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Trendstudie von Pegasystems KI benötigt einen strategischen Ansatz

| Autor / Redakteur: Martin Hensel / Nico Litzel

Pegasystems hat die aktuelle Ausgabe seines Trend Radars veröffentlicht. Diesmal ging es um die Frage, in welchen Bereichen Künstliche Intelligenz (KI) gewinnbringend einsetzbar ist – und warum ein strategischer Ansatz große Bedeutung hat.

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Der KI-Einsatz in Unternehmen zeigt positive Auswirkungen.
Der KI-Einsatz in Unternehmen zeigt positive Auswirkungen.
(Bild: Pegasystems)

Die Ergebnisse zeigen, dass die Mehrzahl der Unternehmen bereits KI nutzt – vor allem in den Bereichen Big-Data-Analysen (67 Prozent), Kundeninteraktionen (58 Prozent) und Prozessautomatisierung (55 Prozent). Zudem nutzen 24 Prozent KI als Bestandteil eigener Produkte („Embedded“). Neben dem operativen Geschäft setzen 33 Prozent der Unternehmen KI auch für den strategischen Aufbau neuer Geschäftsmodelle ein.

Insgesamt berichten die Befragten von positiven Erfahrungen mit der Technik: 38 Prozent gaben an, völlig neue Dateneinblicke gewonnen zu haben. Über optimierte Prozesse und verbesserte Arbeitsabläufe berichten 57 Prozent. Als begleitende Effekte wurden eine allgemeine Produktivitätssteigerung und Entlastung der Mitarbeiter genannt. Nur 9 Prozent der Befragten nahmen keine positiven Auswirkungen wahr.

Marathon statt Sprint

Pegasystems sieht vor allem einen punktuellen Nutzen, der sich auch betriebswirtschaftlich bemerkbar macht. Das Potenzial von KI sei aber deutlich größer. Unternehmen sollten die Technik zunächst für abgegrenzte Projekte nutzen, um die sich bietenden Möglichkeiten für ihre Zwecke auszuloten. „KI ist aber kein Sprint, sondern ein Marathon, deshalb muss der zweite Schritt eine strategische Tragweite haben“, unterstreicht Dr. Kay Knoche, Solution Consultant Next Best Action Marketing von Pegasystems. „Die Entwicklung einer detaillierten Roadmap ist dazu unabdingbar“, betont er.

Pegasystems rät dabei zu schrittweisem Vorgehen. So gilt es zunächst, ein Verständnis für die Technik zu entwickeln. Man unterscheidet beispielsweise zwischen einer „schwachen“ KI für intelligente Entscheidungen in Teilbereichen wie etwa der Prozessautomatisierung und „starken“ KIs mit menschenähnlichen Fähigkeiten – letztere stecken aber noch in den Kinderschuhen. Im zweiten Schritt sollte eine Zieldefinition unter Durchführbarkeits-, Nutzen- und Budget-Aspekten folgen. Anschließend sollten Unternehmen ihre KI-Gesamtstrategie entwickeln. Die letzten Stationen umfassen dann die Festlegung von Verantwortlichkeiten sowie das Ausarbeiten von Details wie zum Beispiel Compliance-Vorgaben oder Mitarbeiterschulungen.

„Künstliche Intelligenz wird zum Game Changer, denn damit sind Unternehmen nicht nur in der Lage, Prozesse zu optimieren, sondern auch Kunden besser zu betreuen, neue Zielmärkte zu adressieren und ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen“, erklärt Knoche. „Dieses disruptive Potenzial ist allerdings nur unter der Voraussetzung nutzbar, dass Unternehmen den Einsatz von KI sorgfältig planen. Damit haben sie die Chance, nicht nur Synergien zu nutzen, sondern eine ganz neue Ebene der Veränderung gestalten zu können“, ergänzt er.

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