Kommentar von Andreas Wartenberg, Hager Unternehmensberatung

Wie fit ist Ihr Unternehmen für das Zeitalter der KI?

| Autor / Redakteur: Andreas Wartenberg / Nico Litzel

Der Autor: Andreas Wartenberg ist Geschäftsführer der Hager Unternehmensberatung und Chairman of the Board der Horton Group International
Der Autor: Andreas Wartenberg ist Geschäftsführer der Hager Unternehmensberatung und Chairman of the Board der Horton Group International (Bild: Hager Unternehmensberatung)

Künstliche Intelligenz (KI) ist kein Hype-Thema, das nur in Science-Fiction vorherrscht. Sie ist in fast allen Branchen anzutreffen und präsentiert sich in vielen Lebensbereichen.

Die Taktrate, mit der KI-affine Unternehmen technologische Innovationen hervorbringen, legt ein rasantes Tempo vor. Immer häufiger wird KI zur Optimierung und Automatisierung von Prozessen eingesetzt. Die Anwendungsmöglichkeiten reichen von der Datenanalyse über Chatbots bis hin zu neuen Dienstleistungen, Produkten und Geschäftsmodellen.

Datenanalysen für Entscheidungsprozesse führen das Anwendungsranking mit geschätzten 70 Prozentpunkten die Nutzerquote an. Viele Unternehmen beziehen KI in die Planung neuer, digitaler Geschäftsmodelle ein. Innovationen, beziehungsweise Disruptionen, kommen beim KI-Einsatz aktuell weiterhin zu kurz. Hier sind die Unternehmen oftmals noch sehr zurückhaltend.

Mehr Effizienz

Wenn man KI durch die Brille der Spitzenforschung und Wissenschaft betrachtet, sind wir noch weit entfernt davon, künstlich eine menschengleiche oder -ähnliche Intelligenz zu erschaffen. Ob und wann wir in der Lage sind, Künstliche Intelligenz auf dem Niveau des Menschen oder der noch übertreffenden Superintelligenz zu erfahren, können selbst Wissenschaftler nicht voraussagen.

Bei den häufigsten Einsatzgebieten der KI geht es vor allen Dingen darum, dass Maschinen und Software routinierte Aufgaben von Menschen übernehmen. Zahlreiche Unternehmensprozesse sind schneller, einfacher und vor allem effizienter. Die Wettbewerbsfähigkeit steigt und die Fehlerrate sinkt. Ein erstrebenswertes Ziel vieler Unternehmen. Doch jede Medaille hat auch eine Kehrseite.

Kommt ein Massenphänomen auf uns zu?

Die Analysten von Gartner sprechen bereits von einer Demokratisierung der KI. Innerhalb von zehn Jahren werde sie sich zum Massenphänomen entwickelt haben. Gartner unterscheidet zwischen einer sogenannten schwachen KI-Lösung für sehr spezifische Einsatzbereiche – und der starken KI-Anwendung für einen breiten Einsatz. Als Beispiel unter diesem Megatrend nennt Gartner „Deep Neural Nets“ und virtuelle Assistenten. Diese werden ihren kompletten Durchbruch in den nächsten Jahren erleben und eventuell als Massenphänomen „gehypt“ werden.

KI-Experten sind kaum zu bekommen

Dieses Phänomen oder besser gesagt dieses allseits „verlockende unternehmerische Ziel“ zeigt jedoch seine Kehrseite bei der Suche der passenden Experten. Der Arbeitsmarkt – insbesondere der für ITler – ist wie leergefegt. Da aktuell bei dem vorherrschenden Trend in Richtung KI viele Arbeitgeber um die Gunst der besten Köpfe buhlen, ist es nicht überraschend, dass die unschöne Seite der Medaille die allseits zitierte Suche nach der Nadel im Heuhaufen ist.

Fazit

Künstliche Intelligenz betrifft alle Unternehmen, Branchen und Bereiche und wird uns in naher Zukunft als Massenphänomen begegnen. Neben einem ausgereiften Masterplan, um diese Technologie erfolgreich einzusetzen und anzuwenden oder gar zu trainieren, sind qualifizierte Experten erforderlich. Diese sollten jedoch nicht durch kurzfristigen Aktionismus rekrutiert werden – zumal die Kunst zunächst darin besteht, sie auch zu finden. Vielmehr könnte eine Strategie sein, eine HR Pipeline zu installieren und die personelle Decke strategisch zu planen. Ergänzend kann eine professionelle Beratung helfen, den Markt nach fehlenden Stellen zu sondieren.

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