Erweiterungsstudium Artificial Intelligence Engineering TU Graz startet KI-Studium

Von Berk Kutsal 2 min Lesedauer

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Mit dem Erweiterungsstudium Artificial Intelligence Engineering bringt die TU Graz ab Herbst 2025 ein neues Qualifizierungsformat an den Start. Das englischsprachige Programm vermittelt Masterabsolventen technischer und naturwissenschaftlicher Disziplinen erstmals praxisnahe Kompetenzen im Bereich KI, ohne auf ein klassisches Informatikstudium angewiesen zu sein.

TU Graz startet ab Herbst 2025 erstes Erweiterungsstudium zu Künstlicher Intelligenz in Österreich.(Bild:  Lunghammer - TU Graz)
TU Graz startet ab Herbst 2025 erstes Erweiterungsstudium zu Künstlicher Intelligenz in Österreich.
(Bild: Lunghammer - TU Graz)

Die Technische Universität Graz plant zum Wintersemester 2025 ein Weiterbildungsstudium. Das „Artificial Intelligence Engineering“ (AIE) richte sich gezielt an Masterstudenten technischer und naturwissenschaftlicher Fächer, die bisher keine tiefgehende Ausbildung im Bereich Künstliche Intelligenz (KI) absolviert haben.

Angesprochen sind laut TU Graz vor allem Studenten und Absolventen aus Fachbereichen wie Maschinenbau, Elektrotechnik, Physik, Mathematik und verwandten Disziplinen. Ausgenommen sind gezielt Informatiker sowie Studenten der Studiengänge Computer Science, Information and Computer Engineering und Software Engineering and Management.

Das zweisemestrige Zusatzstudium vermittelt auf 34 ECTS-Punkten fundierte Grundlagen der Informatik, Programmierung in Python sowie Kenntnisse über Datenstrukturen und Algorithmen. Darauf aufbauend lernen die Teilnehmer Methoden des maschinellen Lernens, Mustererkennung, neuronale Netze, Deep Learning und Reinforcement Learning kennen. Die TU Graz hebt hervor, dass auch ethische, rechtliche und soziale Aspekte der KI Teil des Curriculums sind.

Für die Zulassung sind ein abgeschlossenes Masterstudium in einer Ingenieur- oder Naturwissenschaft sowie grundlegende Englischkenntnisse erforderlich.

Zusatzqualifikation für Wirtschaft und Forschung

Das AIE-Programm richte sich nicht nur an TU-intern Studenten, sondern steht auch Absolventen anderer Hochschulen offen. Nach erfolgreichem Abschluss erhalten die Teilnehmer ein Zertifikat der TU Graz, das als Zusatzqualifikation im Lebenslauf ausgewiesen werden kann.

Im Fokus steht die praxisnahe Anwendung: Projektarbeiten und Seminare sollen die Studenten auf die Nutzung moderner KI-Methoden in ihrem jeweiligen Fachgebiet vorbereiten.

Typische Einsatzbereiche nennt die Universität in Sektoren wie Industrie, Logistik, Mobilität, Anlagensteuerungen, Service-Chatbots oder Assistenzsysteme.

Vizerektor Stefan Vorbach, zuständig für Lehre, betont: „Daher ist es für uns wichtig, dass wir Studenten und Absolventen neben dem Fachwissen aus ihrem Hauptstudium auch die Werkzeuge an die Hand geben, um bestens gerüstet in die Arbeits- oder Forschungswelt einzusteigen.“

Was ist ECTS?

Das European Credit Transfer and Accumulation System (ECTS) ist ein europaweit gültiges Punktesystem für Studienleistungen. Ein ECTS-Punkt steht für 25 bis 30 Stunden Arbeitsaufwand, 60 ECTS-Punkte entsprechen einem Vollzeit-Studienjahr. Damit werden Studienleistungen vergleichbar und der Wechsel zwischen Hochschulen oder Ländern erleichtert. ECTS-Punkte dienen als Maßstab für den Studienfortschritt und sind die Grundlage für die Anerkennung von Kursen und Abschlüssen in Europa.

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