KI-basierte Version von Zoho Analytics Self-Service-BI- und Analyseplattform erhält KI- und ML-Funktionen

Von Bernhard Lück 3 min Lesedauer

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Zoho erweitert seine Self-Service-BI- und Analyseplattform Zoho Analytics. Für diagnostische Einblicke, prädiktive Analysen und die automatische Erstellung von Reports und Dashboards stehe nun die Unterstützung von Künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen zur Verfügung.

Durch generative KI-Funktionen in Zoho Analytics sollen Anwender noch schneller und einfacher wichtige Erkenntnisse aus ihren Daten gewinnen können.(Bild:  Zoho)
Durch generative KI-Funktionen in Zoho Analytics sollen Anwender noch schneller und einfacher wichtige Erkenntnisse aus ihren Daten gewinnen können.
(Bild: Zoho)

Zu den Neuerungen von Zoho Analytics gehören eine benutzerdefinierte Lösung zur Erstellung von Machine-Learning-Modellen, die nahtlose Integration mit OpenAI sowie Erweiterungen der BI-Plattformen von Drittanbietern. Zoho zufolge bringt die aktuelle Version Verbesserungen in den vier Schlüsselbereichen Datenmanagement, KI, Data Science und Machine Learning sowie in Sachen Erweiterbarkeit.

Data Management Hub

Beim Datenmanagement seien nun genauere und besser umsetzbare Entscheidungen sowie tiefere Einblicke möglich, z. B. gesellen sich zu den mehr als 500 bereits verfügbaren Konnektoren und Stream Analytics nun 25 neue Datenkonnektoren hinzu. Unternehmen könnten dadurch auf einen zentralen Datenspeicher zugreifen, der Daten aus einer Vielzahl von Datenbanken enthält, um genauere und effizientere Analysen durchzuführen.

Auch komplexe ETL-Datenpipelines könnten ab sofort innerhalb der Plattform generiert und verwaltet werden:

  • Erstellen von End-to-End-Datenpipelines mit dem visuellen Builder von Zoho Analytics,
  • Erstellen von benutzerdefinierten Transformationen und ML-Modellen mit dem Python Code Studio der Plattform,
  • Transformieren von Daten in natürlicher Sprache mit Ask Zia, dem KI-Copiloten von Zoho,
  • Zugriff auf ein automatisches Versionierungssystem und einer neuen Sandbox-Umgebung,
  • Orchestrierung von Datenpipelines mit Zoho Flow.

Mit dem Unified Metrics Layer könnten Nutzer alle wichtigen Geschäftskennzahlen an einem Ort vereinheitlichen, überwachen, kontrollieren und katalogisieren. Zudem könne die Plattform im Headless-BI-Modus betrieben werden, sodass Datenanwendungen dieselben Metriken in Echtzeit nutzen könnten, um dadurch konsistente und zuverlässige Einblicke zu gewinnen.

Business Intelligence und GenAI

Mithilfe der neuen generativen KI-Funktionen sollen Anwender jetzt noch schneller und einfacher wichtige Erkenntnisse aus ihren Daten gewinnen können. Damit stünden noch genauere, kontextbezogene und leicht zugängliche Einblicke und Maßnahmen zur Verfügung, um die Nutzung der Plattform zu optimieren:

  • Zia Insights, die KI-basierte, automatisierte Insights Engine von Zoho, biete nun kontextbezogene diagnostische Analysen und führe mit Decision Intelligence einen Ansatz ein, der Datenanalyse, KI und Machine Learning kombiniert, um Entscheidungsprozesse auf Grundlage der verfügbaren Daten einfacher zu gestalten.
  • Mit den neuen Funktionen von Ask Zia, dem KI-Copiloten von Zoho, sei es Anwendern möglich, Aktionen in drei verschiedenen Sprachen (Englisch, Spanisch und Französisch) auszulösen und benutzerdefinierte Datenmodelle zu erstellen. Die Nutzer könnten nun auch mit Ask Zia in Instant-Messaging-Kanälen, einschließlich Microsoft Teams, chatten, um tiefere, schnellere und kontextuelle Einblicke zu erhalten.
  • Die neue KI-gestützte Funktion Auto Analysis übernehme die automatische Erstellung von Metriken, Berichten und Dashboards.
  • Die nahtlose OpenAI-Integration von Zoho Analytics, realisiert durch Retrieval-Augmented Generation (RAG), sorge für relevantere und genauere Antworten. Durch die Verwendung der OpenAI-APIs mit BYOK (Bring Your Own Key, ein Sicherheitskonzept, bei dem Unternehmen ihre eigenen Verschlüsselungen einsetzen) könnten Anwender öffentliche Datensätze leichter finden und Formeln sowie SQL-Abfragen erstellen.

Data Science und Machine Learning

Mit der Data-Science-and-Machine-Learning-Lösung DSML Studio sollen Anwender benutzerdefinierte maschinelle Lernmodelle für spezifische Geschäftsanforderungen einfach und schnell erstellen können. Die Modelle könnten z.B. dafür eingesetzt werden, um Kundenabwanderungen zu analysieren und vorauszusagen. Die Funktionen von DSML im Überblick:

  • AutoML, ein No-Code-Assistent zur einfachen Erstellung von benutzerdefinierten ML-Modellen: Mit Feature-Engineering, Hyperparameter-Abstimmung und Modellanalysen könnten Anwender ihre Modelle trainieren, testen, vergleichen, einsetzen und verwalten.
  • Mit Code Studio steht eine integrierte Python-Code-Umgebung zur Verfügung, um benutzerdefinierte ML-Modelle zu erstellen oder um Python-Modelle oder extern erstellte Bibliotheken zu importieren und innerhalb der Plattform auszuführen.

Erweiterbare Plattform

Zoho Analytics lasse sich umfassend erweitern und ermögliche es Unternehmen, Daten, die über mehrere Tools und Plattformen hinweg verteilt gespeichert sind, zu synchronisieren und zu standardisieren. So könnten eingehende Analysen durchgeführt und wichtige Erkenntnisse aus dem Datenkapital gewonnen werden. Die Funktionen auf einen Blick:

  • Die neue BI Fabric von Zoho Analytics versetze Unternehmen in die Lage, Erkenntnisse aus mehreren BI-Plattformen wie Power BI und Tableau in einem einzigen, leicht zugänglichen und durchsuchbaren Analyseportal zu vereinen. Der Zugriff auf das Portal sei über fein abgestufte Zugriffsrechte steuerbar.
  • Innerhalb von Zoho Analytics können Benutzer Workflows auslösen, einschließlich URL- und Webhook-Aktionen. Die Plattform lasse sich nahtlos in Zoho Flow integrieren und ermögliche mehr als 500 App-Trigger.
  • Zoho Analytics verfügt über einen No-Code-Datenkonnektor. Damit könnten Anwender benutzerdefinierte Konnektoren erstellen, um Daten aus jeder benutzerdefinierten Anwendung zu übertragen. Partner seien nun ebenfalls in der Lage, Datenkonnektoren zu erstellen und sie auf dem Zoho Marketplace anzubieten.

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