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8 Experten zum Thema Industrie 4.0 – Teil 2

Die Zukunft der Smart Factory hat schon begonnen

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Harald Nehring, Prokurist E-Kettensysteme bei Igus: „Eine sichere Datenübertragung muss in der Fabrik von morgen in jedem Fall gewährleistet sein.“
Harald Nehring, Prokurist E-Kettensysteme bei Igus: „Eine sichere Datenübertragung muss in der Fabrik von morgen in jedem Fall gewährleistet sein.“
(Bild: Igus)

Harald Nehring, Prokurist E-Kettensysteme bei Igus : Die drahtgebundene Datenübertragung wird auch im Zeitalter von Industrie 4.0 noch von großer Bedeutung sein, da es vor allem dort um eine hohe Sicherheit geht. Daher ist es auch für uns ein wichtiges Thema, da Igus schon heute passende Komponenten dafür anbietet: So liefern wir Ethernet-Leitungen nach CAT7-Standard, die speziell auf den Einsatz in Energieketten konzipiert worden sind. Damit ermöglichen sie als welterste CAT7-Leitungen selbst bei hohen mechanischen Ansprüchen eine sichere Datenübertragung. Und diese muss in der Fabrik von morgen in jedem Fall gewährleistet sein. Denn gerade, wenn unterschiedliche Komponenten in der Prozess- und Lieferkette mehr und mehr miteinander kommunizieren, ist ein fehlerfreier Ablauf notwendig, damit es nicht zu unerwünschten Ausfällen kommt.

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Die CAT7-Leitung CFBUS.052 weist zur wesentlichen Erhöhung der Datensicherheit Geflecht-, Paarschirme und einen Geflechtgesamtschirm mit 90 Prozent optischer Bedeckung auf, der eine Funktionsfähigkeit auch nach Millionen von Biegezyklen in der Energiekette sicherstellt. Dies versprechen wir nicht nur so, sondern beweisen es auch – so hat diese Leitung in unserem eigenen Testlabor auch nach 40 Millionen Hüben noch funktioniert. Gerade bei Ethernet-Leitungen ist ein Ausfall dabei optisch nicht so erkennbar, wie es beispielsweise bei Steuerleitungen der Fall ist, da hier viel häufiger bloße Übertragungsstörungen oder eine schleichende Verschlechterung der Leitungseigenschaften auftreten. Eine permanente Überwachung der Leitungstests ist hierbei also unbedingt notwendig.

Wenn wir an die Zukunft und die Fabrik von morgen denken, sollten wir bei der Datenübertragung auch LWL-Leitungen mit einbeziehen. Denn gerade in der Industrie sind bei kupferbasierten Leitungen immer das Thema EMV-Schutz sowie die Längenlimitierung zu bedenken. Außerdem wird das Datenvolumen in der Zeit von Industrie 4.0 eher zu- als abnehmen. Auch hier bieten wir seit über 15 Jahren ein Programm an LWL-Leitungen für den dauerbewegten Einsatz in Energieketten an, für lineare Bewegungen oder auch Torsionen. Im Zusammenspiel mit leichten Energieketten aus Kunststoff, auf die die Werkstoffe der Chainflex Leitungen optimiert sind, lässt sich darüber hinaus Energie einsparen, da weniger Massen bewegt werden müssen.

Ein weiterer Begriff, der in Gesprächen über Industrie 4.0 immer wieder fällt, ist ‚Mass Customization‘, also die Masseneinzelfertigung von Produkten, um schnell aber auch flexibel produzieren zu können. Hier setzt Igus schon heute an und liefert auftragsbezogen an Kunden aus, sowohl im Bereich der schmierfreien Gleitlagertechnik als auch für E-Kettensysteme. Diese werden in unterschiedlichen Längen mit individuellen Maßen gefertigt, hier können sich Kunden auch online ohne Registrierung ihre Produkte zusammenstellen und sich ihre optimale Lösung nach Angabe von Länge der Kette, Höhe, Breite, Biegeradius und gegebenenfalls von besonderen Umgebungsbedingungen ausgeben lassen und direkt bestellen. Auch Komplettsysteme, sogenannte Readychains, bei denen Ketten samt Leitungen und Steckern vorkonfektioniert werden, gehören für uns zum normalen Tagesgeschäft.

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