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Kommentar von Kalyan Kumar B. (KK), HCL Technologies Robotic Process Automation ist nicht länger das Pionierfeld

| Autor / Redakteur: Kalyan Kumar B. (KK) / Nico Litzel

Die Robotic Process Automation (RPA) steht heute zwar auf der Agenda jeder Organisation, sie wird dem von ihr erzeugten Hype aber nicht gerecht. Es gelingt ihr nicht, Unternehmen tatsächlich zu transformieren, sie wirkt sich größtenteils nur auf das Endergebnis aus. Wenn wir danach gehen, was RPA tut, können wir sagen, sie ermöglicht die Automatisierung von Aufgaben auf der Makroebene.

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Der Autor: Kalyan Kumar B. (KK) ist Executive Vice President & CTO – IT Services von HCL Technologies
Der Autor: Kalyan Kumar B. (KK) ist Executive Vice President & CTO – IT Services von HCL Technologies
(Bild: HCL Technologies)

Mit anderen Worten: Bei RPA geht es um die Standardisierung von Aufgaben, die einer begrenzten oder zumindest endlichen Zahl von Regeln unterliegen. Reicht RPA aus, um ein Unternehmen durch seinen Weg der Transformation zu leiten?

In der realen Welt sind endliche Regeln in den meisten Szenarien nicht anwendbar. Geschäfts- und IT-Prozesse laufen viel komplizierter ab und sind mit der reinen Anwendung einfacher Workflows oder Regeln nicht abbildbar. Stellen Sie sich Funktionsbereiche wie Marketing, Finanzen, Recht, Rechnungswesen, Forschung, Arzneimittelentdeckung, Fakturierung, Beschwerdemanagement und dergleichen vor, die sich mit Datenbergen befassen, um aussagekräftige Rückschlüsse zu ziehen. In solchen Szenarien unterstützt Cognitive Orchestrated Process Autonomics (COPA) Unternehmen dabei, echte Unternehmenstransformation zu erreichen und durch eine schnellere Markteinführung ein Umsatzwachstum zu erzielen. Bevor wir das weiter diskutieren, ist es wichtig, zuerst zu verstehen, worum es bei COPA geht.

COPA ist, ganz simpel ausgedrückt, der Prozess der Nutzung von Computersystemen, um nachzuahmen, wie unser Gehirn Informationen verarbeitet, Aufgaben ausführt und konsequent lernt. In der Geschäftswelt wird COPA verwendet, um Probleme zu antizipieren und Lösungen zu entwickeln, basierend darauf, was aus großen Datenmengen gelernt wurde. Es funktioniert in Geschäfts- und IT-Prozessen präzise. Und am wichtigsten: Es koexistiert mit Menschen.

Automatisierung durch Künstliche Intelligenz & Co.

COPA nutzt, in der Sprache eines Technologen formuliert, riesige Datenmengen und ermöglicht so die Automatisierung durch Künstliche Intelligenz (KI), maschinelles Lernen, Natural Language Processing (NLP), Mustererkennung und semantische Ontologien. COPA-Systeme helfen uns Menschen dabei, die Erfahrung zu verstärken, die Produktivität zu steigern, effektive Ergebnisse zu erzielen, die Qualität zu verbessern und die Entscheidungsfindung zu beschleunigen.

Während der gesamten Entwicklung arbeitet COPA mit menschlichen Experten zusammen und wird zunehmend in unterschiedlichsten Fällen branchenübergreifend eingesetzt. So nutzen unsere Life-Sciences-Kunden COPA zum Beispiel für die Bereiche klinisches Datenmanagement, Pharmakovigilanz, Arzneimittelentdeckung und ähnliches. Ebenso unterstützen wir unsere Finanzdienstleistungskunden mit COPA-basierten KYC-Prozessen, Clearing & Settlements, Kontoeröffnung & -schließung, Geldwäsche- & Betrugs-Checks, Forderungen und Rechtsstreitigkeiten, Due Diligence und Financial Reporting, um nur einige zu nennen. Andere Industriezweige wie Versorgungsunternehmen, Telekommunikation, Banken, Pharmazie und verarbeitende Industrie nutzen COPA aktiv für Geschäftsgewinne.

In ähnlicher Weise nutzen innerhalb eines Unternehmens verschiedene Geschäftsbereiche COPA, um die Geschwindigkeit zu erhöhen, Qualität zu verbessern, Kosten zu senken, Sicherheit zu verbessern, Effizienz zu steigern und den Kundenkomfort zu erhöhen. Im Marketing wird COPA beispielsweise für die verbesserte Kundensegmentierung, die Analyse der Kundenabwanderung und die Entwicklung neuer Produkte eingesetzt, um nur einige Beispiele zu nennen. Und Personalabteilungen nutzen COPA unter anderem für die Bereiche Gehaltsabrechnung, Recruiting und Exit Management.

Auf dem Weg zum „One Office“

Zusammengefasst basiert die Evolution von COPA auf dem faktischen Unternehmenserfordernis, ihre Front-, Middle- und Backoffices zusammenzuführen – Stichwort „One Office“. Cognitive Orchestrated Process Autonomics (COPA) wurde entwickelt, um dieses „One Office"-Konzept zum Leben zu erwecken. Dafür werden sie über ein Interface zusammengeführt: Das Front-Office über einen kognitiven Broker, das Middle Office über kognitive Automation und das Back Office über Robotik-Automatisierung. COPA ist ein schlagkräftiges Konzept, das bei Kunden, Technologiepartnern und Investoren gleichermaßen auf Resonanz gestoßen ist.

Die Nachfrage nach COPA kann nur als enorm bezeichnet werden. Die Geschichte von COPA und uns Menschen wird in naher Zukunft noch an Kraft gewinnen. Behalten Sie im Auge, was passiert. Und denken Sie daran, RPA ist einfach nicht genug!

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