KI außer Kontrolle Was passiert, wenn Unternehmen ihren Mitarbeitern bei KI freie Hand lassen?

Quelle: Pegasystems 2 min Lesedauer

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Wer die KI-Einführung im Unternehmen dem Zufall überlässt, zahlt dafür einen Preis. Mitarbeiter wählen eigene Tools, Daten wandern unkontrolliert nach außen, Prozesse fragmentieren sich. Sieben Risiken, die Unternehmen kennen sollten, und ein Ansatz, der ihnen entgegenwirkt.

Der Autor: Uwe Specht ist Prinicple Specialist Solution Consultant bei Pegasystems(Bild:  Pegasystems)
Der Autor: Uwe Specht ist Prinicple Specialist Solution Consultant bei Pegasystems
(Bild: Pegasystems)

Gehen Unternehmen die Einführung von KI nicht koordiniert an, greifen Mitarbeiter schnell zu eigenen Tools wie ChatGPT oder Gemini. Ein Verbot löst das Problem nicht. Es lässt sich technisch kaum durchsetzen und verschenkt das transformative Potenzial der Technologie.

Die wichtigsten Risiken einer unkoordinierten KI-Nutzung im Überblick:

1. Fehlerhafte oder verzerrte Ergebnisse

Öffentliche KI-Tools agieren häufig als Black Box. Wie die zugrundeliegenden Modelle trainiert wurden und zu ihren Ausgaben gelangen, ist für Unternehmen nicht nachvollziehbar. Hinzu kommt: Internes Know-how, das für viele Aufgaben entscheidend ist, fehlt diesen Modellen vollständig.

2. Sicherheitsrisiken

Werden interne Dokumente über öffentliche KI-Tools verarbeitet, können sensible Daten unkontrolliert nach außen gelangen. Das betrifft Kundendaten, Verträge, Quellcode oder Intellectual Property. Einmal geteilt, haben Unternehmen keinerlei Kontrolle mehr über diese Informationen.

3. Datenschutzverletzungen

Bei der Nutzung öffentlicher KI-Tools besteht die Gefahr, dass personenbezogene Daten von Mitarbeitern oder Kunden weitergegeben werden. Viele außereuropäische KI-Dienste lassen sich datenschutzkonform nicht einsetzen. Rechtliche Konsequenzen in Form von Bußgeldern und Reputationsschäden sind die mögliche Folge.

4. Fehlender geschäftlicher Mehrwert

Mitarbeiter, die eigenständig KI-Tools auswählen, optimieren in der Regel nur ihre unmittelbaren Einzelaufgaben. Eine prozessübergreifende Wirkung oder ein messbarer Geschäftsnutzen bleibt dabei meist aus.

5. Unnötiger Mehraufwand

Ohne zentrale Vorgaben experimentieren viele Mitarbeiter parallel mit verschiedenen Tools. Es entsteht ein Flickenteppich, der Abstimmungsaufwand erzeugt und die spätere Vereinheitlichung durch IT-Teams erschwert.

6. Ungewollte Abhängigkeiten

Der unkontrollierte Einsatz externer Tools schafft Abhängigkeiten: Mitarbeiter gewöhnen sich an bestimmte Lösungen, und Prozesse geraten ins Stocken, wenn Anbieter Preismodelle ändern oder vom Markt verschwinden.

7. Compliance-Risiken

Öffentlichen KI-Tools fehlt es häufig an Nachvollziehbarkeit, Auditierbarkeit und Dokumentationsfunktionen. Unternehmen können Entscheidungen nicht überprüfen. Fragen zu Datenschutz oder Regelkonformität bleiben dann unbeantwortet.

Der Weg zu unternehmenstauglicher KI

Um diese Risiken zu vermeiden, sollten Unternehmen ihren Mitarbeitern gezielt ausgewählte KI-Tools bereitstellen, die End-to-End-Prozesse verbessern. Low-Code-Plattformen bieten hier einen praktikablen Ansatz: Sie stellen geprüfte Bausteine bereit, ermöglichen eine effiziente Entwicklung unter Einbindung der Fachbereiche und fördern die Wiederverwendung einmal erstellter Komponenten.

Ergänzt um Workflow-Fähigkeiten lassen sich Abläufe präzise steuern und KI-Entscheidungen leichter nachvollziehen. Deterministische Ergebnisse werden erreichbar. Das ist ein entscheidender Vorteil überall dort, wo Genauigkeit und Regelkonformität zählen. Moderne Low-Code-Plattformen nutzen ihrerseits KI, um das Anwendungsdesign zu vereinfachen und zu beschleunigen. Sie senken damit die Einstiegshürden für Fachbereichsmitarbeiter erheblich.

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