Lünendonk-Studie 2025 PoC-Stau bremst KI – Agentic AI zwischen Hype und Realität

Von Berk Kutsal 1 min Lesedauer

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Deutsche Unternehmen experimentieren intensiv mit Künstlicher Intelligenz (KI), doch nur wenige schaffen den Sprung in die breite Nutzung. Laut Lünendonk bleibt die Skalierung der größte Engpass. Gleichzeitig gelten KI-Agenten immer noch als Hoffnungsträger: Erste Tests laufen, Erwartungen sind hoch.

Trotz vieler PoCs hakt die KI-Skalierung in Unternehmen. Laut Lünendonk rückt Agentic AI nach – mit Pilotprojekten in Service, Backoffice und Security.(Bild:  KI-generiert)
Trotz vieler PoCs hakt die KI-Skalierung in Unternehmen. Laut Lünendonk rückt Agentic AI nach – mit Pilotprojekten in Service, Backoffice und Security.
(Bild: KI-generiert)

Die Studie „AI Transformation 2025“ von Lünendonk zeigt: Trotz zahlreicher Proof-of-Concepts (PoC) gelingt es den wenigsten Unternehmen, ihre KI-Prototypen in den operativen Betrieb zu überführen.

Infografik zur Lünendon-Studie „AI Transformation – Von der Experimentierphase zur produktiven Skalierung“(Bild:  Lünendonk & Hossenfelder GmbH)
Infografik zur Lünendon-Studie „AI Transformation – Von der Experimentierphase zur produktiven Skalierung“
(Bild: Lünendonk & Hossenfelder GmbH)

Nur rund 30 Prozent der Befragten schaffen es, mehr als ein Viertel ihrer Prototypen zu skalieren. Der Flaschenhals liege dabei nicht in der Technik, sondern in Organisation, Datenqualität und Change-Management. Erfolgreiche Unternehmen setzen auf klare Verantwortlichkeiten, frühe Einbindung von Fachbereichen und eine belastbare Datenbasis.

Parallel rückt „Agentic AI“ in den Fokus. 20 Prozent der Unternehmen testen bereits mit Agenten, 18 Prozent setzen sie punktuell ein – vor allem in Backoffice-Prozessen, in der Cybersicherheit und im Kundenservice. Allerdings bremsen fehlende Integration, Datenverfügbarkeit und Nachvollziehbarkeit eine breitere Einführung. 73 Prozent der Studienteilnehmer erwarten dennoch, dass agentenbasierte Systeme bis 2028 an Relevanz gewinnen werden.

Als zentrale Erfolgsfaktoren für die KI-Skalierung nennen die Befragten Business-Nutzen (60 Prozent), Data Governance (56 Prozent) und Zusammenarbeit zwischen IT und Fachbereichen (54 Prozent). Bei den Top-Performern liegt die Gewichtung noch höher: 80 Prozent heben die Zusammenarbeit hervor, 66 Prozent betonen den Übergang von Test in Produktion, 63 Prozent die Datenbasis.

Aber die eigentliche Bewährungsprobe steht noch bevor: Agenten müssen beweisen, dass sie nicht nur Demos liefern, sondern nachhaltigen ROI in großflächigen Deployments erzeugen.

* Für die Lünendonk-Studie „AI Transformation – Von der Experimentierphase zur produktiven Skalierung“ wurden 150 IT- und Business-Verantwortliche mittelständischer und großer Unternehmen aus diversen Branchen befragt. Die Studie wurde in fachlicher Zusammenarbeit mit Gofore, Materna, QAware, Randstad Digital und Senacor realisiert.

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