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Studie von Microsoft KI ist Wachstumstreiber und verändert Unternehmensführung

Autor / Redakteur: Martin Hensel / Nico Litzel

Künstliche Intelligenz (KI) ist laut einer aktuellen Microsoft-Studie ein Wachstumstreiber: Stark wachsende Unternehmen setzen demnach mehr als doppelt so häufig auf KI-Verfahren wie langsam expandierende Firmen.

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KI ist besonders in wachstumsstarken Unternehmen ein wichtiges Thema.
KI ist besonders in wachstumsstarken Unternehmen ein wichtiges Thema.
(Bild: Microsoft)

Konkret setzen 37,8 Prozent der internationalen Unternehmen mit zweistelliger Wachstumsrate KI-Systeme ein. In langsam wachsenden Firmen beträgt dieser Anteil 17,1 Prozent. Grenzt man den Fokus auf Deutschland ein, ist der Unterschied mit 66,7 zu 16,7 Prozent sogar noch deutlicher. Gleichzeitig verändert KI die Unternehmensführung in allen Ländern: Entscheider wollen KI nicht nur zur Effizienzsteigerung, sondern auch für Leitungsaufgaben nutzen. Die so eingesparte Zeit soll vor allem in Motivation und Inspiration der Mitarbeiter (28,5 Prozent), die Identifizierung neuer Marktchancen (23,8 Prozent) und das Setzen der richtigen Ziele (22,3 Prozent) investiert werden.

Eile ist geboten

Gerade in schnell wachsenden Unternehmen herrscht eine gewisse Dringlichkeit rund um den KI-Einsatz. So wollen 75 Prozent der deutschen Entscheider die Technik innerhalb des kommenden Jahres zur Entscheidungsfindung nutzen. 42,9 Prozent der wachstumsstarken Firmen gaben zudem an, KI im gleichen Zeitraum auch für die Entwicklung neuer Lösungen und Geschäftsmodelle einsetzen zu wollen. Zudem verändern sich die Aufgaben der Führungskräfte: Mehr als die Hälfte (58,3 Prozent) gehen davon aus, Probleme mit KI künftig vollkommen anders zu lösen. In wachstumsschwachen Firmen liegt dieser Anteil nur bei 41 Prozent.

Ausbau der Fähigkeiten nötig

Die mit KI verbundenen Änderungen sind auch mit dem Bedarf an weiterentwickelten Fähigkeiten verbunden, wie gut zwei Drittel (69 Prozent) der Entscheider angeben. Hier zeigt sich eine Diskrepanz: In schnell wachsenden Unternehmen will rund die Hälfte der Führungskräfte ihre Skills entsprechend erweitern, während es in langsam wachsenden Firmen 71,8 Prozent sind. Die Studie führt dies darauf zurück, dass in den schnell expandierenden Unternehmen KI bereits aktiv in die Unternehmensstrategie eingebunden ist und damit die nötigen Fähigkeiten bereits vorhanden sind. Im Durchschnitt haben dennoch erst 37,8 Prozent aller befragten Unternehmen KI-Technologie implementiert.

„KI verändert Führung. Das stellt Entscheider vor neue Herausforderungen: Für den erfolgreichen Umgang mit Künstlicher Intelligenz müssen sie sich neue Fähigkeiten aneignen und die Führungskultur weiterentwickeln. Genauso wie sich Technologie ständig weiterentwickelt, kann im KI-Zeitalter auch der Lernprozess von Beschäftigten und Führungskräften niemals abgeschlossen sein“, meint Markus Köhler, Personalleiter und Mitglied der Geschäftsleitung von Microsoft Deutschland.

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