Verbraucher haben Vertrauen in Künstliche Intelligenz (KI) als Werkzeug zur Verbesserung ihrer Customer Experience gefasst, sind jedoch zunehmend besorgt über die stärkere Nutzung in anderen Bereichen. Das geht aus einer neuen Studie des Low-Code-Plattform-Anbieters Pegasystems hervor.
Die Menschen fühlen sich mit der KI-Nutzung wohler denn je, doch noch immer gibt es Vertrauensvorbehalte.
Für die vom Marktforschungsunternehmen Savanta durchgeführte Studie wurden 5.000 Verbraucher weltweit zu ihren Ansichten über KI, deren weitere Entwicklung und ihren Umgang mit der Technologie befragt. Demnach wird KI weit gehend akzeptiert in Bereichen, die die Customer Experience betreffen. Zwei Drittel der Befragten (67 %) stimmen zu, dass KI das Potenzial hat, den Kundenservice von Unternehmen, mit denen sie interagieren, zu verbessern. Mehr als die Hälfte (54 %) teilt die Einschätzung, dass Unternehmen, die KI einsetzen, Kunden wahrscheinlich besser bedienen als Unternehmen, die auf den KI-Einsatz verzichten. Inzwischen fühlt sich fast die Hälfte der Befragten (47 %) wohl damit, gut getestete KI-Services von Unternehmen zu nutzen, und zwei Drittel (64 %) erwarten, dass die wichtigsten Abteilungen von Unternehmen innerhalb der nächsten zehn Jahre KI und Automatisierung einsetzen werden.
Dennoch belegt die Studie auch einen großen Mangel an Vertrauen in KI. Das zeigt sich in verschiedenen Bereichen:
Lieber Mensch als KI
Obwohl sie KI beim Customer Engagement aufgeschlossen gegenüberstehen, bevorzugen 71 Prozent der Befragten die Interaktion mit Menschen. Die Mehrheit (68 %) vertraut eher einem Bankangestellten als einer KI-Lösung, wenn es darum geht, eine objektive und unbefangene Entscheidung über die Gewährung eines Kredits zu fällen. Und noch mehr Befragte (74 %) geben zu, sie würden der medizinischen Diagnose eines Menschen eher vertrauen als der einer KI, die häufiger richtig liegt, aber ihre Entscheidungen nicht erklären kann. Zwar glauben inzwischen 51 Prozent, ein autonomes Fahrzeug sei in der Lage, in Unfallsituationen eine ethischere Entscheidung als menschliche Fahrer zu treffen. Trotzdem sind 65 Prozent der Meinung, die KI solle den menschlichen Fahrer in solchen Situationen nicht überstimmen dürfen.
Aufstieg der Maschinen
Die große Mehrheit der Befragten (86 %) hat das Gefühl, KI sei in der Lage, unmoralisches Verhalten zu entwickeln, und mehr als ein Viertel (27 %) glaubt, dass das sogar schon passiert ist. Fast die Hälfte (48 %) hält es für wahrscheinlich, dass generative KI irgendwann empfindungsfähig wird oder ein eigenes Bewusstsein entwickelt. Knapp ein Drittel (30 %) sorgt sich, KI könnte die Menschheit versklaven – ein leichter Anstieg gegenüber den 27 Prozent aus einer ähnlichen Studie im Jahr 2019. Lediglich 16 Prozent haben keinerlei Bedenken bezüglich KI.
Echt vs. fake
Die Studie zeigt ein gestiegenes Bewusstsein für KI als alltägliches Tool. Mehr als die Hälfte der Befragten glaubt jedoch inzwischen, die Technologie sei verantwortlich für die Produktion von mehr als der Hälfte der Fotos (55 %) und Videos (55 %), die sie konsumieren. Damit wachsen die Bedenken, dass es schwierig wird, „echt“ von „fake“ zu unterscheiden – die Mehrheit gibt an, dass es ihr bereits mehr oder weniger schwerfällt zu erkennen, ob Inhalte von Menschen oder von KI generiert wurden. Fast zwei Drittel (63 %) erklären, sie könnten nicht sagen, ob ein langer Artikel von einem Menschen oder einer KI stamme. Ein ähnlich großer Anteil hat dieses Problem bei Fotos (59 %) und Videos (58 %). Mehr als die Hälfte (56 %) findet es schwierig festzustellen, ob Fernsehberichte von KI generiert wurden.
„Anwendungen wie Midjourney und ChatGPT machen KI für die breite Masse zugänglich. Daher ist es nicht überraschend, dass wir gewisse Konflikte erleben. Man darf nicht vergessen, dass viele Menschen die Vorteile der Technologie bereits schätzen – immerhin sind Alexa oder Siri für die meisten Verbraucher nichts Neues. Es ist aber auch unvermeidlich, dass mit der wachsenden Aufmerksamkeit für KI die Angst und Unsicherheit bezüglich einiger von Science-Fiction beeinflusster Weltuntergangsszenarien zunimmt“, erklärt Dr. Rob Walker, General Manager, 1:1 Customer Engagement bei Pega. „In dem Maße, wie diese Bedenken wachsen, müssen Unternehmen transparenter machen, wie ihre KI-Systeme arbeiten. Zudem müssen sie sogenannte Ethical Bias Checks durchführen, um zu überprüfen, wie sich ihre KI verhält.“
Stand: 08.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel IT-Medien GmbH, Max-Josef-Metzger-Straße 21, 86157 Augsburg, einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von Newslettern und Werbung nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung.
„Wir stellen fest, dass die Menschen sich mit der KI-Nutzung wohler denn je fühlen, die Technologie bei großen, wichtigen Entscheidungen aber lieber auf Abstand halten“, führt Walker weiter aus. „Die Verbraucher haben nach wie vor den starken Wunsch nach menschlichen Interaktionen, wenn sie mit Unternehmen in Kontakt treten. Das zeigt, dass Menschen wichtig sind und immer beteiligt bleiben müssen. Der beste Weg, Technologien wie KI einzusetzen, besteht deshalb darin, sie zur Ergänzung und Erweiterung menschlicher Fähigkeiten zu nutzen. Unternehmen, denen das effektiv gelingt, werden davon profitieren, indem sie ihre Kunden glücklich machen und ihre Produktivität maximieren.“
Über die Studie
Im Auftrag von Pega wurden 5.000 Verbraucher weltweit zu ihren Ansichten über künstliche Intelligenz befragt. Die Studienergebnisse umfassen Antworten aus den USA, Großbritannien, Frankreich, Australien und Japan.