KI-Baukasten für den Unterricht Fischertechnik lässt Schüler eigene neuronale Netze trainieren

Von Berk Kutsal 2 min Lesedauer

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Mit dem neuen Lernkonzept „STEM Coding Ultimate AI“ bringt Fischertechnik das Thema Künstliche Intelligenz (KI) direkt ins Klassenzimmer. Der Baukasten ermöglicht es Schülerinnen und Schülern, eigene neuronale Netze zu trainieren – komplett lokal auf dem TXT-4.0-Controller, ohne Cloud und mit direkter Robotikanbindung.

Mit dem Fischertechnik-Lernkonzeept „STEM Coding Ultimate AI“ wird es möglich, ein neuronales Nertzwerk zu trainieren. (Bild:  Fischertechnik)
Mit dem Fischertechnik-Lernkonzeept „STEM Coding Ultimate AI“ wird es möglich, ein neuronales Nertzwerk zu trainieren.
(Bild: Fischertechnik)

Das Traditionsunternehmen Fischertechnik erweitert sein Portfolio um ein KI-Lernsystem, das maschinelles Lernen praktisch erlebbar macht. Der Baukasten STEM Coding Ultimate AI möchte klassische Robotik mit modernen KI-Technologien kombinieren und es erlauben, neuronale Netze direkt im Klassenzimmer zu trainieren – ohne Internetanbindung oder Cloud-Services.

Herzstück des Systems sei der TXT-4.0-Controller, der als lokale Recheneinheit für das Training und die Ausführung der Modelle diene. Über Sensoren und Aktoren sollen reale Daten erfasst werden, die das System anschließend verarbeitet. Erste Trainingsschritte lassen sich grafisch visualisieren, bevor die Modelle auf die gebauten Roboter übertragen werden – etwa zur Steuerung von Fahrzeugen, die autonom auf Objekte oder Farben reagieren.

Die Programmierung erfolge wahlweise über Robo Pro Coding mit Blockly oder in Python, was Schüler frühzeitig an professionelle Entwicklungsumgebungen heranführen soll. Damit möchte Fischertechnik einen praxisnahen Zugang zu Edge-KI-Anwendungen bieten – von der Datenerfassung bis zur inferenzbasierten Steuerung in Echtzeit.

Das Konzept folgt einem lokalen Compute-Ansatz, der Datenschutz und Unabhängigkeit betont. Durch den Verzicht auf Cloud-Dienste werden sensible Trainingsdaten ausschließlich auf dem Controller verarbeitet, was insbesondere im schulischen Umfeld von Vorteil ist.

Neben zwölf Grundmodellen – darunter Roboterarme, Sensorplattformen und Fahrzeuge – bleibt das System mit bestehenden Add-ons kompatibel, etwa für Industrial Robots, IoT oder Autonomous Driving. Die Kombination aus modularer Hardware, intuitiver Software und lokaler KI-Verarbeitung positioniere STEM Coding Ultimate AI als Brückentechnologie zwischen klassischer Robotik und moderner Edge-Intelligence, so das Unternehmen.

Zum 60-jährigen Jubiläum der Marke knüpft das Unternehmen damit an seine Wurzeln an: Technik begreifbar machen, Wissen spielerisch vermitteln und neue Generationen für MINT-Themen begeistern, „denn wer frühzeitig die Grundlagen der KI erlernt, besitzt morgen einen entscheidenden Vorteil in Studium, Beruf und Gesellschaft“, erklärt Geschäftsführer Martin Rogler.

Mit dem Konzept möchte Fischertechnik einen Beitrag zur Vermittlung zentraler Future Skills leisten – von Datenanalyse und algorithmischem Denken bis zu Teamarbeit und Problemlösungskompetenz. Die Kombination aus modularer Robotik, lokaler KI-Verarbeitung und didaktisch aufbereitetem Lernmaterial bringe Künstliche Intelligenz in die Praxis – und in die Hände derjenigen, die sie künftig gestalten sollen.

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