Kommentar von Dr. Andreas Böhm, One Data Warum Unternehmen eine Data Conscious Culture brauchen

Von Dr. Andreas Böhm 2 min Lesedauer

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Daten bestimmen den Erfolg von Unternehmen – doch ihre Nutzung bleibt oft hinter den Möglichkeiten zurück. Während digitale Innovationen immer stärker datengetrieben sind, verhindern gewachsene Strukturen, isolierte Systeme und mangelnde Datenkompetenz eine effektive Nutzung. Eine Data Conscious Culture, auf Deutsch: datenbewusste Kultur, schafft die Voraussetzungen, um Daten strategisch einzusetzen und Unternehmen für die Zukunft wettbewerbsfähig zu machen.

Der Autor: Dr. Andreas Böhm ist CEO von One Data(Bild:  One Data)
Der Autor: Dr. Andreas Böhm ist CEO von One Data
(Bild: One Data)

Daten sind nicht nur ein Hilfsmittel, sondern eine strategische Ressource, die Innovationen antreibt und fundierte Entscheidungen ermöglicht. Ob Künstliche Intelligenz, Generative AI, Business Intelligence oder Process Mining – moderne Technologien können ihr Potenzial nur dann voll entfalten, wenn Unternehmen über qualitativ hochwertige, verfügbare und wiederverwendbare Daten verfügen. Doch genau daran hapert es oft.

Der Kulturwandel beginnt bei der Führungsebene

Ein grundlegender Wandel im Umgang mit Daten beginnt immer an der Spitze des Unternehmens. Eine Studie von One Data zeigt, dass nur 34 Prozent der C-Level-Manager regelmäßig mit Unternehmensdaten arbeiten – 22 Prozent halten sie sogar für irrelevant. Diese Haltung muss sich ändern. Führungskräfte müssen nicht nur die Bedeutung von Daten erkennen, sondern aktiv mit gutem Beispiel vorangehen und eine datengetriebene Denkweise vorleben.

Datenverantwortung gezielt verankern

Um eine Data Conscious Culture erfolgreich zu etablieren, braucht es eine klare Verantwortlichkeit auf oberster Ebene. Dennoch zeigt die Studie, dass nur 17 Prozent der Unternehmen in Deutschland über einen Chief Data Officer (CDO) verfügen. Diese Rolle ist jedoch entscheidend: Der CDO sorgt dafür, dass Daten qualitativ hochwertig und unternehmensweit verfügbar sind und dass alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter befähigt werden, datengetriebene Entscheidungen zu treffen.

Informationsbarrieren überwinden und eine offene Datenkultur fördern

In vielen Unternehmen sind Daten über verschiedene Abteilungen verstreut, was den Zugriff erschwert. Um das volle Potenzial auszuschöpfen, müssen diese Silos aufgebrochen werden. Transparenz ist hierbei essenziell. Eine Data-Mesh-Architektur kann beispielsweise dabei helfen, das Datenmanagement zu dezentralisieren und die Verantwortung direkt in den Teams zu verankern. So entstehen Synergien, die Agilität und Zusammenarbeit fördern.

Datenkompetenz als Schlüssel zum Erfolg

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen befähigt werden, selbstständig mit Daten zu arbeiten. Daher ist ein gezieltes Skill-Management notwendig. Unternehmen sollten Trainings und Schulungen strategisch aufbauen, um Mitarbeiter mit den nötigen Kompetenzen auszustatten. Wer darüber hinaus kollaborative Initiativen zur Data Governance belohnt, schafft zusätzliche Anreize für eine nachhaltige Verhaltensänderung.

Die richtige Technologie als Enabler

Technologische Lösungen spielen eine zentrale Rolle, um Daten nutzbar zu machen. Die eingesetzten Tools sollten es allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – auch ohne tiefgehende Statistikkenntnisse – ermöglichen, datengetriebene Entscheidungen zu treffen. Data Products können hier Abhilfe schaffen, indem sie Rohdaten in handlungsrelevante Insights umwandeln. Ein zentraler Marktplatz für Daten, der den Zugriff und Austausch erleichtert, kann die Zusammenarbeit weiter stärken.

Fazit: Entscheidungsträger müssen Wandel aktiv gestalten

Die Bedeutung von Daten für den Unternehmenserfolg ist unbestritten. Doch um ihr volles Potenzial auszuschöpfen, müssen Führungskräfte den Kulturwandel aktiv vorantreiben. Die Etablierung einer Data Conscious Culture erfordert eine klare Verantwortungsstruktur, den Abbau von Silos, gezielte Schulungen sowie die richtige technologische Unterstützung. Langfristig wird sich dieser Wandel nicht nur in der Wettbewerbsfähigkeit einzelner Unternehmen, sondern in der Innovationskraft der gesamten Wirtschaft widerspiegeln. Es liegt an den Entscheidungsträgern, diesen Wandel aktiv zu gestalten.

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