der beteiligten Institutionen soll sie mehr als 40 leitende Wissenschaftler und über 300 Doktoranden und Postdocs umfassen. Getragen wird das Lamarr-Institut von der TU Dortmund, der Universität Bonn sowie den Fraunhofer-Instituten IAIS und IML; gefördert wird es durch das BMFTR und das Land Nordrhein-Westfalen.

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