KI für Rechnungswesen, Jahresabschluss und Wirtschaftsprüfung KI als Schlüssel zur Effizienzsteigerung und Compliance

Von Bernhard Lück 2 min Lesedauer

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Künstliche Intelligenz (KI) verändert die Art und Weise, wie Unternehmen ihre Prozesse u. a. im Finanz- und Rechnungswesen organisieren und umsetzen, und ermöglicht Wirtschaftsprüfern, effizienter zu arbeiten. Dies unterstreicht eine gemeinsame Studie von Lünendonk und RSM Ebner Stolz.

KI wird insbesondere in der Automatisierung von Routinetätigkeiten, wie der Belegerkennung, der automatisierten Datenerfassung und Datenverarbeitung sowie der Texterstellung, eingesetzt.(Bild:  Lünendonk)
KI wird insbesondere in der Automatisierung von Routinetätigkeiten, wie der Belegerkennung, der automatisierten Datenerfassung und Datenverarbeitung sowie der Texterstellung, eingesetzt.
(Bild: Lünendonk)

Die neue Lünendonk-Studie „Künstliche Intelligenz im Rechnungswesen, der Jahresabschlusserstellung und der Wirtschaftsprüfung“ in Zusammenarbeit mit RSM Ebner Stolz zeigt, dass mittelständische Unternehmen auf KI-gestützte Lösungen setzen, um die Effizienz zu steigern, Fehler zu reduzieren und komplexe Finanzprozesse zu optimieren. So nutzen bereits 63 Prozent der befragten Unternehmen Business Intelligence Software oder Data-Analytics-Tools, um Finanzprozesse zu verbessern. Dabei zeigt sich, dass KI insbesondere in der Automatisierung von Routinetätigkeiten, wie der Belegerkennung, der automatisierten Datenerfassung und Datenverarbeitung sowie der Texterstellung, eingesetzt wird. „Fast die Hälfte der Unternehmen plant, in den kommenden zwei Jahren verstärkt auf KI-Technologien zu setzen“, so Studienautor und Lünendonk-Geschäftsführer Jörg Hossenfelder. „Damit wollen sie sich den wachsenden Anforderungen des Marktes stellen sowie gleichzeitig Effizienzpotenziale heben.“

Neben der Automatisierung bietet KI weitere entscheidende Vorteile. „KI ermöglicht es Unternehmen, ihre Abschlusszyklen zu verkürzen und die Genauigkeit von Finanzprognosen erheblich zu verbessern“, erläutert Christoph Brauchle, Partner bei RSM Ebner Stolz. „Unsere Studie zeigt, dass insbesondere die größeren Unternehmen mit einem Umsatz zwischen 250 und 750 Millionen Euro bereits heute fortgeschrittene KI-Anwendungen zur Analyse und Interpretation von Finanzdaten einsetzen.“

Laut der Studie spielt der Einsatz von KI auch bei der Betrugserkennung und der Sicherstellung der Compliance eine signifikante Rolle. Systeme zur Erkennung von Unregelmäßigkeiten in Finanzdaten werden zunehmend von Unternehmen nachgefragt, um die finanzielle Integrität und Transparenz zu gewährleisten.

Zukunft der Wirtschaftsprüfung: Prüfer bleibt Sparringspartner

Für die Wirtschaftsprüfung stellt der zunehmende Einsatz von KI eine große Chance dar, insbesondere zum Datenaustausch und der Prüfung einzelner Geschäftsvorfälle. Markus Groß, Partner bei RSM Ebner Stolz, sieht den größten Mehrwert durch die Anwendung Künstlicher Intelligenz in den Effizienzgewinnen durch Automatisierung und verbesserte analytische Fähigkeiten. Die Arbeitsroutinen der Wirtschaftsprüfer werden durch den Einsatz von KI erleichtert. Dennoch: Das Testat unter einem Jahresabschluss erteilt der Wirtschaftsprüfer mit seiner menschlichen Urteilsfähigkeit, nicht die KI. So betont die Studie, dass der Wirtschaftsprüfer auch in einer KI-geprägten Zukunft eine entscheidende Rolle als Sparringspartner für Unternehmen behält.

Über die Studie

Die Lünendonk-Studie basiert auf einer Befragung von 39 Unternehmen sowie fünf Experteninterviews und wurde gemeinsam mit der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft RSM Ebner Stolz erstellt. Sie analysiert den Einsatz von KI im Rechnungswesen und in der Jahresabschlusserstellung und zeigt Trends, Herausforderungen und Chancen für Unternehmen auf. Zudem werden in fünf Experteninterviews tiefere Einblicke in die Herausforderungen und Chancen der Technologieintegration gegeben.

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