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Künstliche Intelligenz Top-Management fremdelt mit KI

| Autor / Redakteur: Christoph Kurth / Nico Litzel

Laut einer aktuellen Studie des IT-Dienstleisters Adesso zählt Künstliche Intelligenz (KI) zu den wichtigsten Technologien, um sich Wettbewerbsvorteile zu sichern. Dennoch sind viele Unternehmen bei der Umsetzung konkreter Projekte noch recht zurückhaltend, ganz besonders das Top-Management.

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Das Top-Management zeigt sich beim Thema KI noch zurückhaltend.
Das Top-Management zeigt sich beim Thema KI noch zurückhaltend.
(Bild: adesseo SE)

Von den befragten Führungskräften sind 90 Prozent der Meinung, dass Unternehmen, die in den nächsten fünf Jahren in KI investieren, Wettbewerbsvorteile für ihr Unternehmen sichern können. Die Mehrzahl (82 Prozent) ist auch der Überzeugung, dass Künstliche Intelligenz gerade erst am Anfang ihrer Möglichkeiten steht.

Das Top-Management und die KI

Das Top-Management, verglichen mit dem Durchschnitt, sieht das ein wenig anders. Etwa 72 Prozent der befragten Vorstände und Geschäftsführer gehen von Wettbewerbsvorteilen aufgrund von KI-Investitionen aus.

Der Studie zufolge gaben 27 Prozent der Führungskräfte an, bereits Text-Chats, beispielsweise auf Webseiten, einzusetzen oder den Einsatz zu planen. Allerdings sind nur 7 Prozent der Vorstände und Geschäftsführer darüber informiert.

Ähnlich verhält es sich mit den Weiterbildungsmaßnahmen. Während diese bereits bei 21 Prozent der Führungskräfte umgesetzt werden, sind es beim Top-Management nur 3 Prozent.

Gründe für den Unterschied

Als mögliche Ursache für diese Diskrepanz gibt die Studie zwei Ursachen an. Zum einen hat das Management, besonders bei großen Unternehmen, nicht jedes KI-Detail im Blick. Hinzu kommt, dass selbst die oberste Führungsetage auch bei strategischen Maßnahmen, wie KI-Weiterbildungen im eigenen Unternehmen, nicht ausreichend informiert ist.

Volker Gruhn, Aufsichtsratsvorsitzender und Gründer der Adesso SE, sagt: „Aktuell scheint das Top-Management beim Planen und Umsetzen von KI-Projekten noch zu zögern. Aber ich bin davon überzeugt, dass sich das ändern wird. Denn das Potenzial, das in KI-Anwendungen steckt, ist zu groß, um es langfristig zu ignorieren. Aber eine umfangreiche KI-Strategie lässt sich nur mit der Unterstützung aus der Unternehmensleitung realisieren.“

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