Datenallianz gegen den Klimawandel Alibaba Cloud und GEO starten globalen Hitze-Resilienz-Service

Von Berk Kutsal 2 min Lesedauer

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Mit einem datengetriebenen Frühwarnsystem wollen GEO, Alibaba Cloud und die Shanghai Haina Academy Städte weltweit vor extremer Hitze schützen. Das Pilotprojekt in China verbindet Erdbeobachtungsdaten, KI-Analysen und urbane Digitalisierung zu einem Modell, das künftig Millionen Menschen helfen soll.

Die Group on Earth Observations, Alibaba Cloud und Haina schließen sich zusammen, um Städte vor extremer Hitze zu schützen.(Bild:  Alibaba Cloud)
Die Group on Earth Observations, Alibaba Cloud und Haina schließen sich zusammen, um Städte vor extremer Hitze zu schützen.
(Bild: Alibaba Cloud)

Extreme Hitze gilt laut den Vereinten Nationen als eine der unterschätzten Bedrohungen der kommenden Jahrzehnte. Um Städte besser gegen steigende Temperaturen zu wappnen, haben die Group on Earth Observations (GEO), Alibaba Cloud und die Shanghai Haina Academy of Engineering (Haina) den Global Heat Resilience Service ins Leben gerufen. Das datengetriebene System soll kommunale Entscheidungsträger dabei unterstützen, lokale Hitzerisiken frühzeitig zu erkennen und Gegenmaßnahmen zu planen.

Die Partnerschaft folgt einem Aufruf von UN-Generalsekretär António Guterres zum weltweiten Handeln gegen extreme Hitze. In der ersten Phase wird das Projekt in der Jangtse-Delta-Region umgesetzt – zunächst in Shanghai und Hangzhou. Dort fließen Erdbeobachtungs-, Klima-, Demografie- und Infrastrukturdaten zusammen, um Risikoprofile zu erstellen und städtische Strategien datenbasiert zu steuern.

GEO koordiniert den Zugriff auf die globalen Umwelt- und Klimadaten und verknüpft diese mit sozioökonomischen Indikatoren. Alibaba Cloud liefert das technologische Rückgrat: KI-gestützte Analysen, Echtzeit-Datenverarbeitung und Cloud-basierte Modellierung. Haina wiederum entwickelt den Prototyp für die Integration in urbane Digitalisierungsplattformen. Ziel ist ein skalierbares System, das weltweit in Städte mit unterschiedlichen Infrastrukturen übertragen werden kann.

Laut Yana Gevorgyan, Direktorin des GEO-Sekretariats, ist der Service ein Meilenstein im Bereich „Earth Intelligence“. Er kombiniere globale Satelliten- und Umweltdaten mit lokalen Erkenntnissen, um sichtbar zu machen, welche Bevölkerungsgruppen am stärksten gefährdet seien. Die so gewonnenen Erkenntnisse sollen in konkrete Stadtplanungs- und Gesundheitsstrategien überführt werden.

Auch Alibaba-Cloud-Gründer Jian Wang betont den gesellschaftlichen Anspruch: Technologie müsse dazu beitragen, urbane Resilienz zu stärken. KI- und Cloud-Infrastruktur könnten helfen, Umweltdaten in Echtzeit in handlungsrelevante Informationen umzuwandeln – etwa für Frühwarnsysteme oder Notfallmaßnahmen.

Das Projekt läuft zunächst bis 2027 und soll bis dahin 12 bis 20 Millionen Menschen in verschiedenen Pilotstädten erreichen. Die in China entwickelten Methoden und Werkzeuge sollen später auch auf Entwicklungsregionen übertragen werden, in denen bisher kaum Infrastrukturen zur Hitzebewältigung existieren.

Hintergrund ist eine alarmierende Prognose: Bis 2050 könnten weltweit mehr als fünf Milliarden Menschen gesundheitsgefährdender Hitze ausgesetzt sein – insbesondere in dicht besiedelten Metropolregionen, wo der urbane Wärmeinseleffekt die Belastung weiter verstärkt.

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