Datenanalyse für die vernetzte Fahrzeugwelt Snowflake startet Branchenplattform für Autobauer

Von Berk Kutsal 2 min Lesedauer

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Der Datenplattform-Anbieter Snowflake stellt mit der „AI Data Cloud for Automotive“ eine spezialisierte Lösung für die Automobilindustrie vor. Sie soll Herstellern helfen, Daten aus Fahrzeugen, Entwicklung und Lieferkette zu analysieren und für KI-Anwendungen zu nutzen.

Mit der AI Data Cloud for Automotive adressiert Snowflake die wachsende Datenflut in den Bereichen Fahrzeugentwicklung und -produktion.(Bild:  KI-generiert)
Mit der AI Data Cloud for Automotive adressiert Snowflake die wachsende Datenflut in den Bereichen Fahrzeugentwicklung und -produktion.
(Bild: KI-generiert)

Snowflake erweitert sein Angebot für industrielle Datenanalyse und stellt mit der AI Data Cloud for Automotive eine Plattform speziell für die Automobilbranche vor. Laut Unternehmensangaben können Hersteller, Zulieferer und Mobilitätsanbieter damit Daten entlang der gesamten automobilen Wertschöpfungskette verarbeiten – von der Fahrzeugentwicklung über die Fertigung bis hin zum Service.

Der Start der neuen Branchenlösung folgt auf die Markteinführung der AI Data Cloud for Manufacturing im April 2023. Seitdem sei die Zahl der datenbasierten Anwendungen im Fertigungsbereich um 416 Prozent gestiegen, so Snowflake. Auch Analyseprojekte (+ 185 Prozent) und Data-Science-Nutzung (+ 188 Prozent) hätten deutlich zugelegt.

Vernetzte Fahrzeuge als Datenquelle

Laut Snowflake erzeugt ein einziges Fahrzeug pro Stunde mehr als 20 Gigabyte an Daten. Diese fallen unter anderem in Sensoren, Kameras oder Steuergeräten an und sollen mithilfe der Plattform effizient analysiert werden können. Snowflake setzt dafür auf eine skalierbare Architektur, bei der Speicher und Rechenleistung getrennt sind. So lasse sich die Plattform an wachsende Datenvolumen anpassen.

Hersteller wie Nissan oder Siemens würden die Snowflake-Lösung bereits einsetzen. Die Unternehmen könnten damit etwa Fahrzeugdaten auswerten, Qualitätssicherung betreiben oder KI-Anwendungen für Design und Wartung entwickeln.

Datenaustausch und KI-Nutzung

Ein zentraler Aspekt der neuen Branchenplattform ist laut Anbieter der sichere Datenaustausch über Unternehmens- und Systemgrenzen hinweg. Snowflake will damit nicht nur Entwicklungszyklen verkürzen, sondern auch die Zusammenarbeit zwischen OEMs, Zulieferern und Partnern erleichtern.

Darüber hinaus könnten Entwickler mit der Plattform KI-Modelle trainieren und maschinelles Lernen einsetzen, ohne dass sie eine eigene Infrastruktur aufbauen müssten. Dazu gehören laut Snowflake Anwendungsfelder wie die vorausschauende Wartung, virtuelle Testszenarien oder das Management von Serviceprozessen.

Daten als Handelsware

Fahrzeugdaten sollen sich über den Snowflake Marketplace nicht nur analysieren, sondern auch teilen und vermarkten lassen. Hersteller könnten so neue Geschäftsmodelle erschließen, etwa durch personalisierte Services oder datenbasierte Partnerschaften. Gleichzeitig ließen sich Kundenkontaktpunkte zusammenführen und individuell auswerten.

Lieferkette unter der Lupe

Die Plattform adressiert auch das Lieferkettenmanagement. Durch die Integration von Daten aus Logistik, Lagerhaltung und Lieferantensystemen lasse sich laut Snowflake eine Echtzeitüberwachung etablieren. Unternehmen könnten Engpässe früher erkennen, Bestände anpassen und Produktionsausfälle vermeiden.

Partnernetzwerk als Rückgrat

Snowflake nennt eine Reihe strategischer Partner, darunter Accenture, Deloitte, AWS, Siemens Digital Industries Software und Vertex. Diese sollen branchenspezifische Lösungen bereitstellen, etwa für digitale Zwillinge, Produktionsplanung oder das Monitoring von Fahrzeugflotten.

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