IT-Awards 2023 Die beliebtesten Business-Intelligence-Anbieter

Von Martin Hensel 3 min Lesedauer

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Daten- und faktenbasierte Entscheidungen sind der Königsweg der Unternehmensführung. Doch sie erfordern eine Menge belastbarer Daten, deren Auswertung und schließlich eine verständliche Aufbereitung. Business-Intelligence-Systeme stellen die nötigen Modelle, Methoden und Visualisierungsmöglichkeiten bereit.

Lösungen für Business Intelligence vereinen alle nötigen Funktionen, um Daten zu aggregieren, zu analysieren, aufzubereiten und zu präsentieren.(Bild:  © Ticha - stock.adobe.com)
Lösungen für Business Intelligence vereinen alle nötigen Funktionen, um Daten zu aggregieren, zu analysieren, aufzubereiten und zu präsentieren.
(Bild: © Ticha - stock.adobe.com)

Der Zugriff auf fundierte Analysen und aktuelle Daten ist im Unternehmensalltag unverzichtbar und hat längst die traditionell weitverbreitete „Bauchentscheidung“ abgelöst. Lösungen für Business Intelligence (BI) vereinen alle nötigen Funktionen, um die nötigen Daten zu aggregieren, zu analysieren, aufzubereiten und zu präsentieren. Zielgruppe sind dabei nicht nur Unternehmensleiter und Führungskräfte, sondern auch Manager und Fachanwender. BI-Systeme ermöglichen ihnen nicht nur Erkenntnisse für die eigene Geschäftstätigkeit zu gewinnen, sondern auch das Teilen ihrer Daten und Analysen über Berichte, Dashboards und Visualisierungen.

Der Begriff „Business Intelligence“ oder auch Geschäftsanalytik zählt zur Wirtschaftsinformatik. Erstmals wurde er 1958 im „IBM-Journal“ im Artikel „A Business Intelligence System“ vom deutschen Informatiker Hans Peter Luhn genutzt. Ab etwa 1989 prägte Howard Dresner, ein Analyst der Gartner Group, die heute übliche Verwendung und den weiterführenden Begriff des „Business Performance Managements“.

Ziele und Vorteile

BI-Tools wurden zunächst hauptsächlich von Datenanalysten genutzt. Typische Einsatzbereiche fanden sich vor allem in Finanzabteilungen, Controlling und Berichtswesen sowie der Markt- und Kundenanalyse, wo die Systeme insbesondere aufgrund ihrer Automatisierungsmöglichkeiten für Zeitersparnis sorgten. Mittlerweile wird BI auf deutlich breiterer Front in Unternehmen eingesetzt, was nicht zuletzt den immer weitreichenderen Self-Service-Funktionen der BI-Plattformen und der rasant zunehmenden Bedeutung von Big Data quer durch alle Abteilungen zu verdanken ist.

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Als wesentliche Vorteile von BI-Lösungen gelten vor allem schnellere und bessere Entscheidungsprozesse, da sie von aktuellen Unternehmensdaten gestützt werden und auch Vorhersagen ermöglichen. Zudem sorgen optimierte Prozesse für höhere betriebliche Effizienz, was letztlich auch zu verbesserten Geschäftsergebnissen führt. Gleichzeitig wird die Wettbewerbsfähigkeit sichergestellt und für Innovationspotenzial gesorgt, da die BI-Ergebnisse sowohl beim Identifizieren möglicher Probleme als auch von Trends oder gar Marktlücken helfen können.

Aufbau im Überblick

BI-Plattformen sind komplex und unterscheiden sich je nach Anbieter und Einsatzzweck. Grundlegend besteht ihr Aufbau aber meist aus drei Phasen: Zunächst werden die benötigen Daten gesammelt oder erhoben („Data Delivery“), etwa aus vorhandenen ERP-Systemen („Enterprise Resource Planning“). Die Erfassung erfolgt per Online-Transaktionsverarbeitung (OLTP) oder beispielsweise über Data Warehouses.

In der nächsten Phase folgt das Online Analytical Processing (OLAP). Unter diesem Überbegriff werden Datenaufbereitung, -korrelation und -bereitstellung zusammengefasst. Hierbei handelt es gleichzeitig um den Mittelpunkt einer BI-Lösung, da hier Muster und Abweichungen erkannt, Echtzeit-Analysen durchgeführt oder Data Mining betrieben werden können. Anschließend folgt in der letzten Phase die Kommunikation der Ergebnisse sowie deren Integration in das bestehende Wissensmanagement.

Für die Erstellung von Berichten und Reportings sind mittlerweile benutzerfreundliche, oftmals KI-gestützte Assistenten an Bord, die auch ohne tiefgreifende Analytics-, Statistik- oder Programmierkenntnisse der Nutzer zu aussagekräftigen Ergebnissen führen. Interaktive Dashboards erleichtern die Vermittlung der Erkenntnisse und gestatten zudem den flexiblen Zugriff auf die genutzten Daten und Informationen.

Stabiles Marktwachstum erwartet

Business Intelligence ist ein wichtiger Faktor für Unternehmen und stellt daher ein entsprechend großes Marktsegment dar. Laut Angaben von Statista wird sich im aktuellen Jahr das weltweite Gesamtvolumen voraussichtlich auf 25,73 Milliarden US-Dollar belaufen. Bis 2028 soll dieser Wert auf 34,16 Milliarden US-Dollar ansteigen, was einer jährlichen Zuwachsrate („Compound Annual Growth Rate“, CAGR) von 5,83 Prozent entsprechen würde. Als Wachstumstreiber gelten unter anderem der hohe Bedarf an Dateneinblicken, Kundenanalysen und optimierten Geschäftsprozessen.

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