IT-Awards 2024 Die beliebtesten Business-Intelligence-Anbieter

Von Martin Hensel 4 min Lesedauer

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Im Zuge der immer weiter voranschreitenden Digitalisierung sammeln Unternehmen täglich große Mengen an Daten aus internen und externen Quellen. Auf dieser Grundlage sind fundierte, datengetriebene Entscheidungen möglich, die im Geschäftsalltag vorteilhaft sind. Moderne Business-Intelligence-Systeme stellen zu diesem Zweck die erforderlichen Prozesse und Werkzeuge bereit.

Die schnelle und präzise Analyse von Geschäftsdaten jeglicher Art ist ein wichtiger Faktor für Erfolg. Moderne Lösungen für Business Intelligence (BI) sind hier unverzichtbare Helfer.(Bild:  Murrstock - stock.adobe.com)
Die schnelle und präzise Analyse von Geschäftsdaten jeglicher Art ist ein wichtiger Faktor für Erfolg. Moderne Lösungen für Business Intelligence (BI) sind hier unverzichtbare Helfer.
(Bild: Murrstock - stock.adobe.com)

Die schnelle und präzise Analyse von Geschäftsdaten jeglicher Art ist ein wichtiger Faktor für Erfolg und Wettbewerbsfähigkeit in der modernen Business-Welt. Datengetriebene Entscheidungsfindung ermöglicht die Umsetzung zielgenauer Geschäftsmaßnahmen und eröffnet manchmal sogar völlig neue Geschäftsmodelle.

Moderne Lösungen für Business Intelligence (BI) sind dabei unverzichtbare Helfer und auch als Entscheidungsunterstützungssysteme („Decision Support Systems“, DSS) bekannt. Vereinfacht zusammengefasst vereinen derartige Systeme alle nötigen Tools und Funktionen, um die benötigten Daten zu aggregieren und aufzubereiten. Anschließend werden zielgenaue Analyse und Visualisierung der Ergebnisse ermöglicht. BI-Systeme nutzen sowohl aktuelle als auch historische Daten, um den aktuellen Stand der Unternehmen mit bisherigen Ergebnissen zu vergleichen. Dies wird auch als „deskriptive Analyse“ bezeichnet.

Altbekannt und unverzichtbar

Der Begriff „Business Intelligence“ oder auch Geschäftsanalytik wird der Wirtschaftsinformatik zugerechnet. Als erstmalige Erwähnung gilt der Artikel „A Business Intelligence System“ des deutschen Informatikers Hans Peter Luhn, der 1958 im „IBM-Journal“ erschien. In jüngerer Zeit prägte Howard Dresner, ein Analyst der Gartner Group, ab etwa 1989 die heute übliche Verwendung sowie den weiterführenden Begriff des „Business Performance Managements“ (BPM).

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Als Zielgruppe von BI-Systemen gelten meist Unternehmenslenker und Führungskräfte, aber auch zunehmend Manager und Fachanwender. Sie erhalten durch den Einsatz der Lösungen nicht nur belastbare Erkenntnisse rund um die Geschäftsentwicklung, sondern könne diese auch in Form einfach verständlicher Berichte, Dashboards und Visualisierungen unkompliziert mit Kollegen und Partnern teilen und besprechen.

Vorteile im Geschäftsalltag

BI-Systeme begünstigen zahlreiche wichtige Geschäftsprozesse in Unternehmen, darunter beispielsweise die Optimierung von Abläufen, Leistungs- und Ergebnisverbesserungen oder die Identifizierung, Behebung und Prävention von Problemen. Typische Einsatzbereiche sind vor allem Finanzabteilungen, Controlling und Berichtswesen sowie Markt- und Kundenanalyse, wo die Plattformen aufgrund umfangreicher Automatisierungsmöglichkeiten für Zeitersparnis sorgen.

Dank umfangreicher Self-Service-Optionen und der Integration von KI-Verfahren werden BI-Plattformen mittlerweile auch in anderen Abteilungen genutzt. Beispiele dafür sind das Marketing, wo BI für das Tracking der Ergebnisse aktueller und die Planung künftiger Werbekampagnen zum Einsatz kommt, sowie das Personalwesen, wo BI das Management der Belegschaft vereinfacht und für maßgeschneiderte Neueinstellungen sorgen kann.

Die Liste möglicher Vorteile von BI-Plattformen ist lang. Am schwersten dürfte hier die Möglichkeit schneller und faktenbasierter Entscheidungsfindung wiegen, die auf belastbaren Geschäftsdaten basiert und zudem Prognosen künftiger Entwicklungen gestattet. BI ermöglicht zudem die Überwachung wichtiger Kennzahlen („Key Performance Indicators“, KPI) in Echtzeit sowie die stetige Optimierung bestehender Prozesse und Abläufe. Allgemein erhöht sich die betriebliche Effizienz, da Mitarbeiter und Manager weit weniger Zeit für die Ermittlung wichtiger Kennzahlen und Entwicklungen aufwenden müssen. Letztlich sorgt der Einsatz von BI-Systemen auch für bessere Betriebsergebnisse. Trends und Marktlücken lassen sich schneller identifizieren und das allgemeine Verständnis für geschäftsrelevante Zusammenhänge und Risiken verbessert sich ebenfalls.

Blick unter die Motorhaube

Je nach Anbieter und Einsatzzweck sind Aufbau und Umfang der meist komplexen BI-Plattformen verschieden. Vereinfacht dargestellt besteht ihre Funktionsweise aus drei wesentlichen Schritten: Zunächst werden die die erforderlichen Daten gesammelt („Data Delivery“), beispielsweise aus vorhandenen ERP-Systemen („Enterprise Resource Planning“) oder Data Warehouses. Die Datenermittlung an sich findet per Online-Transaktionsverarbeitung („Online Transaction Processing“, OLTP) statt.

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Anschließend erfolgt die Aufbereitung, Korrelation und Bereitstellung der gesammelten Daten per OLAP („Online Analytical Processing“). In diesem Zuge erkennt das BI-System auch Muster und Abweichungen, kann Analysen in Echtzeit durchführen oder Data Mining betreiben. In der letzten Phase folgt dann die Kommunikation der Ergebnisse sowie deren Integration in das bestehende Wissensmanagement.

Die meisten BI-Lösungen bieten benutzerfreundliche Assistenten und KI-getriebene Chatbots an. Sie sorgen dafür, dass auch Anwender ohne tiefgreifende Analytics-, Statistik- oder Programmierkenntnisse zu aussagekräftigen Ergebnissen gelangen und selbst Berichte und Reportings erstellen können. Zudem lassen sich interaktive Dashboards generieren, die Erkenntnisse einfacher vermitteln und den flexiblen Zugriff auf Datenbasis und Informationen erlauben.

Stabiler Markt mit anhaltendem Wachstum

Das BI-Segment ist dank seiner wichtigen Rolle ein stabiler Marktbereich, der stetig weiterwächst. Laut aktuellen Zahlen der Marktforscher von Statista Market Insights wird in diesem Jahr ein weltweites Gesamtmarktvolumen von rund 27,8 Milliarden US-Dollar erwartet. Bis 2029 wird ein Wachstum auf rund 36,4 Milliarden US-Dollar prognostiziert. Dies würde einer jährlichen Zuwachsrate („Compound Annual Growth Rate“, CAGR) von rund 5,5 Prozent entsprechen. Als Wachstumstreiber gelten vor allem der zunehmende Trend hin zu Cloud-basierten BI-Lösungen sowie eine steigende Nachfrage nach ortsunabhängig einsetzbaren sowie KI-getriebenen BI-Systemen.

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