ISG Provider Lens veröffentlicht

Klassisches Data Warehousing kommt an seine Grenzen

| Autor / Redakteur: Martin Hensel / Nico Litzel

Die ISG Provider Lens beleuchtet den Bereich „Data Analytics Services & Solutions Germany 2019/2020“.
Die ISG Provider Lens beleuchtet den Bereich „Data Analytics Services & Solutions Germany 2019/2020“. (Bild: ISG)

Die Information Services Group (ISG) hat die aktuelle Ausgabe der Provider Lens zum Thema „Data Analytics Services & Solutions Germany 2019/2020“ vorgestellt. Sie zeigt, dass Unternehmen angesichts der Datenflut auf skalierbare Datenverarbeitungslösungen setzen.

Da Verbraucher über digitale Services und Produkte jederzeit Zugang zu Informationen haben, können sie ihre Kaufentscheidungen flexibler als jemals zuvor treffen. Unternehmen stellt dies vor neue Herausforderungen, da die Nähe zum Kunden und insbesondere die Kundendatenanalyse erfolgskritisch werden. Die Bewältigung der Datenflut erfordert skalierbare Datenverarbeitungssysteme und bringt klassisches Data Warehousing an seine Grenzen. Zu diesem Schluss kommt die aktuelle ISG Provider Lens. Sie untersuchte den Markt für Data Engineering Services mit 21 Providern sowie fünf weitere Marktsegmente mit insgesamt mehr als 50 deutschen Anbietern.

„Die Optimierung des Datenmanagements ist in Unternehmen derzeit ein Top-Thema“, erklärt Johanna von Geyr, Partner der ISG Information Services Group DACH. „Vor allem die zunehmende Integration von Daten und Geschäftsprozessen zum Beispiel im Engineering-Umfeld erfordern neue Wege der Datenverwaltung und -verarbeitung. Autonomous Driving oder Digital Twin sind prominente Beispiele. Zudem haben es Unternehmen wegen ihrer Social-Media-Interaktionen sowie durch IoT-Sensoren mit immer größeren Mengen an unstrukturierten Daten zu tun“, ergänzt sie.

Trends und Entwicklungen

Das BI-Umfeld nutzt zunehmend Self-Service Analytics. Angebot und Nachfrage haben in diesem Segment laut ISG in den vergangenen zwölf Monaten stark zugenommen. Führend sind dabei Anbieter mit Lösungen, die trotz zahlreicher Funktionen einfach zu bedienen sind und den Zugang zu vielen Datenquellen sicherstellen. Unternehmen beziehen derartige Systeme mittlerweile vorrangig als Software-as-a-Service. Im Bereich Industrial Analytics geht der Trend zur Automatisierung des Datenaustauschs. Dabei kommen verstärkt moderne Technologien wie KI, Kobotik, cyberphysische Systeme, IIoT und Sensorik zum Einsatz. Speziell beim Einsatz in Lieferketten sorgt dies für große Effizienzgewinne.

ISG stellte außerdem fest, dass im Bereich von Analytics Reporting Solutions zunehmend Bots akzeptiert und nachgefragt werden. Sie ermöglichen die schnelle Erstellung von Berichten und stellen über Chatbots eine Möglichkeit bereit, Punkte für die Datenerhebung schnell zu erweitern. Die Marktforscher weisen auch darauf hin, dass sich die Rollen und Verantwortlichkeiten von Data Scientists in Unternehmen derzeit ausweiten. Die von ihnen verwendeten Datentechnologien sind dabei, viele routinemäßige Geschäftsprozesse zu übernehmen. Diese zunehmende Automatisierung sorgt dafür, dass sich Data Scientists mehr mit komplexen Problemen befassen können und damit effizienter und produktiver arbeiten. Weitere Erkenntnisse sehen unter anderem einen zunehmenden Bedarf an Analytics-Services.

Die vollständige Studie steht auf der ISG-Website zum Kauf bereit.

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