KI verändert den Arbeitsmarkt Wer kein KI-Know-how hat, bleibt außen vor

Von Berk Kutsal 2 min Lesedauer

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Der neue AI Workforce Report 2025 zeigt: Der Fachkräftemangel spitzt sich zu – aber anders, als viele denken. 78 Prozent der IT-Jobs verlangen inzwischen KI-Kompetenz. Wer heute in der Tech-Welt mithalten will, braucht mehr als Programmierkenntnisse: Gefragt sind Menschen, die KI verstehen, führen und verantworten können.

KI verändert den Arbeitsmarkt: In Deutschland boomen Berufe rund um KI-Entwicklung, Sicherheit und Governance – der klassische IT-Job bekommt ein neues Profil.(Bild:  AI Workforce Consortium Report)
KI verändert den Arbeitsmarkt: In Deutschland boomen Berufe rund um KI-Entwicklung, Sicherheit und Governance – der klassische IT-Job bekommt ein neues Profil.
(Bild: AI Workforce Consortium Report)

Die KI-Welle rollt und sie verändert den Arbeitsmarkt schneller, als jede technologische Entwicklung zuvor. Laut dem Bericht „ICT in Motion: The Next Wave of AI Integration Report 2025“ des AI Workforce Consortiums verlangen heute 78 Prozent aller IKT-Stellen in den G7-Ländern konkrete KI-Fähigkeiten. Vor zwei Jahren lag dieser Anteil noch nicht einmal halb so hoch.

Sieben der zehn wachstumsstärksten IT-Berufe drehen sich bereits um KI – darunter ML-Ingenieure, Spezialisten für KI-Risiken und Governance sowie NLP-Entwickler. In Deutschland dominieren Software- und Cloud-Engineers sowie Data Engineers das Feld – allerdings zunehmend mit KI-Bezug.

Das Problem: Die Fachkräfte fehlen. Besonders in den Bereichen generative KI, LLMs, Prompt Engineering und KI-Sicherheit klafft eine wachsende Lücke. Gleichzeitig verschiebt sich das Anforderungsprofil: Unternehmen suchen nicht nur Coder, sondern Persönlichkeiten mit Kommunikationstalent, Führungsstärke und ethischem Bewusstsein.

Der Bericht untersucht die 50 die am schnellsten wachsenden IKT- und spezialisierte IT-Support-Funktionen. Sie liefert neue Einblicke in KI-spezifische Berufsbilder, regionale Jobtrends sowie die Kompetenzen, die Beschäftigte benötigen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.(Bild:  AI Workforce Consortiums)
Der Bericht untersucht die 50 die am schnellsten wachsenden IKT- und spezialisierte IT-Support-Funktionen. Sie liefert neue Einblicke in KI-spezifische Berufsbilder, regionale Jobtrends sowie die Kompetenzen, die Beschäftigte benötigen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
(Bild: AI Workforce Consortiums)

„KI eröffnet neue Chancen, aber nur wer sie mit Verantwortung nutzt, wird langfristig profitieren“, sagt Francine Katsoudas, Chief People, Policy & Purpose Officer bei Cisco. Das US-Unternehmen führt das Konsortium an, zu dem auch Accenture, Google, IBM, Intel, Microsoft, SAP und Indeed gehören.

Die Auswertung basiert auf Millionen von Stellenanzeigen zwischen Juli 2024 und Juni 2025. Sie zeigt, dass Deutschland zu den aktivsten Märkten für KI-Talente zählt. Besonders gefragt sind Fachleute für KI-Governance und Sicherheit. In Berlin ist die Zahl der KI-bezogenen Jobs innerhalb eines Jahres um 104 Prozent gestiegen, in München um 68 Prozent.

Mit dem Übergang von Chatbots zu Multi-Agenten-Systemen wächst der Bedarf an Spezialwissen explosionsartig: KI-Sicherheit (+298 Prozent), Anpassung von Basismodellen (+267 Prozent) und verantwortungsvolle KI (+256 Prozent) führen die Liste an.

Das Konsortium will gegensteuern und 95 Millionen Menschen bis 2035 weiterbilden. Ein interaktiver KI-Chatbot bietet Zugang zu Lernpfaden, einem „AI Workforce Playbook“ und einem globalen Glossar für KI-Kompetenzen. Damit soll eine Belegschaft entstehen, die der KI-Wirtschaft nicht nur folgt – sondern sie mitgestaltet.

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