OpenText wagt Ausblick

Die fünf wichtigsten KI-Trends für 2020

| Autor / Redakteur: Martin Hensel / Nico Litzel

Zach Jarvinen, Head of Technology Strategy AI and Analytics von OpenText
Zach Jarvinen, Head of Technology Strategy AI and Analytics von OpenText (Bild: OpenText)

Der Spezialist für Enterprise Information Management OpenText hat sich mit den fünf wichtigsten KI-Trends für Unternehmen befasst. Demnach sind Künstliche Intelligenz (KI), Machine Learning und Analytics weit mehr als bloße Hype-Themen.

Laut Zach Jarvinen, Head of Technology Strategy AI and Analytics von OpenText, werden Daten auch im kommenden Jahr die Zukunft bestimmen. Zudem geht der Experte von einer zunehmenden Verbreitung von KI aus, sofern die nötige Vorarbeit in Form der Wahl der richtigen Daten und der passenden Plattform geleistet wird. Besonders Potenzial erwartet Jarvinen in verschiedenen Bereichen: So könnte KI im Einzelhandel die Umsätze durch Cross-Selling antreiben, indem hyperpersonalisierte Inhalte durch intelligente Empfehlungen bereitgestellt werden. Predictive Maintenance könnte die Nutzung von Endgeräten maximieren. Weiteres Potenzial sieht der Fachmann bei der Objektbewertung von Immobilien, im Personal- und Gesundheitswesen sowie in der Finanzbranche.

Mehr Datenschutz und bessere Prozesse

Jarvinen erwartet zudem künftig neue regulatorische Entwicklungen rund um den Datenschutz. Bereits jetzt haben Unternehmen ihre strukturierten Daten gekennzeichnet und geordnet. Allerdings müssen auch unstrukturierte Informationen, wie beispielsweise gescannte Textdokumente, erfasst und geschützt werden. Dies gilt auch für archivierte Daten. KI-basierte Lösungen helfen bei der Lokalisierung und Verwaltung derartiger Informationen. Einen weiteren Trend sieht der Experte in der Entwicklung hin zu intelligenteren Enterprise-Prozessen. Dies reicht von der erweiterten Erfassung von Informationen aus unstrukturierten Dokumenten über die Einbindung in Business-Prozesse bis hin zu Trigger-basierten Reports.

Weiterentwickelte Chatbots

Auch die Chatbot-Technologie könnte künftig noch vielseitigeren Einsatz finden. Für verbraucherorientierte Unternehmen sind derartige Systeme ein wichtiger Faktor, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Zudem bieten Chatbots auch Möglichkeiten für interne Hilfestellung, etwa im Personalwesen und Recruiting, bei der Ausbildung, bei Bestellprozessen oder in Form virtueller Assistenten.

Abschließend sieht Jarvinen auch eine Herausforderung aufkommen: Es gilt, eine Verzerrung der KI zu vermeiden. Diese kann beispielsweise aus der Übertragung von Annahmen und Vorurteilen der Entwickler und User entstehen. In die KI eingebettete Datenproben müssen deshalb besonders robust sein, um Subjektivität zu minimieren und vertrauenswürdige Erkenntnisse zu ermöglichen. Ansonsten könnten die Ergebnisse möglicherweise nicht die Realität widerspiegeln, was weitreichende Folgen haben kann. Um derartige Verzerrungen zu vermeiden, sollten KI-Modelle umfassend trainiert und kontrolliert werden.

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