Bitkom-Umfrage zur KI in der Arbeitswelt Fast jeder Dritte hält den Chef für ersetzbar

Von Berk Kutsal 1 min Lesedauer

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Was der Chef kann, kann eine Künstliche Intelligenz (KI) schon lange. Davon sind laut einer Bitkom-Befragung fast drei von zehn Beschäftigten in Deutschland überzeugt. Doch die Umfrage fördert noch eine härtere Zahl zutage: In jedem fünften Unternehmen fallen bereits Stellen weg, weil KI die Aufgaben übernimmt.

29 Prozent der Beschäftigten halten laut Bitkom ihren Chef für durch KI ersetzbar. 22 Prozent melden bereits konkrete Stelleneffekte.(Bild:  KI-generiert)
29 Prozent der Beschäftigten halten laut Bitkom ihren Chef für durch KI ersetzbar. 22 Prozent melden bereits konkrete Stelleneffekte.
(Bild: KI-generiert)

29 Prozent der Beschäftigten halten ihre Vorgesetzten durch Künstliche Intelligenz (KI) ersetzbar. Die eigene Tätigkeit stufen mit 23 Prozent aber deutlich weniger als weitgehend automatisierbar ein. Das ergibt eine Befragung des Digitalverbands Bitkom unter 1.003 Personen ab 16 Jahren, darunter 550 Erwerbstätige.

Neben der Einschätzung zur Ersetzbarkeit liefert die Umfrage auch härtere Zahlen: 22 Prozent der Befragten geben an, dass in ihrem Unternehmen bereits heute Stellen nicht nachbesetzt oder abgebaut werden, weil KI entsprechende Aufgaben übernimmt. Das ist kein Zukunftsszenario, sondern sei betriebliche Realität.

KI-Zugang: Potenzial bleibt liegen

Beim Zugang zu KI-Tools am Arbeitsplatz zeigt sich ein gemischtes Bild. 27 Prozent der Erwerbstätigen nutzen aktiv KI-Anwendungen, die ihr Arbeitgeber bereitstellt. Weitere 11 Prozent hätten Zugang, nutzen ihn aber nicht. Fast ein Drittel (31 Prozent) hat gar kein Angebot, 26 Prozent wissen nicht einmal, ob es eines gibt.

Susanne Dehmel, Mitglied der Bitkom-Geschäftsleitung, ordnet die Ergebnisse vor dem Hintergrund der Demografie ein: „Aufgrund der demografischen Entwicklung wird es in Deutschland in den kommenden Jahren mehr Arbeit als Arbeitskräfte geben. KI wird eine Antwort auf die sich abzeichnende Arbeitskräftelücke sein.“ Unternehmen und Politik müssten die Gesellschaft auf die neue Arbeitswelt vorbereiten, Menschen gezielt qualifizieren und transparent machen, welche Aufgaben sich verändern.

Dass KI den Fachkräftemangel lindern könnte, zeigen auch andere Erhebungen: Laut einer früheren Bitkom-Studie setzen Unternehmen in der industriellen Fertigung (58,7 Prozent) und im Transportwesen (38,5 Prozent) bereits gezielt auf KI-Automatisierung, um fehlende Fachkräfte zu kompensieren.

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