Studie von Rackspace Deutsche Unternehmen investieren stark in KI und maschinelles Lernen

Von Martin Hensel 2 min Lesedauer

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Eine aktuelle Studie des Cloud- und KI-Spezialisten Rackspace zeigt die aktuelle Investitionsbereitschaft und Stärke deutscher Unternehmen im Bereich KI und Machine Learning auf. Demnach herrscht starker Bedarf an Spezialisten, während Cybersecurity als größte Herausforderung gilt.

In Sachen KI und ML herrscht in deutschen Unternehmen hohe Investitionsbereitschaft vor, wie eine aktuelle Studie von Rackspace zeigt.(Bild:  Vicki Hamilton /  Pixabay)
In Sachen KI und ML herrscht in deutschen Unternehmen hohe Investitionsbereitschaft vor, wie eine aktuelle Studie von Rackspace zeigt.
(Bild: Vicki Hamilton / Pixabay)

Der „FAIR 2024 AI Research Report“ zeigt, dass mehr als 60 Prozent der Unternehmen bereits KI- und ML-Strategien über das Ideen- und Proof-of-Concept-Stadium hinaus entwickelt haben und nun zur Einführung übergehen. 78 Prozent der Firmen besitzen bereits einsatzfertige KI-Lösungen, 79 Prozent nutzen dabei KI- und Cloud-Plattformen. Für die Studie wurden 1.420 IT-Entscheidungsträger weltweit befragt.

Knapp zwei Drittel der Befragten haben ihre KI-Anwendungen bereits erfolgreich in Geschäftsabläufe integriert. Das gilt vor allem für die Bereiche Mitarbeiterproduktivität (26 Prozent), Produkte und Services (28 Prozent) sowie interne Prozesse und IT (29 Prozent). Knapp die Hälfte der Teilnehmer (48 Prozent) sehen die Entwicklung der KI-Fähigkeiten ihrer Mitarbeiter als Schlüssel zur Produktivitätssteigerung. Als sehr wichtig gilt zudem der Einsatz von KI zur Verbesserung von Kundenerfahrung und Serviceleistungen, gefolgt vom Risk Management, dem ethischen Umgang mit KI und dem Datenschutz.

KI und ML gelten als vorteilhaft

Laut Reply erwarten Unternehmen aus Deutschland substanzielle Vorteile durch den Einsatz von KI und ML. Derzeit nutzen sie KI und Machine Learning vor allem zur Verbesserung der Kundenerfahrung (58 Prozent), für optimiertes Produktdesign (50 Prozent) sowie zur Unterstützung der Mitarbeiter (46 Prozent). Als meistgenutzte Use Cases gelten die Verbesserung von Suchfunktionen (65 Prozent) und die Nutzung intern vorhandenen Wissens. Betrugserkennung (60 Prozent) und optimierte Dokumentenverarbeitung (58 Prozent) sind weitere beliebte Anwendungsszenarien.

Die Investitionsbereitschaft ist hoch: Im Schnitt werden aktuell pro Unternehmen rund 2,1 Millionen US-Dollar in KI- und ML-Technologien angelegt. Das Geld fließt dabei vor allem in ML- und Predicitive-Analytics-Anwendungen (61 Prozent), generative KI (42 Prozent) und moderne Automatisierung (36 Prozent). Die Firmen legen dabei besonders Wert auf den verantwortungsvollen Einsatz (67 Prozent) sowie Datenschutz (58 Prozent) und Rechenschaftspflicht (55 Prozent). Als wesentliche Hindernisse gelten der Mangel an Spezialisten (40 Prozent) sowie Sicherheit (36 Prozent), Genauigkeit (31 Prozent) und ethische Aspekte (29 Prozent). 81 Prozent der Befragten haben in den vergangenen zwölf Monaten gezielt nach Fachpersonal gesucht. 39 Prozent sind mittlerweile in der Lage, spezifische Aus- und Weiterbildungen selbst durchzuführen.

„Im Gegensatz zu den disruptiven Technologien der Vergangenheit, gibt es bei dem Einsatz von KI wenig bis gar keine Zeit des Abwartens. Unternehmen aus allen Bereichen haben die Technologie sofort begonnen in ihre Geschäftsprozesse zu integrieren“, erklärt Jürgen Stauber, Vice President und General Manager DACH von Rackspace Technology. Man beobachte allerdings, dass die Entscheidung über die KI-Strategie nach wie vor von den IT-Abteilungen getrieben werde. „Meist hat die KI-Nutzung aber Auswirkungen auf das gesamte Geschäftsmodell, weshalb das C-Level, das zurzeit nur zu 28 Prozent der Entscheidungsträger ist, sich künftig hier viel stärker einbringen muss“, so Stauber.

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