Studie von SAS und IDC Unternehmen vertrauen GenAI blind – trotz fehlender Sicherheit

Von Marvin Djondo-Pacham 1 min Lesedauer

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Führungskräfte vertrauen generativer KI (GenAI) weltweit mehr als jeder anderen Form von Künstlicher Intelligenz (KI). Das hat eine aktuelle globale IDC-Studie im Auftrag von SAS ergeben.

Führungskräfte im Blindflug: 78 Prozent der Unternehmen vertrauen generativer KI (GenAI) trotz fehlender Absicherung.(Bild:  Midjourney / KI-generiert)
Führungskräfte im Blindflug: 78 Prozent der Unternehmen vertrauen generativer KI (GenAI) trotz fehlender Absicherung.
(Bild: Midjourney / KI-generiert)

Für den Bericht „IDC Data and AI Impact Report: The Trust Imperative“ sind rund 2.400 Experten aus IT- und Fachabteilungen weltweit befragt worden. Er zeigt eine Diskrepanz zwischen Bauchgefühl und Realität: 78 Prozent der Befragten geben an, KI vollkommen zu vertrauen. Doch erst 40 Prozent haben in AI Governance, Erklärbarkeit und ethische Vorgaben investiert, um dieses Vertrauen abzusichern.

Most Trusted: Neue KI-Technologien

Die Studie zeigt außerdem: Unternehmen vertrauen neuen KI-Technologien mehr als bereits etablierten. Fast die Hälfte der Befragten (48 Prozent) vertraut GenAI uneingeschränkt; bei KI-Agenten sind es ein Drittel. Dagegen fühlt sich weniger als ein Fünftel (18 Prozent) bei „traditioneller“ KI sicher.

Dennoch haben Unternehmen bei GenAI Bedenken. Dazu gehören Datenschutz (62 Prozent), Transparenz und Erklärbarkeit (57 Prozent) sowie ethische Nutzung (56 Prozent). Zudem steigt die Beachtung für Quanten-KI: Etwa ein Drittel der weltweiten Entscheider beobachtet die Technologie, ein Viertel vertraut ihr bereits vollständig.

Mangelnde Absicherung bremst Nutzen von KI

Die KI-Nutzung nimmt weiterhin zu, das gilt insbesondere für GenAI. Gleichzeitig steigen damit Risiken und ethische Bedenken. Dennoch tun Unternehmen bislang zu wenig gegen diese Risiken.

Bei KI-Projekten haben Maßnahmen zur Sicherstellung von Trustworthy AI nur selten Priorität. Lediglich zwei Prozent sehen die Entwicklung von AI Governance als eine der wichtigsten Aufgaben. Weniger als zehn Prozent erstellen Richtlinien für den verantwortungsvollen KI-Einsatz.

Datenmanagement und -qualität als Fallstricke

Fast die Hälfte der Unternehmen sieht dezentrale Datenbasen als Hindernis für eine erfolgreiche KI-Einführung. Darauf folgen fehlende Data-Governance-Prozesse (44 Prozent) und der Rückgang von KI-Spezialisten im Unternehmen (41 Prozent).

Der Zugriff auf relevante Datenquellen ist für 58 Prozent die größte Herausforderung. Ebenso stehen Probleme mit Datenschutz und Compliance (49 Prozent) sowie Datenqualität (46 Prozent) einer erfolgreichen KI-Implementierung im Weg.

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