Studie zeigt Wachstum bei Machine-to-Machine-Kommunikation

M2M-Technologie bringt Potenzial für IT-Dienstleister mit

| Autor / Redakteur: Sarah Gandorfer / Andreas Donner

Erik Brenneis, Director Machine-to-Machine bei Vodafone
Erik Brenneis, Director Machine-to-Machine bei Vodafone (Bild: Vodafone)

Laut der Vodafone-Umfrage „M2M Adoption Barometer 2014“ werden vermehrt M2M-Technologien (Machine-to-Machine) in Unternehmen eingesetzt. Der Provider sieht in diesem Markt Potenzial für IT-Dienstleister.

Für das „M2M Adoption Barometer 2014“ befragte Vodafone weltweit Unternehmen in 14 Ländern aus sieben Branchen zum Einsatz von M2M-Anwendungen. Aktuell nutzen bereits 22 Prozent der Umfrageteilnehmer M2M-Kommunikation. Dies entspricht einer Steigerung um 80 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, in dem die Studie zum ersten Mal durchgeführt wurde. Zudem planen mit 55 Prozent mehr als die Hälfte der Befragten den Einsatz von M2M-Lösungen im Jahr 2016. Der TK-Provider sieht in M2M-Projekten zudem Geschäftschancen für IT-Dienstleister.

Neben dem deutlichen Anstieg zeigt der Report ebenfalls, dass die M2M-Technologie immer stärker bei externen Lösungen mit direktem Kundenbezug und weniger als reiner interner Effizienztreiber zum Einsatz kommt. Damit wandert M2M von internen Prozessen in der Werkshalle hin zu neuen Produkten und Services. Bis 2016 werden 75 Prozent der M2M-Projekte einen externen Bezug haben.

Asien und Deutschland liegen vorne

Wie der Report im vergangenen Jahr bereits prognostiziert hat, sind die USA von der Region Asien-Pazifik mit einer M2M-Einsatzquote von 27 Prozent deutlich überholt worden (siehe Bildergalerie). Auf Platz zwei folgt Europa mit 21 Prozent der befragten Unternehmen, die bereits M2M-Lösungen nutzen, wobei Deutschland innerhalb Europas mit 28 Prozent klarer Spitzenreiter ist. Die USA liegen im regionalen Vergleich mit aktuell 17 Prozent auf dem dritten Platz.

Laut den Verfassern des Reports ist das deutliche Wachstum im asiatisch-pazifischen Raum vor allem auf die starke Unterstützung der öffentlichen Hand in den Bereichen Smart Cities und Smart Metering zurückzuführen. Die Verfasser glauben allerdings, dass sich die Regionen in zwei Jahren auf einem vergleichbaren Niveau von rund 50 Prozent Einsatzquote bewegen werden.

Consumer Electronics setzt auf M2M

Mit jeweils fast 30 Prozent Marktdurchdringung sind M2M-Anwendungen in den Branchen Consumer Electronics, Energieversorgung und Automobilindustrie besonders stark vertreten. Am häufigsten nutzen Unternehmen aus dem Bereich Consumer Electronics M2M-Technologien. Die Verbreitung liegt hier bei derzeit 29 Prozent unter den befragten Firmen. Grund dafür ist unter anderem, dass immer mehr Geräte für Endverbraucher, wie etwa Smart-TVs und Spielkonsolen, via M2M-Lösungen mit dem Internet verbunden werden.

Ergänzendes zum Thema
 
M2M und das Internet der Dinge

Diese Entwicklung wird laut der Studie das Wachstum in den kommenden Jahren noch verstärken. Bis 2016 werden demnach nahezu drei Viertel (74 Prozent) der Elektrogeräte-Hersteller M2M-Kommunikation einsetzen. Der Trend geht dabei hin zu vernetzten Haushaltsgeräten, wie beispielsweise Heizungsthermostaten oder Küchengeräten.

Schon heute setzen außerdem die Energieversorger auf M2M-Kommunikation. 28 Prozent der Unternehmen aus diesem Sektor bieten ihren Kunden M2M-basierte Lösungen wie beispielsweise Smart Meter (intelligente Messzähler) oder Smart Home (intelligente Hausvernetzung) an. Ein Trend, der sich in den kommenden Jahren fortsetzt: Insgesamt 62 Prozent der befragten Unternehmen aus der Energiebranche wollen im Lauf der nächsten zwei Jahre M2M-Technologie nutzen. Zu diesem Wachstum trägt auch die steigende Verbreitung komplexerer Lösungen bei, zum Beispiel für Energiedatenmanagement.

In der Automobilbranche kommt M2M-Kommunikation schon seit einigen Jahren zum Einsatz. Laut der Umfrage sind es aktuell 28 Prozent der Firmen, Tendenz steigend. Klassische Anwendungsgebiete sind etwa Notrufsysteme oder Infotainment Dienste, die derzeit vor allem in PKWs aus der oberen Mittel- und Oberklasse eingebaut werden. Künftig finden sich diese in immer mehr Fahrzeugen. So gaben mit 53 Prozent mehr als die Hälfte aller Automotive-Firmen an, in zwei Jahren eine M2M-Lösung einzusetzen.

Lesen Sie auf der nächsten Seite, wie Vodafone die Chancen für IT-Dienstleister einschätzt.

Inhalt des Artikels:

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de/ (ID: 42857098 / Data Sourcing)