Kommentar von Stefan Müller, IT-Novum

7 beliebte Stolperfallen bei SAP-Daten

| Autor / Redakteur: Stefan Müller / Nico Litzel

Der Autor: Stefan Müller ist Director Big Data Analytics bei IT-Novum
Der Autor: Stefan Müller ist Director Big Data Analytics bei IT-Novum (Bild: IT-Novum)

Jedes mittelständische und auch viele kleinere Unternehmen verfügen über mindestens zwei Daten-Schatzkammern: über ein CRM-System mit allen Kundeninformationen und der Kontakthistorie für jeden einzelnen Kunden und über die ERP-Software, zum Beispiel von SAP, in der die kaufmännischen Vorgänge lückenlos dokumentiert sind. Wenn man nun die verschiedenen Daten miteinander verknüpft und analysiert, lassen sich überaus wertvolle Informationen daraus gewinnen.

Doch vielen Unternehmen gelingt es nicht, ihre SAP-Daten effektiv und umfassend für vertriebliche Aktivitäten, Customer Engagement oder strategische Überlegungen zu nutzen – sie stolpern in eine der nachfolgend aufgeführten Fehlerfallen.

1. Der Weg ist versperrt.

SAP-Daten sind nicht leicht zu finden. Schließlich unterscheidet sich die Ablagestruktur in einem SAP-System grundlegend von der Gliederung in einem Data-Warehouse (DW). Ohne entsprechende SAP-Spezialisten wird sich ein Unternehmen schwertun, die richtigen SAP-Ebenen anzusprechen, um an die Daten zu gelangen.

2. Es fehlt der Übersetzer für SAP-Idiome.

Wer außer den SAP-Insidern kann denn mit der Bezeichnung „MATNR“ etwas anfangen? Wohl kaum jemand. Denn SAP-Daten haben ein proprietäres Format und sind nicht intuitiv zu erfassen. Sie zu finden, reicht daher nicht, sie wollen auch noch richtig identifiziert werden.

3. Wie der süße Brei?

Tagtäglich wächst das SAP-Datenvolumen im Unternehmen weiter an. Schon aufgrund der Menge der zu verarbeitender Daten steigt so die benötigte Rechnerkapazität – bis die Auslastung erreicht ist. Eine fatale Konsequenz für die laufende Geschäftsabwicklung.

4. Alles ist im Fluss

Im normalen Geschäftsbetrieb ändern sich SAP-Daten ständig. Mit jeder Buchung werden neue Zahlen erzeugt oder bestehende Werte angepasst. Das wird problematisch, wenn die gleiche Datenanalyse mehrmals abgerufen wird, denn die Datenbasis ist nicht die gleiche.

5. And the winner is: … Excel

In vermeintlicher Ermangelung an Alternativen nutzen viele Unternehmen immer noch Excel, um ihre Unternehmensdaten auszuwerten. Und das trotz des hohen personellen und finanziellen Aufwands, der Fehleranfälligkeit durch manuelle Datenübertragung und Datenzersplitterung und stark eingeschränkter Auswertungsmöglichkeiten. Effektives Arbeiten geht anders.

6. Jedem das Seine

Gar nicht so ungewöhnlich: Jede Abteilung, jede Niederlassung, jede Tochterfirma betreibt ihr eigenes Datenauswertungsprogramm. Allerdings haben sie so auch nur ihre eigenen Daten im Fokus. Der Blick auf das große Ganze bleibt ihnen verwehrt. Von der fragwürdigen Effizienz des Vorgehens ganz zu schweigen.

7. Mit Vollgas in den Stau

Selbstverständlich könnten SAP-Fachleute Abhilfe schaffen. Aber haben Unternehmen wirklich freie Ressourcen in diesem Bereich? Wenn nicht, dann werden sich hier die Aufgaben stauen – die IT wird zum Bottleneck.

Glücklicherweise gibt es gut beschilderte Pfade, um die Stolperfallen zu umgehen. Mehr Informationen dazu enthält das Whitepaper „Den Datenschatz heben. Mit Data Analytics SAP-Daten vergolden“ (Registrierung erforderlich).

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 45347427 / Analytics)