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Intelligente LED-Technik wird zur Big-Data-Quelle

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Tatsächlich führte die Installation leistungsstarker, vernetzter LED-Beleuchtungstechnologie zu Energieeinsparungen von mehr als 90 % im Vergleich zu herkömmlichen HID- und HIF-Leuchten. Gleichzeitig bot diese Form der intelligenten Lichtversorgung die ideale Plattform für eine sensorgestützte Infrastruktur, da sie im gesamten Gebäudebereich in großer Dichte vorhanden ist. Kombiniert mit der eingebauten Analysesoftware lässt sich auf diese Weise die Energieeffizienz in der Produktion, im Personalbereich, in der Einzelhandelsanalyse und bei der Gebäudeflächenoptimierung anhand der erhobenen Daten nachhaltig verbessern.

Operative Nutzung der Daten geht weit über die reine Beleuchtung hinaus

Vorteile der Big-Data-Analse auf Basis intelligenter LED-Beleuchtungstechnologie gegenüber eigenständigen Datenerfassungsalternativen:

  • Beleuchtung ist allgegenwärtig. Sie erreicht auch den hintersten Winkel eines Werkes, in dem sich Personen aufhalten und Systeme und Maschinen befinden. So wird das Licht zu einer Datenerfassungslösung, mit der standortweit Verbesserungen bei Energie- und Betriebseffizienz umgesetzt werden können.
  • Integrierte Sensoren in jeder Leuchte erzeugen umfangreiche Daten für die Auswertung von Beleuchtungsereignissen und anderen Ereignissen wie Energiespitzen und Präsenzmustern.
  • Integrierte Drahtlosnetzwerke in jeder Leuchte können zum Erfassen der Daten von beliebigen Sensoren (Präsenz, Auslastungsüberwachung, Temperatur usw.) genutzt werden, die mit dem System verbunden sind. Abweichungen von der Norm ermöglichen kurzfristige Reaktionen und tragen damit auch zum Arbeitsschutz bei.
  • Integrierte Berichts- und Analysetools geben Standortmanagern eine einheitliche, intuitive Oberfläche an die Hand, mit der sie Leistungsdaten nach System und Standort auswerten können

Auch wenn sich für die Standorte die Ausgaben für intelligente LEDs i. d. R. in weniger als zwei Jahren durch Energieeinsparungen amortisieren, geht der Einblick in die operative Nutzung durch die vom System gesammelten Daten weit über die reine Beleuchtung hinaus – und führt direkt in das Zeitalter der Big-Data-Analyse. Einige Standorte nutzen die gewonnenen Daten derzeit zur

  • Ermittlung viel genutzter Flächen durch die Verfolgung der Bewegung von Personen und Ressourcen über einen Zeitraum,
  • Ermittlung von Möglichkeiten zur Energieeinsparung durch Lastenausgleich oder die Zeitplanung energieintensiver Aktivitäten in Zeiträumen mit geringeren kWh-Kosten,
  • Optimierung der Zeitpläne für Produktion und Wartung durch Nachverfolgen der Maschinennutzung mithilfe von Beleuchtungs- und Präsenzdaten,
  • Erkennung von Abweichungen im Betrieb, z.B. Energiespitzen oder ungewöhnliche Konzentrationen von Menschen über einen Zeitraum, die Korrektur- oder auch Hilfsmaßnahmen ermöglichen,
  • Ermittlung optimaler Standorte für Ressourcen, um den Zugang zu verbessern, die Wegezeiten zu verringern und die Sicherheit am Arbeitsplatz zu verbessern,
  • Entscheidung, ob aufgrund der Nutzungsdaten eine Investition in neue Anlagen erforderlich ist.

Big Data wird das Gebäudemanagement revolutionieren

Natürlich haben die meisten Werke gerade erst damit begonnen, die Vorteile der Big-Data-Analyse zu erkennen. Dennoch verändert sie bereits die Art des Gebäudemanagements – weg von der Wegeplanung für Gabelstapler hin zur Optimierung des Energieverbrauchs. Die Tatsache, dass das intelligente LED-Beleuchtungsnetzwerk mit verteilten Sensoren, drahtloser Kommunikationseinrichtung und zentralen Analysetools genutzt werden kann, um diese Daten zu generieren, macht es zur logischen und ökonomisch vertretbaren Wahl für die standortweite Bereitstellung.

Genauso wie ISO, Six Sigma und TQM die Abläufe in Produktionseinrichtungen revolutioniert haben, wird Big Data dies im Gebäudemanagement tun und dazu beitragen, dass sämtliche Aktivitäten vollkommen optimiert ablaufen. Bleibt nur die Frage, ob es nicht auch für Sie an der Zeit ist, mehr von Ihren Infrastrukturinvestitionen zu erwarten?

Dieser Text ist ursprünglich bei unserem Schwesterportal Elektronikpraxis erschienen. Verantwortlicher Redakteur: Jürgen Schreier

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