Zweiter Human Friendly Automation Day KI-Einsatz im Sinne der Menschen gestalten

Von Martin Hensel

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Am 5. Oktober lud die Bundesagentur für Arbeit (BA) zum zweiten Human Friendly Automation (HFA) Day ein. Rund 180 Gäste nahmen vor Ort oder virtuell teil. Sie erfuhren unter anderem, wie KI die Arbeitswelt verändert, was das für die Beschäftigten bedeutet und wie sie dabei zu Gewinnern und Gestaltern werden können.

Auf dem 2. HFA Day gab es einen praxisnahen Ausblick auf die Arbeitswelt der Zukunft.
Auf dem 2. HFA Day gab es einen praxisnahen Ausblick auf die Arbeitswelt der Zukunft.
(Bild: kiquebg / Pixabay)

Einer IDC-Studie zufolge wollen 70 Prozent der deutschen Unternehmen in den kommenden Jahren intelligente Prozessautomatisierung anwenden und zunehmend KI einsetzen. HFA soll diesen Wandel konsequent und zum Wohl der Beschäftigten gestalten. Der zweite HFA Day gab einen praxisnahen Ausblick auf die Arbeitswelt der Zukunft, unter anderem mit Praxisvorträgen, Impulsvorträgen und mehreren Workshops.

„Intelligente Automatisierung kann in Zeiten des zunehmenden demografischen Wandels und Fachkräftebedarfes ein Teil der Lösung sein. Auf diesem Weg müssen wir aber transparent vorgehen und unsere Kolleginnen und Kollegen mitnehmen“, erklärt Gastgeberin Andrea Nahles. Die Bundesagentur für Arbeit will deshalb HFA zum festen Bestandteil ihrer künftigen KI- und Automatisierungsprojekte machen.

Zusammenspiel von Mensch und KI

Das HFA-Konzept geht davon aus, dass intelligente Automatisierung nur gemeinsam mit den davon betroffenen Menschen umgesetzt werden kann. Dabei soll sichergestellt werden, dass die Beschäftigten würdevolle und wertstiftende Arbeit haben, sobald „Kollege Roboter“ tätig wird. „Technologie im Sinne der Menschen – nicht andersrum!“, wie es Netzwerk-Gründer Dr. Lars Schatilow von IBM formuliert.

Im Rahmen einer Podiumsdiskussion ging es um die Frage nach der nachhaltigen und menschenfreundlichen Gestaltung der KI-Ära. Neben Andrea Nahles begrüßte Moderator und BA-CIO Dr. Markus Schmitz vier Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer unterschiedlicher Unternehmen und Branchen. Alle erachten die Werte-Charta von HFA als wichtiges, selbstverpflichtendes Rahmenwerk. Die intelligente Automatisierung gilt angesichts des drohenden Arbeitskräftemangels als unvermeidbar. Dabei sei jedoch eine frühzeitige Einbindung und stärken-basierte Qualifizierung der Beschäftigten wichtig.

„Der heutige Tag zeigte, dass HFA Vertrauen schaffen kann“, so Schmitz. „In den Vorträgen und Diskussionen wurde aber auch deutlich, dass beim Thema Automatisierung eine konsequente Mitarbeiterorientierung notwendiger ist denn je zuvor. Veränderung bedarf immer einer offenen, transparenten und wahrhaftigen Kommunikation über alle Ebenen hinweg“, ergänzt er.

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