Sichere IoT- und Edge-Lösungen

Microsoft vereinfacht Entwicklung digitaler Zwillinge

| Autor / Redakteur: Martin Hensel / Nico Litzel

Microsoft hat eine Reihe an Neuheiten rund um digitale Zwillinge, IoT und Edge Computing vorgestellt.
Microsoft hat eine Reihe an Neuheiten rund um digitale Zwillinge, IoT und Edge Computing vorgestellt. (Bild: Microsoft)

Im Rahmen der Ignite 2018 hat Microsoft in Orlando/Florida gezeigt, wie Unternehmen mit Künstlicher Intelligenz (KI), dem Internet der Dinge (IoT) und Edge Computing die Digitalisierung vorantreiben können.

Auf der Konferenz präsentierte Microsoft unter anderem neue Dienste und Updates bestehender Services, die auf Azure basieren. Zudem wurden Neuheiten für SQL Server 2019 und Windows Server 2019 vorgestellt. Der Softwareriese gab außerdem bekannt, rund 40 Millionen US-Dollar in die Entwicklung von KI für den Katastrophenschutz und den Schutz von Kindern und Flüchtlingen zu investieren. Gemeinsam mit Adobe rief Microsoft die Open-Data-Initiative ins Leben, die den Datenaustausch über unterschiedliche Plattformen vereinfachen soll.

Azure-Neuheiten im Überblick

Zu den Azure-Neuvorstellungen zählt Azure Digital Twins: Dabei handelt es sich um einen IoT-Service, der die Erstellung digitaler Modelle physischer Umgebungen ermöglicht und auf diese Weise den Betrieb von IoT-Anwendungen simuliert. Die so erzeugten digitalen Zwillinge sollen beispielsweise für optimierte Prozesse sorgen und den Ressourcenverbrauch reduzieren. So lassen sich etwa Wartungszyklen besser prognostizieren und belastbare Aussagen über die Infrastrukturnutzung treffen. Azure Digital Twins ist ab Mitte Oktober als Public Preview verfügbar.

Microsoft stellte außerdem mit dem ab sofort erhältlichen Azure IoT Central eine vollständig verwaltete SaaS-Lösung für die Vernetzung und Überwachung von IoT-Ressourcen vor. Ebenfalls sofort verfügbar ist die Azure Data Box, die 100 Terabyte Kapazität bietet und eine zuverlässige, manipulationssichere Methode zur Übertragung von Daten in die Cloud darstellt. Eine Edge-Variante ist ebenfalls vorhanden. Azure Confidential Computing steht in Kürze als Preview auf den Azure Virtual Machines der DC-Serie bereit. Es ermöglicht die Verarbeitung verschlüsselter Daten in Public-Cloud-Diensten. Somit lassen sich zum Beispiel verschlüsselte, sensible Daten für Machine-Learning-Analysen verwenden, ohne zuvor die Informationen zu entschlüsseln. Dies reduziert unter anderem Risiken durch Datendiebstähle oder Hackerangriffe.

Mikrocontroller-basierte IoT-Geräte

Microsoft gab ebenfalls bekannt, dass die Azure Sphere Developer Kits nun erhältlich sind. Hersteller können damit sichere IoT-Geräte auf Basis von Mikrocontrollern (MCUs) für Smart-Home- und Industrie-4.0-Anwendungen erstellen. Die MCUs übernehmen die Steuerung der Geräte und bringen zusätzlich Speicherkapazität und Softwarefunktionen mit. Azure Sphere basiert dabei auf drei Komponenten: MCUs mit integrierter Microsoft-Sicherheitstechnologie und Konnektivität, dem Betriebssystem Azure Sphere OS mit mehrschichtigen Sicherheitsfunktionen sowie dem schlüsselfertigen Cloud-Dienst Azure Sphere Security Service für sichere Kommunikation von Gerät zu Gerät sowie in die Cloud und zurück.

Weitere Neuerungen

Microsoft gab noch eine Reihe weiterer Neuheiten bekannt. Dazu zählt auch ein Update für Azure Machine Learning, um KI-Module schneller als bisher zu erstellen, trainieren und einzusetzen. Ab sofort ist auch der Cognitive Speech Service verfügbar. Er bündelt mehrere KI-Funktionen in einem Dienst und enthält unter anderem verbesserte Modelle für Spracherkennung, Übersetzung und Stimmen. Die Preview von SQL Server 2019 bringt dagegen neue Funktionen zur Verarbeitung großer Datenmengen mit. Dazu zählen etwa Online-Transaction-Processing (OLTP), Data Warehousing und Business Intelligence. Apache Spark und das Hadoop Distributed File System (HDFS) sind ebenso an Bord, wie Konnektoren für Datenbanken von Oracle, Teradata und MongoDB. Azure SQL Hyper Scale, der Azure Explorer und ein Update für den Azure Cosmos DB Multi-Master sind ebenfalls in Kürze verfügbar. Im Oktober ist außerdem Windows Server 2019 allgemein zugänglich.

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