BI Innovation Lab

Der Kunde forscht mit

| Autor / Redakteur: Jens Kröhnert / Nico Litzel

Die Workshops des Innovation Labs finden in informeller Atmosphäre statt. Kunden sind mit ihren branchenspezifischen Fragestellungen jederzeit willkommen.
Die Workshops des Innovation Labs finden in informeller Atmosphäre statt. Kunden sind mit ihren branchenspezifischen Fragestellungen jederzeit willkommen. (Bild: Oraylis GmbH)

BI- und Big-Data-Technologien sind komplex. Und sie entwickeln sich rasant. Als Entscheider verliert man dabei schnell den Überblick. Welche Themen sind für meine Branche relevant? Und wie lassen sich aktuelle Entwicklungen für mein Unternehmen optimal nutzen? Eine Antwort gibt das Innovation Lab von Oraylis.

Mobile BI, Operational BI, Self-Service BI, Cloud BI, Social Media Analytics – die Liste aktueller Trends im Business-Intelligence- und Big-Data-Bereich lässt sich beinahe beliebig verlängern. Und der Anschein trügt nicht: Die Innovationsgeschwindigkeit nimmt ständig zu. Wer nicht Schritt hält, der verliert schnell den Anschluss. Das gilt nicht nur für die Unternehmen. Gerade externe Dienstleister müssen Mittel und Wege finden, um ihrem Beratungsanspruch dauerhaft gerecht zu werden.

Wie sich entsprechende Prozesse erfolgreich etablieren lassen, zeigt das Beispiel von Oraylis: Einerseits wird beim Kunden vor Ort ein Kompetenzcenter eingerichtet, das aus eigenen Experten sowie Vertretern des Unternehmens besteht. Hier werden laufend die strategische Ausrichtung und fachlichen Fragestellungen erörtert sowie deren technische Machbarkeit abgewägt. Das Ergebnis sind konkrete Handlungsempfehlungen.

Andererseits gibt es das sogenannte Innovation Lab: Die interne Forschungseinrichtung von Oraylis stellt kontinuierlich die neuesten Errungenschaften des BI-Bereichs auf den Prüfstand. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass die Kundenlösungen stets das Potenzial neuer Technologien in vollem Maße ausschöpfen. Bei Bedarf hat der Kunde auch die Möglichkeit, sich an den Testläufen direkt zu beteiligen, um den etwaigen Mehrwert für die eigene Situation zu klären.

Spielwiese für neue Erkenntnisse

Die Forschungstätigkeiten des Innovation Labs finden im Rahmen gemeinsamer Experten-Workshops statt. Jedes Mal steht eine spezifische Methodik oder Technologie im Mittelpunkt. Den Teilnehmern wird in diesem Kontext eine virtuelle Umgebung als „Spielwiese“ zur Verfügung gestellt, die bereits ein gewisses Starter-Know-how enthält. Dadurch wird gewährleistet, dass die Schwelle zu neuen Entdeckungen und Erkenntnissen möglichst gering ist.

Einzelne Teams bearbeiten daraufhin unterschiedliche Aspekte und Fragestellungen zum jeweiligen Thema. Schließlich wird das gewonnene Wissen zusammengeführt und in Best-Practice-Methoden sowie passende Werkzeuge übersetzt.

Die Impulse für neue Themen kommen aus ganz unterschiedlichen Richtungen. Erste Quelle ist selbstverständlich der aktuelle Markt- und Branchendiskurs, der gegenwärtig beispielsweise Hadoop als Basis künftiger BI-Backends zunehmend in den Fokus rückt. Ebenso geben für Oraylis als Microsoft Gold Partner die zukunftsweisenden Entwicklungen des Herstellers immer wieder Anlass zu weiterführenden Testläufen.

Aktuellstes Beispiel ist die „Cloud-first-Mobile-first“-Strategie, die eine wahre Innovationswelle ausgelöst hat. Nicht zuletzt können die Anstöße auch direkt aus der Forschung und Lehre stammen. Unter anderem pflegen die Innovation-Lab-Betreiber eine enge Kooperation mit dem Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik der Universität Köln.

Von Facebook bis Vorhersagen

Vielfältig wie die Quellen sind auch die Erkenntnisse für die BI-Praxis, die aus dem Innovation Lab hervorgehen. Gemeinsam mit der Firma Insius, einem kommerziellen Ableger des Kölner Lehrstuhls, wurde etwa ein effizienter Self-Service-BI-Ansatz für die Analyse von Facebook-Daten etabliert.

Wie sich gezeigt hat, bietet Excel für Power BI einen Adapter, mit dessen Hilfe sich Facebook-Inhalte schnell und einfach in einen In-Memory-Cube laden lassen. Durch Anreicherung über Power Query sowie eine automatisierte Inhaltsbewertung lassen sich die Daten schließlich auswerten und aussagekräftig visualisieren.

Auch die Cloud-Technologie von Microsoft hat inzwischen ein breites Forschungsfeld mit hohem Erkenntnispotenzial eröffnet. Ein Fokus liegt dabei auf dem Trend-Thema „Predictive Analytics“ – sprich: Zukunftsprognosen auf Basis vorhandener Daten.

An den entsprechenden Workshops partizipieren auch gerne Kunden. Denn die Anwendungsszenarien sind vielfältig und für die verschiedensten Branchen relevant: Sie reichen von „Churn“-Analysen, also gezielten Vorhersagen zur Wechselbereitschaft einzelner Kunden, über die Vorbeugung von Betrugsversuchen in Form der „Fraud Prevention“ bis hin zur „Next-Best-Offer“, die Vorschläge für passende Kundenangebote bereitstellt.

Eine zukunftsweisende Lösung für die vorausschauende Wartung und Instandhaltung von Maschinen brachte die Beteiligung eines führenden Herstellers von Getränkeabfüllanlagen mit sich. Die zunehmend automatisierten Produktionsstrecken des Maschinenbauers liefern laufend Unmengen an Sensordaten, die bis zu dem Zeitpunkt weitestgehend ungenutzt blieben. Durch die Kombination von Hadoop, Power BI sowie dem Cloud-Machine-Learning-Dienst wurde im Rahmen des Innovation Labs eine Möglichkeit geschaffen, die Datenflut günstig abzuspeichern und für In-Memory-Analysen aggregiert bereitzustellen.

Auf diese Weise lassen sich nunmehr fundierte Aussagen über ideale Wartungsintervalle treffen, die letztlich das Prototyping des Herstellers nachhaltig unterstützen. Als besonders hilfreich erweist sich dabei, dass die Cloud-Lösung von Microsoft den in Deutschland bevorzugte, hybriden Datenzugriff unterstützen.

Aktuelles Zukunftsthema „Big Data“

Ein Forschungsbereich der kommenden Workshops werden Technologien rund um das Zukunftsthema „Big Data“ sein. Mit dem Analytics Platform System (APS) bietet Microsoft inzwischen eine vorkonfigurierte und besonders leistungsfähige Lösung, die eine Hadoop-Plattform in den klassischen Data-Warehouse-BI-Stack integriert. So können selbst extrem große Mengen relationaler Daten bei kurzen Antwortzeiten verarbeitet werden. Was indes die Vorgehensweise bei der Datenablage angeht, befindet sich der BI-Markt noch in der Findungsphase – heißt: Welche Anforderungen können und sollten auf Hadoop abgebildet werden? Und welche verbleiben im relationalen Data Warehouse?

Mit PolyBase verfügt das APS über eine Technologie, durch die sich die unstrukturierten Massendaten des Hadoop-Clusters nahtlos, transparent und vor allem flexibel verknüpfen lassen. Infolgedessen benötigt der Fachanwender keinerlei Kenntnisse über den genauen Lagerplatz der Daten. Er kann also beispielsweise Umsatzdaten zu einzelnen Produkten aus der relationalen Datenbank problemlos mit entsprechenden Stimmungslagen aus Social-Media-Kanälen verbinden, die auf Hadoop abgelegt sind.

Insofern eröffnen APS und PolyBase ein ebenso weites wie komplexes Feld an BI-Szenarien und -Spielarten, die es im Rahmen des Innovation Labs zu erkunden gilt. Kunden werden auch in diesem Fall wieder gerne bei den Workshops begrüßt – denn letztlich sind es erst die branchenspezifische Fragestellungen und der Mehrwert für das jeweilige Kerngeschäft, die das Potenzial neuer Technologie erst in vollem Maße hervorbringen.

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