Orchestrierung mit Leitplanken Hexnode schickt KI-Agenten an den Endpunkt, aber nicht ohne Aufpasser

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Auf seiner Anwenderkonferenz HexCon26 hat Hexnode die Orchestrierungsebene Synapse vorgestellt. Sie soll KI-Agenten über Endpoint-, Identity- und Security-Systeme hinweg koordinieren und dabei jede Aktion an menschliche Freigaben und ein Protokoll binden. Der Start erfolgt zunächst als geschlossene Beta.

Auf der HexCon26 präsentierte Hexnode-CEO und Gründer Apu Pavithran die neue Orchestrierungsebene, die IT-Routineaufgaben autonom abwickeln und weitreichende Eingriffe zur menschlichen Freigabe vorlegen soll.(Bild:  Hexnode)
Auf der HexCon26 präsentierte Hexnode-CEO und Gründer Apu Pavithran die neue Orchestrierungsebene, die IT-Routineaufgaben autonom abwickeln und weitreichende Eingriffe zur menschlichen Freigabe vorlegen soll.
(Bild: Hexnode)

Hexnode, die Unternehmenssoftwaresparte des Anbieters Mitsogo, hat auf seiner jährlichen Anwenderkonferenz HexCon26 das Produkt Hexnode Synapse angekündigt. Nach Angaben des Herstellers handelt es sich um eine agentische Orchestrierungsebene für den IT- und Sicherheitsbetrieb, die Anfragen und Systemereignisse in koordinierte Aktionen umsetzen soll.

Der Ansatz zielt auf ein bekanntes Problem: die wachsende Zahl paralleler Werkzeuge im Sicherheitsbetrieb. Laut einer von Hexnode angeführten Deloitte-Studie setzt ein Unternehmen im Schnitt rund 75 Sicherheitstools ein. Eine ebenfalls in der Mitteilung zitierte Proofpoint-Erhebung soll ergeben haben, dass 84 Prozent der befragten Organisationen in Deutschland zumindest moderate Schwierigkeiten bei der Verwaltung mehrerer Sicherheitstools sehen.

Was Synapse leisten soll

Synapse soll Anfragen, Warnmeldungen und Ereignisse über alle beteiligten Systeme hinweg koordinieren, statt sie an einzelnen Konsolen abzuarbeiten. Die Lösung greife dabei auf Kontextinformationen aus den hauseigenen Produkten Hexnode UEM (Endpoint-Management), Hexnode XDR (Threat Detection and Response) und Hexnode IdP (Identity Provider) zu und erweitere Workflows auf angebundene Fremdsysteme.

Zum Start setzt Synapse laut Hersteller auf drei spezialisierte KI-Agenten_

  • Device Agent: Unterstützt die Ursachenanalyse, die Behebung von Compliance-Abweichungen, die Patch-Bereitstellung und Schwachstellenbehebung sowie die Gerätebereitstellung über Hexnode UEM.
  • Identity Agent: Unterstützt Zugriffsanfragen, Abläufe im Identitätslebenszyklus, Rollenänderungen und kontobezogene Aufgaben über Hexnode IdP.
  • Threat Agent: Unterstützt die Triage von Warnmeldungen, die Untersuchung von Bedrohungen und deren Eindämmung über Hexnode XDR.

Systemübergreifende Abläufe soll Synapse in einem einzigen Durchlauf abwickeln. Als Beispiel nennt Hexnode das Onboarding eines Mitarbeiters: Aus einer einzelnen Eingabe heraus lese die Lösung das HR-Profil aus, lege die Identität an, weise Lizenzen abteilungsabhängig zu, provisioniere Geräte und erfasse das zugehörige Ticket. Fehlen Lizenzen, erstelle Synapse ein Ticket und setze die Bereitstellung fort, sobald eine Lizenz frei werde.

Governance als Verkaufsargument

Einen Schwerpunkt legt Hexnode auf die Kontrolle über autonome Aktionen. Über sogenannte Leitplanken sollen Administratoren festlegen, was ein Agent eigenständig ausführen darf. Routineaufgaben laufen dem Anbieter zufolge autonom, während sensible Eingriffe wie das Löschen von Gerätedaten, die Isolierung eines Endpunkts oder Änderungen an privilegierten Zugriffsrechten vor der Ausführung einer benannten Person zur Freigabe vorgelegt werden.

Hexnode-Gründer und -CEO Apu Pavithran ordnete den Ansatz auf der HexCon26 so ein: „Routineaufgaben können selbstständig ablaufen. Alles mit weitreichenden Folgen wird einem Menschen vorgelegt. Und wenn das System unsicher ist, wird ebenfalls ein Mensch einbezogen. Autonomie ohne diese Kontrolle wird kein IT-Team einsetzen“. Jede autonome oder freigegebene Aktion werde in einem sogenannten Execution Centre protokolliert, das den Auslöser, die Entscheidung des Agenten, die freigebende Person und das Ergebnis festhält und exportierbar macht.

Verfügbarkeit

Als erste Fremdintegrationen nennt Hexnode ServiceNow, Zendesk, Microsoft Entra ID und BambooHR. Der Integrationskatalog solle in weiteren Phasen ausgebaut werden. Synapse startet nach Angaben des Herstellers noch in diesem Jahr in eine Testphase, die ausschließlich auf Einladung zugänglich ist. Preise oder ein Termin für die allgemeine Verfügbarkeit wurden nicht genannt.

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