KI-gestützte Katastrophenvorhersage Google nutzt KI für präzisere Flutprognosen

Von Berk Kutsal 1 min Lesedauer

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Google erweitert seine Katastrophenschutzsysteme um KI-gestützte Modelle zur Vorhersage von Überschwemmungen. Im Zentrum steht eine neu aufgebaute globale Datengrundlage, die historische Ereignisse automatisiert erschließt. Die Modelle sollen insbesondere urbane Sturzfluten früher erkennbar machen und bestehende Prognosesysteme ergänzen.

Google kombiniert historische Ereignisdaten mit KI-Modellen, um Hochwasserlagen früher zu erkennen.(Bild:  Google)
Google kombiniert historische Ereignisdaten mit KI-Modellen, um Hochwasserlagen früher zu erkennen.
(Bild: Google)

Google setzt bei der Analyse von Naturkatastrophen zunehmend auf generative KI und setzt unter anderem Gemini ein, um historische Berichte systematisch auszuwerten und in strukturierte Datensätze zu überführen.

Das Ergebnis sei eine Sammlung von mehr als 2,6 Millionen dokumentierten Flutereignissen aus über 150 Ländern. Diese Daten bilden die Grundlage für neue Vorhersagemodelle, die insbesondere schwer prognostizierbare urbane Sturzfluten adressieren sollen.

Der Ansatz folgt einem bekannten Muster: Unstrukturierte Textquellen werden per NLP erschlossen, standardisiert und anschließend als Trainingsdaten für Vorhersagemodelle genutzt. Neu ist weniger die Methode als deren globale Skalierung.

Fokus auf urbane Sturzfluten

Während klassische Hochwassermodelle vor allem große Flusssysteme abdecken, zielen die neuen Modelle auf kleinräumige, schnell entstehende Überschwemmungen in Städten.

Diese gelten als besonders kritisch, da sie kurzfristig auftreten, lokal stark variieren oder schwer durch klassische hydrologische Modelle erfassbar sind.

Google gibt an, Vorhersagen bis zu 24 Stunden im Voraus zu ermöglichen.

Integration in bestehende Plattformen

Die neuen Modelle sollen in Googles bestehende Plattform Flood Hub integriert werden. Flood Hub bündele bereits Prognosen zu Flusshochwasser und deckt laut Google mehr als 150 Länder ab. Die Plattform richte sich sowohl an Behörden als auch an die Öffentlichkeit und stellt Karten, Zeitreihen und Risikoabschätzungen bereit.

Ergänzend verweist Google auf seine etablierten Krisenfunktionen:

  • SOS Alerts in der Suche und in Google Maps
  • Echtzeit-Wetterwarnungen
  • Informationsdienste für Evakuierung und Notfallhilfe

Daten als Engpass und als Hebel

Der eigentliche Kern des Vorstoßes liegt nicht im Modell, sondern in der Datenbasis. In vielen Regionen fehle konsistente historische Aufzeichnungen zu Naturereignissen.

Durch die automatisierte Auswertung von Berichten, Behördenmeldungen und weiteren Quellen versucht Google, diese Lücke zu schließen. Sollte die Qualität der extrahierten Daten stabil sein, könnte das insbesondere für datenarme Regionen relevant sein.

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