KI verändert mit rasender Geschwindigkeit unsere Arbeitswelt. Besonders so genannte KI-Agenten, also autonome, auf KI basierende Systeme, die eigenständig Aufgaben ausführen und Entscheidungen treffen können, gelten als das nächste große Ding in der digitalen Transformation.
Künstliche Intelligenz revolutioniert Unternehmen, doch gerade autonome KI-Agenten brauchen mehr als nur Datenpower.
Unternehmen setzen große Hoffnungen in die KI-Technologie – ob zur Prozessautomatisierung, zur Effizienzsteigerung oder zur Verbesserung des Kundenerlebnisses. Laut Gartner werden bis zum Jahr 2026 über 80 Prozent der Unternehmen APIs oder Modelle für generative KI nutzen – ein signifikanter Anstieg gegenüber den weniger als fünf Prozent im Jahr 2023. Auch agentenbasierte KI wird an Relevanz gewinnen: Gartner geht davon aus, dass bis 2028 etwa 33 Prozent der Unternehmenssoftware-Anwendungen mit agentenbasierter KI ausgestattet sein werden. Dadurch könnten bis zu 15 Prozent der täglichen arbeitsbezogenen Entscheidungen autonom von solchen KI-Agenten getroffen werden.
Doch so vielversprechend der Einsatz von KI-Agenten auch ist, er bringt eine nicht zu unterschätzende Herausforderung mit sich: Die darunterliegende Infrastruktur muss einwandfrei funktionieren. Denn intelligente Agenten entfalten ihr volles Potenzial nur in einer Umgebung, die stabil, skalierbar und transparent ist. Genau hier kommt das Thema Observability ins Spiel.
KI-Agenten brauchen eine verlässliche Bühne – Observability liefert sie
Im Gegensatz zu klassischem Monitoring, das meist auf das bloße Erkennen von Fehlern abzielt, ermöglicht Observability einen tiefgehenden Einblick in das „Warum“ hinter Performance-Problemen, Anomalien oder Systemverhalten. Es geht darum, Systeme ganzheitlich zu verstehen – über Metriken, Logs und Traces hinweg. Nur so lassen sich moderne, dynamische IT-Umgebungen in Echtzeit überblicken und proaktiv steuern.
Die Einführung und der Betrieb von KI-Agenten setzen genau diesen Grad an Transparenz voraus. Denn diese Agenten sind datenhungrig, sensibel für Verzögerungen und abhängig von stabilen Schnittstellen. Fehler in der Infrastruktur können sich sofort auf ihre Effizienz und Entscheidungen auswirken – mit teils gravierenden Folgen.
Ein fehlgeschlagener API-Call, ein veraltetes Datenmodell oder ein Speicherengpass können eine Kette an Reaktionen auslösen, die ohne tiefgehende Observability kaum nachvollziehbar sind. Deshalb wird die Fähigkeit, nicht nur auf Ausfälle zu reagieren, sondern deren Ursachen schnell zu identifizieren und systematisch zu beheben, zum zentralen Wettbewerbsvorteil.
Praxisbeispiel: Logistik im KI-Zeitalter
Ein konkretes Anwendungsbeispiel für den Einsatz von KI-Agenten findet sich in der Logistikbranche. Dort analysiert ein KI-Agent in Echtzeit Verkehrsdaten, Wetterbedingungen, Lagerbestände und Lieferprioritäten, um automatisch optimale Routen für Lieferfahrzeuge zu berechnen.
Durch diese autonome Entscheidungsfindung können Zustellzeiten präziser eingehalten, Engpässe vermieden und Kraftstoffkosten gesenkt werden. Solche Agenten operieren dabei vollständig datenbasiert – und sind auf eine fehlerfreie, kontinuierlich überwachte Infrastruktur angewiesen. Nur durch umfassende Observability lassen sich dabei kritische Parameter wie Systemverfügbarkeit, Schnittstellenstabilität oder Datenflussqualität dauerhaft sicherstellen.
Von reaktiv zu proaktiv: die Rolle von AIOps
Ein weiterer Aspekt moderner Observability ist der Einsatz von AIOps – also künstlicher Intelligenz in der IT-Betriebsführung. Diese Systeme analysieren große Datenmengen aus Logs, Metriken und Events, erkennen Muster und können automatisiert Handlungsempfehlungen geben oder sogar direkt Maßnahmen einleiten.
Gerade in komplexen Multi-Cloud- und Microservices-Landschaften ist das nicht „nice to have“, sondern zunehmend Voraussetzung, um Geschwindigkeit, Stabilität und Skalierbarkeit zu garantieren. KI-Agenten agieren in solchen Umgebungen häufig als Schnittstelle zwischen Frontend und Backend, zwischen User Journey und Datenverarbeitung – sie brauchen also ein hochverfügbares, belastbares und durchgängig beobachtbares Systemumfeld.
Die Infrastruktur muss mitwachsen – und mitdenken
Die Euphorie rund um KI-Agenten ist berechtigt – doch wer das volle Potenzial dieser Technologie ausschöpfen will, muss im Hintergrund für Klarheit sorgen. Observability ist dabei nicht länger ein reines IT-Thema, sondern strategischer Enabler für Innovation und KI-gestützte Prozesse.
In einer Zeit, in der digitale Services in Sekunden bewertet und verlassen werden, entscheidet die Qualität der Infrastruktur über den Erfolg von KI-getriebenen Geschäftsmodellen. Wer auf Observability setzt, investiert nicht nur in die Stabilität seiner Systeme, sondern auch in das Vertrauen der Nutzer – und in die Zukunftsfähigkeit seiner digitalen Strategie.
Zukunftsausblick: KI-Agenten als strategische Partner
Der nächste Entwicklungsschritt wird nicht bei operativer Automatisierung enden. In Zukunft werden KI-Agenten nicht nur Aufgaben effizient ausführen, sondern auch strategische Empfehlungen geben, Geschäftsprozesse eigenständig optimieren und operative wie taktische Entscheidungen mitgestalten.
Stand: 08.12.2025
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Damit sie diese Rolle zuverlässig übernehmen können, benötigen sie ein digitales Fundament, das sie nicht ausbremst – sondern konsequent unterstützt. Eine durchgängige Observability wird damit zur digitalen Grundversorgung: Sie schafft nicht nur Transparenz, sondern auch Vertrauen in die Handlungsfähigkeit künstlicher Intelligenz.
Sascha Giese.
(Bild: SolarWinds)
Organisationen, die heute in diese Strukturen investieren, schaffen die Voraussetzung dafür, dass ihre KI-Agenten morgen nicht nur mitarbeiten – sondern mitdenken.
Über den Autor
Sascha Giese ist Technical Evangelist bei SolarWinds.