Arbeitswelt im Wandel KI- und Big-Data-Kompetenzen werden zum Schlüssel für Millionen neuer Jobs

Von Berk Kutsal 2 min Lesedauer

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Die Digitalisierung verschiebt die Kräfteverhältnisse am Arbeitsmarkt radikal: Laut dem „Future of Jobs Report 2025“ des Weltwirtschaftsforums entstehen weltweit in den kommenden fünf Jahren 170 Millionen neue Stellen – ein Großteil davon im Umfeld von Künstlicher Intelligenz, Datenanalyse und Softwareentwicklung. Wer die richtigen Skills beherrscht, sichert sich beste Karrierechancen – wer nicht, droht abgehängt zu werden.

Weltwirtschaftsforum-Report: KI- und Datenkompetenzen werden zum Jobmotor. Nachfrage nach Data Scientists, ML-Engineers und DevOps steigt rasant.(Bild:  Elizaveta Pyka)
Weltwirtschaftsforum-Report: KI- und Datenkompetenzen werden zum Jobmotor. Nachfrage nach Data Scientists, ML-Engineers und DevOps steigt rasant.
(Bild: Elizaveta Pyka)

Die globale Joblandschaft steht vor einer tektonischen Verschiebung. Laut dem aktuellen „Future of Jobs Report 2025“ des Weltwirtschaftsforums (WEF) wird die Digitalisierung nicht nur zum wichtigsten Wachstumstreiber der kommenden Jahre, sondern auch zum größten Faktor für Umbrüche am Arbeitsmarkt. Demnach entstehen weltweit rund 170 Millionen neue Stellen, während gleichzeitig etwa 92 Millionen Jobs wegfallen. Besonders stark wächst die Nachfrage nach Expertise im Bereich Künstliche Intelligenz, Datenanalyse und Softwareentwicklung – Rollen also, die direkt auf die zunehmende Datenökonomie einzahlen.

Unternehmen setzen zunehmend auf datengetriebene Geschäftsmodelle und KI-basierte Automatisierung, wodurch spezialisierte Fachkräfte zum entscheidenden Erfolgsfaktor werden. Besonders gefragt sind laut WEF Big-Data-Analysten, Machine-Learning-Engineers, DevOps-Spezialisten sowie UI/UX-Designer. Auch klassische Entwicklerprofile erleben einen Nachfrageschub – allerdings mit deutlichem Fokus auf datenintensive Anwendungen und KI-gestützte Systeme.

In Deutschland zeichnet sich ein ähnliches Bild ab: Die befragten Unternehmen erwarten ein Wachstum von 71 Prozent bei KI- und Machine-Learning-Jobs sowie 34 Prozent bei Datenanalyse-Positionen. Gleichzeitig verlieren traditionelle Tätigkeiten an Bedeutung – insbesondere im administrativen und assistierenden Umfeld, wo die Automatisierung repetitive Aufgaben zunehmend ersetzt (-18 Prozent).

Die Botschaft ist klar: Wer künftig auf dem Arbeitsmarkt bestehen will, muss datengetriebene Kompetenzen entwickeln. Dazu zählen neben einem tiefen Verständnis für Dateninfrastrukturen und Analysewerkzeuge auch Kenntnisse in Modelltraining, Automatisierungspipelines und Cloud-Architekturen. Unternehmen, die in Upskilling investieren, können sich damit nicht nur gegen den Fachkräftemangel wappnen, sondern auch ihre Innovationsgeschwindigkeit signifikant steigern.

Doch der Wettlauf um Talente hat längst begonnen. Laut Branchenexperten wird sich der Wettbewerb um Data Scientists und KI-Spezialisten weiter verschärfen – mit entsprechenden Auswirkungen auf die Gehälter. Einstiegsgehälter von 40.000 bis 50.000 Euro gelten bereits heute als Standard, für erfahrene Spezialisten in Bereichen wie DevOps oder maschinelles Lernen sind sechsstellige Jahresgehälter keine Seltenheit mehr.

Der Trend ist damit eindeutig: Datenkompetenz wird zum zentralen Karrierehebel – und für Unternehmen zur Überlebensfrage. Wer frühzeitig in KI- und Big-Data-Know-how investiert, positioniert sich nicht nur im Wettbewerb um Talente besser, sondern legt auch den Grundstein für nachhaltige digitale Geschäftsmodelle.

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