KI-gestützte Produktdatenerfassung ScanlyAI erzeugt Produktdaten und Inserate aus Fotos

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Das Neusäßer Softwarehaus SFP-IT hat mit ScanlyAI eine KI-Anwendung vorgestellt, die Produkte anhand von Fotos identifiziert und daraus strukturierte Produktdaten sowie verkaufsfertige Inserate erzeugt. Zielgruppe sind Unternehmen, die große Artikelmengen erfassen, inventarisieren oder über Online-Marktplätze vermarkten wollen.

Ein Foto genügt: Die KI-Anwendung ScanlyAI analysiert Hersteller, Modell, technische Merkmale und Zustand eines Artikels und liefert dem Anbieter zufolge auch einen Preisvorschlag auf Basis vergleichbarer Angebote.(Bild:  SFP-IT)
Ein Foto genügt: Die KI-Anwendung ScanlyAI analysiert Hersteller, Modell, technische Merkmale und Zustand eines Artikels und liefert dem Anbieter zufolge auch einen Preisvorschlag auf Basis vergleichbarer Angebote.
(Bild: SFP-IT)

Wer größere Bestände verwaltet, kennt den Aufwand: Jeder Artikel muss fotografiert, identifiziert, beschrieben, kategorisiert und mit einem realistischen Preis versehen werden. Fehlende Dokumentationen, unklare Modellbezeichnungen oder schwer unterscheidbare Varianten verlängern die Recherche zusätzlich. Je mehr Artikel zu erfassen sind, desto stärker wirken sich manuelle Arbeitsschritte auf Zeit, Kosten und Datenqualität aus, während vollständige und strukturierte Produktinformationen zugleich die Grundlage für Kataloge, Preisvergleiche und interne Prozesse bilden.

Vom Foto zum strukturierten Datensatz

An diesem Punkt setzt ScanlyAI nach Angaben des Herstellers an. Anwender fotografieren ein Produkt mit dem Smartphone oder laden vorhandene Bilder per Webbrowser in das zentrale Portal. Die KI analysiert das abgebildete Produkt und erzeugt daraus strukturierte Daten, unter anderem zu Hersteller, Marke, Modell, technischen Eigenschaften, Material und Zustand. Auch Barcodes, Logos, Etiketten, Serien- und Teilenummern lassen sich laut Pressemitteilung in die Analyse einbeziehen, was besonders bei technischen Komponenten und Ersatzteilen relevant ist.

Aus den erkannten Informationen generiert das System Titel, Beschreibung, Merkmale, Suchbegriffe und Preisvorschläge. Ein integrierter Markt- und Preis-Check soll dem Unternehmen zufolge eine Einschätzung anhand vergleichbarer aktueller Angebote liefern. Die Ergebnisse lassen sich vor der Weiterverwendung prüfen und bearbeiten.

Massenupload und Export

Die Online-Plattform ist per Webbrowser zugänglich; Artikel lassen sich über ein Dashboard organisieren und über einen Listing-Editor anpassen, bevor sie veröffentlicht oder exportiert werden. Für größere Artikelmengen bietet ScanlyAI einen Massenupload: Mehrere Produktbilder können gleichzeitig hochgeladen werden, während die KI die Artikel im Hintergrund verarbeitet. Damit adressiert die Lösung nach Herstellerangaben auch Warenbestände, Restposten, Ersatzteillager, Retouren oder wechselnde Sortimente.

Die fertigen Datensätze lassen sich zentral verwalten, ergänzen und strukturiert exportieren, neben Verkaufsanzeigen auch für Kataloge, Inventarisierung, Lagerlisten oder Datenbanken. Eine Integration in bestehende Unternehmenssysteme kündigt SFP-IT für die Zukunft an, ein Zeitplan liegt allerdings nicht vor.

Mehrere Marktplätze statt Plattformbindung

Über das Online-Portal unterstützt ScanlyAI den Verkauf über eBay, Kleinanzeigen.de und Facebook Marketplace, per App sind direkte eBay-Inserate möglich. Anders als plattforminterne Funktionen erzeuge ein Scan wiederverwendbare Artikeldaten, die sich für unterschiedliche Zwecke nutzen ließen, so das Unternehmen. Die Unterstützung weiterer Marktplätze ist den Angaben zufolge in Planung.

Ursprung im Kfz-Ersatzteilgeschäft

Die technische Basis bildet ein von SFP-IT selbst entwickeltes KI-System für Bilderkennung und Produktanalyse. Die Anwendung unterstützt nach Unternehmensangaben zahlreiche Sprachen und eignet sich damit grundsätzlich auch für internationale Einsatzszenarien.

Entstanden ist die Technologie im Bereich der Kfz-Ersatzteile, wo sich viele Komponenten nur in Details unterscheiden und Informationen häufig unvollständig vorliegen. Im Laufe der Entwicklung habe sich gezeigt, dass sich der Ansatz auf weitere Anwendungsbereiche übertragen lässt.

Typische Einsatzfelder sieht der Anbieter heute in der Digitalisierung von Lagerbeständen, im Ersatzteilmanagement, in der Inventarisierung technischer Komponenten und im Online-Verkauf.

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