Umfrage unter Arbeitnehmern

Künstliche Intelligenz wird überwiegend positiv wahrgenommen

| Autor / Redakteur: Martin Hensel / Nico Litzel

Arbeitnehmer stehen KI positiver als häufig angenommen gegenüber.
Arbeitnehmer stehen KI positiver als häufig angenommen gegenüber. (Bild: Pixabay)

Eine aktuelle Genesys-Umfrage unter rund 800 Arbeitnehmern zeigt, dass KI im Arbeitsalltag eher als Freund und nicht als Feind gesehen wird. Nur 20 Prozent der Befragten fühlten sich durch die Einführung von KI-basierten Systemen am Arbeitsplatz bedroht.

Die Studie widerlegt damit die häufig wiederholte Annahme, dass Mitarbeiter Angst vor der Übernahme ihres Jobs durch neue Technologien hätten. Zumindest laut der Genesys-Erhebung ist das nicht der Fall: 45 Prozent der Befragten gaben an, durch den Einsatz entsprechender Tools Zeit zu sparen und sich auf geschäftskritische Aufgaben konzentrieren zu können. Etwa ein Viertel der Teilnehmer meint, dass KI und andere moderne Technologien die Produktivität fördern.

„Es ist ein positives Signal, dass die Mitarbeiter in Deutschland die Vorteile neuer Technologien wie KI sehen und den Mehrwert, den diese für ihre täglichen Aufgaben bedeuten können. Unternehmen, bei denen KI-Technologien und Mitarbeiter im Einklang arbeiten, werden am meisten von ihrer qualifizierten Belegschaft und ihren Technologieinvestitionen profitieren“, meint Heinrich Welter, General Manager DACH von Genesys.

Ethik und Zukunftsaussichten

Für die Mitarbeiter sind auch ethische Aspekte wichtig, wie die Studie zeigt. So vertrauen zwei Drittel der Befragten darauf, dass ihr Unternehmen KI auf ethisch korrekte Weise einsetzen wird. Ähnlich viele Teilnehmer sind der Meinung, dass ihr Unternehmen eine schriftliche ethische Richtlinie zum Einsatz von KI und Bots in Betracht ziehen sollte.

Genesys befragte die Teilnehmer auch nach deren Zukunftseinschätzungen. So geht ein Drittel für die nächsten fünf Jahre von positiven Auswirkungen von KI auf ihren Arbeitsplatz aus. Ein weiteres Drittel gab an, gar keine Effekte zu erwarten. Nur 15 Prozent fürchten negative Folgen von KI auf ihre Arbeitsstelle. Einigkeit herrscht dagegen bezüglich der Notwendigkeit von Weiterbildungsmaßnahmen. 81 Prozent der Arbeitnehmer erwarten von ihrem Arbeitgeber, dass er Trainings für den Umgang mit KI-Technologien anbietet.

„Durch den Einsatz intelligenter Technologien entwickeln sich die Rollen der Mitarbeiter weiter. KI wird zunehmend die sich wiederholenden, leicht automatisierbaren Aufgaben übernehmen. Dadurch können sich die Mitarbeiter auf erfüllendere Tätigkeiten konzentrieren, die Fertigkeiten erfordern, die KI nicht leisten kann – etwa Kreativität, Führung und Empathie“, fasst Welter zusammen.

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