Kommentar von Nathan Jagoda, Information Builders

Mit Self-Service-BI ungenutzte Potenziale erschließen

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Damit Informationen passgenau an verschiedene Benutzergruppen weitergegeben werden können, sollte das Unternehmen deren Anforderungen und Präferenzen kennen. Dazu müssen zunächst klare Anforderungsprofile für die verschiedenen Benutzergruppen erarbeitet werden. Aus diesen kann abgeleitet werden, wer welche Informationen benötigt.

So werden die Nutzer nicht nur mir den Daten versorgt, die sie brauchen, es wird auch sichergestellt, dass Nutzer nicht mit für sie unnötigen Daten überschwemmt werden und vertrauliche, sensible Daten nur autorisierten Nutzern zugänglich sind. Aktuell werden meist die Informationsbedürfnisse von Führungskräften berücksichtigt, weniger hochrangige Mitarbeiter und externe Beteiligte werden häufig übersehen. Bedienen Unternehmen die verschiedenen Anforderungen der Nutzer, können sie maximalen Nutzen aus dem existierenden Informationskapital ziehen.

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Die Unternehmenskultur muss stimmen

Die Umsetzung einer zielführenden BI-Strategie hängt zu einem großen Teil von der Implementierung der technischen Infrastruktur und der Einführung allgemeingültiger Regelungen zum Umgang mit Daten ab. Ebenso wichtig ist jedoch die passende Unternehmenskultur. Diese ist meist über die Jahre hinweg gewachsen und schlägt sich im Denken der Mitarbeiter, in Prozessen und Abläufen nieder. Werden technische Prozesse und Abläufe innerhalb eines Unternehmens verändert, hat dies fast immer Auswirkung auf die bestehende Unternehmenskultur und umgekehrt.

Die notwendigen Anpassungen und Veränderungen der Unternehmenskultur zählen zu den größten Herausforderungen bei der Umsetzung einer BI-Strategie. Ziel muss es sein, eine Kultur zu schaffen, die dazu motiviert, die Daten zu nutzen, um Innovationen anzustoßen – und zwar nicht nur für die Mitarbeiter, sondern auch Kunden oder Lieferanten, die das Unternehmen von außen erleben.

Hierzu ist es wichtig, von Anfang an darauf zu achten, dass die BI-Strategie nicht der gegebenen Unternehmenskultur entgegengesetzt angelegt ist. Die große Kunst ist es, die Änderungen so anzulegen, dass sie sich möglichst reibungslos in die gegebene Unternehmenskultur einfügen lassen. Selbstverständlich ändert das nichts an der Notwendigkeit, ein Regelwerk einzuführen, das den Zugang zu und den Umgang mit den Daten festlegt.

Informationen machen den Unterschied

Jahrelang lag der Fokus von Unternehmen hauptsächlich darauf, Kosten einzusparen. Mittlerweile hat diesbezüglich ein Umdenken eingesetzt: Statt eines eisernen Sparkurses gilt es heute vor allem, vorhandene Ressourcen möglichst effektiv einzusetzen. Zusätzlich setzt sich nach und nach die Erkenntnis durch, dass Informationen einen eigenen Wert haben. Dieser kommt dann voll zum Tragen, wenn die Informationen eingesetzt und geteilt werden.

Um eine maximale Rendite aus den Investitionen in BI- und Analytiklösungen zu ziehen, müssen Unternehmen die Verfügbarkeit aktueller und vollständiger Informationen für alle Beteiligten innerhalb und außerhalb des Unternehmens fördern. Hier gilt es, die Lücken bei der Informationsbereitstellung zwischen Managern und Wissensarbeitern auf der einen sowie Sachbearbeitern, Kunden und Lieferanten auf der anderen Seite zu schließen. Dementsprechend müssen Informationen für alle Benutzergruppen gemäß ihrer jeweiligen Präferenzen und Bedürfnisse zur Verfügung stehen.

Fazit

Für optimale Ergebnisse, benötigen Unternehmen eine Kombination aus leistungsfähigen Business-Intelligence-, Integrations- und Datenintegritätslösungen. Durch die nahtlose Integration der Daten aus allen Unternehmensbereichen, bei gleichzeitiger Sicherung von Qualität und Vollständigkeit sowie der geeigneten Bereitstellung der Daten für alle Nutzer, sind Unternehmen in der Lage, das Potenzial ihres Informationskapitals bestmöglich zu erschließen.

Das Resultat sind nicht nur tiefere Einsichten in das eigene Unternehmen, die dabei helfen Chancen aufzudecken und Prozesse und Abläufe zu optimieren. Auch die Analyse von Markt-Trends sowie die Erstellung zuverlässiger Prognosen werden deutlich vereinfacht. Self-Service-BI kann damit ein entscheidender Faktor sein, wenn es darum geht das Potenzial der unternehmenseigenen Daten voll auszuschöpfen, Innovationen zu entwickeln und das Unternehmen langfristig auf Erfolgskurs zu halten.

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