Kommentar von Nathan Jagoda, Information Builders

Mit Self-Service-BI ungenutzte Potenziale erschließen

Seite: 3/4

Firmen zum Thema

Datenermittlungstools, wie sie in der Vergangenheit implementiert wurden, kommen hier schnell an ihre Grenzen – noch dazu, wenn durch Self-Service-BI die Anwenderzahlen und die Anforderungen beträchtlich steigen. Eine Lösung bieten flexible BI-Plattformen. Sie verarbeiten validierte Daten genau dann, wenn der Anwender sie benötigt. So hat der Nutzer immer Zugriff auf die aktuellsten Informationen, kann effektiv arbeiten und seine Entscheidungen auf Grundlage aktueller, gesicherter Daten treffen.

Unterschiedliche Aufbereitung und Bearbeitungsmöglichkeiten

Qualitativ hochwertige Daten sind die Grundvoraussetzung für Unternehmen, um aus den gesammelten Informationen maximalen Nutzen zu ziehen. Ein weiterer wichtiger Schritt, auf dem Weg das Potenzial der Daten zu erschließen, ist die richtige, nutzerorientierte Aufbereitung der Daten. Dabei ist jedoch zu bedenken, dass die Anwender sich in ihren Erwartungen an die Aufbereitung der Daten und die Möglichkeit der Datenbearbeitung teils deutlich unterscheiden. Auch dürfen sie weder überfordert werden, noch sollten sie durch unnötige Barrieren eingeschränkt werden.

Bildergalerie

Diese Kriterien greift das Prinzip der Self-Service-BI auf: Eine IT-Lösung, mit der Nutzer aller Ebenen eigenständig und unabhängig von der IT-Abteilung Analysen durchzuführen und Reports erstellen können. „Ease of Use“ ist dabei ein zentraler Aspekt. So bietet es sich an, die Dashboards, Diagramme und Berichte nach bereits bekannten Mustern aufzubauen und damit dem Datenkonsumverhalten der Anwender entgegenzukommen. Als Vorbild bietet sich zum Beispiel ein Aufbau an, der mit verbreiteten Office-Lösungen vergleichbar ist. Grundsätzlich gilt, je müheloser die Berichtsentwicklung und je zugänglicher und verlässlicher die aufbereiteten Daten sind, desto größer die Nutzerakzeptanz.

Nicht jeder Nutzer muss Daten im Detail nachvollziehen können, wie das zum Beispiel bei Analysten oder Unternehmensstrategen der Fall ist. Nach der Devise „Intelligence for Everyone“ sollte aber allen Mitarbeitern, Kunden oder Lieferanten Einblick in die Daten gewährt werden, die sie für ein effizientes Arbeiten oder die Kommunikation mit dem Unternehmen benötigen.

Alle relevanten Daten auf einen Blick

Ein Arzt oder ein Produktionsleiter, ein Lagerverwalter oder ein Außendienstmitarbeiter müssen mit einem einzigen Blick alle Daten erfassen können, die sie brauchen – die Art der Aufbereitung und die Möglichkeiten, mit diesen Daten weiter zu arbeiten, sie zu hinterfragen und zu variieren, können sich dabei stark unterscheiden.

Entwickler haben andere Anforderungen an Daten als nicht-technische Fachanwender. Letztere finden eventuell die ideale Aufbereitung der Daten, die sie benötigen in einer InfoApp, die speziell für diese Anwendergruppe entwickelte Business-Intelligence-Anwendungen interaktiv beschreibt und visuell aufbereitet. Das Ziel sollte sein, sie mit schnellen, einfachen und klaren Antworten für ihre ganz spezifischen Aufgaben und Anforderungen zu versorgen. Daten werden hier gezielt auf die Bedürfnisse des Anwenders hin erfasst, untersucht und analysiert.

Daten hinterfragen

Die Aufgabe von Analysten hingegen ist es, Daten zu hinterfragen. Sie verlassen sich auf leistungsfähige und benutzerfreundliche Visualisierungstools, die tiefe Einblicke in Datenquellen geben und verschiedene Kombinationen der Daten ermöglichen. Soll dann auch noch Kunden und Partnern Einblick gewährt werden, sind oft personen- und fachbezogene Daten zu vergleichen oder Momentaufnahmen eines Prozessstatus wiederzugeben. Moderne BI-Plattformen müssen daher flexibel und individuell auf den Benutzer zugeschnitten sein. Hilfreich ist es dabei natürlich auch, wenn laufende Projekte mit anderen Nutzern geteilt werden können und so die Zusammenarbeit über verschiedene Abteilungen hinweg vereinfacht wird. Es muss jedoch gewährleistet sein, dass die Leistung des gewählten BI-Tools auch bei steigenden Nutzerzahlen und Datenmengen konstant bleibt.

Artikelfiles und Artikellinks

(ID:43029029)