BI-Entscheidungshilfe

Business Intelligence – welches Tool kann was?

| Autor / Redakteur: Jürgen Schreier / Nico Litzel

BI-Tools dienen dazu, Ideen zu veranschaulichen und Daten zu visualisieren.
BI-Tools dienen dazu, Ideen zu veranschaulichen und Daten zu visualisieren. (Bild: gemeinfrei / CC0)

An Business-Intelligence-Lösungen besteht keine Mangel. Und so hat der potenzielle Nutzer die Qual der Wahl. Einen Überblick über die gängigsten BI-Tools, ihre Funktionalitäten sowie ihre Stärken und Schwächen vermittelt dieser Artikel.

Ideen veranschaulichen und Daten visualisieren: Die Vielzahl an Tools im Bereich Business Intelligence machen Entscheidung für eine bestimmte Lösung nicht leicht. Welche Hauptmerkmale sind für mein Unternehmen relevant und welche Lösung ist damit optimal für die individuellen Anforderungen? In ihrem Toolvergleich bietet die Vision11 GmbH eine detaillierte Analyse der Funktionen und Schlüsselparameter von Tableau, QlikView und Qlik Sense, Power BI sowie Lumira Discovery und Lumira Designer.

Tableau

Tableau ist Marktführer für BI-Visualisierung. Tableau-Dashboards sind besonders flexibel und bieten eine Vielzahl an Funktionen zur individuellen Gestaltung. In der umfangreichen Bibliothek aus Visualisierungsarten findet sich der Anwender innerhalb kürzester Zeit zurecht. Sie ist leicht zu bedienen und spezielle Visualisierungseffekte wie Filter und Drill-Downs lassen sich schnell finden und anwenden. Auch werden die Vorgänge gut dokumentiert und gekennzeichnet und die Daten werden klar, attraktiv und interaktiv kommuniziert. Tableau bietet einen tiefen Einblick in die Daten und ermöglicht eine effiziente Veranschaulichung für komplexe Entscheidungsprozesse. Auch für die gemeinsame Nutzung innerhalb eines Teams ist Tableau eine optimale Lösung.

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QlikView und QlikSense

QlikView ist eines der marktführenden BI-Produkte von Qlik. Es ist die flexibelste BI-Plattform für die Umwandlung von Daten in Wissen und wurde für die gemeinsame Nutzung von BI-Berichten und Datenvisualisierungen entwickelt. Es ermöglicht Benutzern, Anwendungen mit eingebetteten Analysen zu erstellen. Voraussetzung hierfür sind jedoch Qlik-spezifische Entwicklungsfähigkeiten. Qlik Sense, ein weiteres Qlik-Produkt, wurde dagegen als moderne Datenexplorationsplattform wie Tableau konzipiert.

Das zweite Produkt des Unternehmens Qlik Sense ist besonders benutzerfreundlich. Es ist sehr flexibel, wenn es darum geht, Analysen in externe Anwendungen einzubetten. Es unterstützt allgemeine Webstandards wie HTML und verfügt über ein Responsive Design. So können Anwender Berichte und Visualisierungen erstellen, die für die Anzeige auf verschiedenen Geräten optimiert sind. Zielsetzung der Produktentwicklung bei Qlik ist die beiden Lösungen QlikView und Qlik Sense weiter zu aktualisieren und einander anzugleichen.

Power BI

Power BI ist Microsofts einfache, webbasierte Schnittstelle mit einer Vielzahl an Funktionen. So reicht der Umfang von einer anpassbaren Visualisierung bis hin zu einer Kontrolle der Datenquellen. Die primären Power-BI-Tools enthalten Power Query zum extrahieren und transformieren. Power Pivot zum modellieren und analysieren und Power View beziehungsweise Power Map zur Visualisierung der Daten. Der Power BI Designer konsolidiert die einzelnen Tools in einer All-in-One-Anwendung und löst die Abhängigkeiten zu Excel oder Office.

So wird PowerBI.com zum Austausch von Datensätzen, Berichten und Dashboards verwendet. Besonderer Vorteile der Power BI-Technologie ist eine In-Memory-Analyse-Engine und eine spaltenbasierte Datenbank. Darüber hinaus bietet die Technologie die perfekte Mischung aus Performance und Anwenderfreundlichkeit aufgrund der relativ einfachen DAX-Skriptsprache. Weitere Vorteile sind die monatlichen Aktualisierungen und eine kostenlose Version, die Kaufbarrieren reduziert.

Klarer Nachteil sind dagegen die fehlenden Benutzer-Parameter, wodurch keine Entity-spezifischen Dashboards erstellt werden können. Es gibt außerdem nur wenige begrenzte Datenquellen, die Echtzeitverbindungen mit Power BI ermöglichen. Während ein Dataset mehrere Datentypen umfassen kann, können Power BI-Berichte und Dashboards nur Daten aus einem einzelnen Dataset bereitstellen. Ein weiter Nachteil von Power BI ist die Begrenzung der Dateigrößen auf 250 MB. Zielsetzung der Lösung ist die Erweiterung und nicht das Ersetzen bestehender Berichterstellungstools, so dass es nicht als Ersatz für ein Enterprise Data Warehouse gesehen werden kann.

SAP BusinessObjects Lumira

SAP BusinessObjects Lumira ist ein Self-Service-Tool zur Datenvisualisierung für Geschäftsanwender. Das Tool kann mit der In-Memory-Plattform von SAP HANA oder ohne verwendet werden. SAP Lumira ist sowohl Self-Service BI-Erkennungstool als auch Visualisierungstool. Dieses Tool erweckt Daten durch die Vereinfachung der Erstellung und Freigabe von interaktiven Karten, Diagrammen und Infografiken zum Leben.

Mit Lumira Discovery können Daten aus einer Vielzahl von On-Premise- und Cloud-basierten Quellen importiert und visuelle BI-Analysen mit intuitiven Dashboards durchgeführt werden. Lumira Discovery ist ein umfangreicher Client für Business-Key-Anwender, die eine flexible Lösung benötigen. Mit Hilfe dieses Tools lassen sich Datenquellen verbinden sowie Daten erfassen, manipulieren und zusammenführen. Darüber hinaus bietet die Lösung eine Analyse von Offline- und Onlinedaten. Durch Visualisierungen können Erkenntnisse ad hoc von allen zu erstellenden Arten gewonnen werden.

Die SAP Lumira Designer-Edition ermöglicht interaktive, für Mobilgeräte optimierte Visualisierungen für Business-Dashboards. So können die gewonnen Informationen den Entscheidungsträgern präsentiert und die wichtigsten Erkenntnisse aus den Daten gewonnen werden. Lumira Designer ist das Tool für professionelle Anwender (IT-Abteilungen), um Berichte für Unternehmensanalysen zu erstellen. Es bietet die gleichen UI-Elemente wie Lumira Discovery und ermöglicht die individuelle Anpassung des Look-and-Feel und der Benutzerinteraktion durch Skripting und CSS-Stylesheets. Darüber hinaus können gemeinsam genutzte UI-Elemente erstellt werden. Die Reduktion von komplexen Anwendungen in kleine Teile ermöglicht eine die Verwaltung von umfangreichen BI-Deployments.

Wer ist der Gewinner?

Der Teufel steckt im Detail: Eine perfekte Lösung für alle Anforderungen gibt es nicht. Die Entscheidung für das richtige Tool hängt von verschiedenen Faktoren ab. So ist es wichtig, welche Software bereits besteht, da die Kompatibilität besondere Vorteile schafft. So lässt sich Power-BI am besten in Microsoft-Produkte wie Excel oder SharePoint integrieren. SAP Lumira empfiehlt dagegen eine Verbindung zum SAP-Backend (HANA-Views oder BW). QlikView/Qlik Sense und Tableau sind dagegen herstellerunabhängige Tools. Tableau bietet darüber hinaus eine Vielzahl an Funktionen, liefert das beste UX und stellt eine Verbindung zu vielen Datenquellen her. Aber aufgrund der regelmäßigen Updates und neuen Produktentwicklungen ist ein Toolvergleich immer eine Momentaufnahme. So befinden sich die Produkte in verschiedenen Phasen des Lebenszyklus und was heute zutrifft, könnte in zwölf Monaten schon nicht mehr aktuell sein.

Mobiles Management-Reporting mit neuer Smartphone-App

Der Business-Intelligence-Anbieter Bissantz & Company gibt die sofortige Verfügbarkeit einer neuartigen App bekannt. Die „DeltaApp“ komprimiert Datennavigation, Abweichungsanalyse und Performance Management auf den Bildschirm eines iPhone – und sie kommt ohne Diagramme aus.

Die App wurde speziell für die Anforderungen des mobilen Management-Reporting entwickelt. Die App startet mit einem Dashboard, in dem die wichtigsten Kennzahlen (KPI) des jeweiligen Unternehmensbereichs zusammengestellt sind. Für den Vertrieb könnten das etwa der Umsatz, Rabatte, Vertriebskosten und der Deckungsbeitrag sein. Neben den Ist-Zahlen sind die Abweichungen angegeben, zum Beispiel zum Vortag, Vorjahr oder zum Plan. Sie geben die für die Unternehmenssteuerung benötigten Impulse, wo ein Eingreifen oder tieferes Nachbohren erforderlich ist. Mit einer Daumenbewegung rücken dann immer jeweils diejenigen Zahlen und Merkmale in den Blick, die einer kaufmännisch sinnvollen Herangehensweise entsprechen.

Diagramme kommen in der App nicht mehr vor. Mit einer eigenen Grundlagenforschung, gestützt auf Erkenntnisse der Neurobiologie, konnte Bissantz nachweisen, dass diese methodisch unzuverlässig und für das Gehirn ein Umweg sind. Stattdessen führt die App den Blickverlauf des Anwenders mit typografisch skalierten Zahlen, den sogenannten Bissantz’-Numbers, deren Schriftgröße und Farbintensität mit größerem Wert zu-, mit kleinerem abnimmt. Mit KI-Modulen zur Transformation werden Daten aus allen typischen ERP-Systemen verarbeitet, sodass sich die DeltaApp schnell und ohne schwerfällige Data-Warehouse-Projekte einrichten lässt.

Dieser Artikel stammt von unserem Partnerportal Marconomy.

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