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IBM Pure Data for Analytics – von Mini bis Maxi IBM aktualisiert Big Data Appliances

| Autor / Redakteur: Michael Matzer / Nico Litzel

IBM hat ein neues Release seiner Appliance „Pure Data for Analytics“ vorgestellt. Die sieben auf Netezza-Technologie basierenden Appliances sollen eine höhere Leistung als die Vorgänger liefern, aber auch mehr Sicherheit bieten. Während sich das kleine Modell N3001-001 an den Mittelstand wendet, adressieren die anderen Modelle Großunternehmen.

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Die neuen Appliances auf Netezza-Basis werden mit IvyBridge-CPUs von Intel geliefert.
Die neuen Appliances auf Netezza-Basis werden mit IvyBridge-CPUs von Intel geliefert.
(Bild: IBM)

Auch kleine und mittelständische Unternehmen sollen von der Fähigkeit der PureData for Analytics Appliance (ehemals Netezza) profitieren, komplexe Datenanalysen in kürzester Zeit ausführen zu können. Netezza, von IBM vor ein paar Jahren aufgekauft, zeichnet sich durch eine Datenbankplattform namens NPS aus, die „hochkomplexe Analysen in Minuten statt in Stunden erstellen kann“, wie Christian Reinert sagt, Big Data, Integration & Governance Leader Deutschland, Österreich und Schweiz bei IBM.

Die kompakte Mini-Version (Mini N3001-001) bietet IBM als 2-Server-Rack-Modell zu einem Basispreis von „unter 100.000 Euro“ an, erklärt Reinert. Dieses in einen Rack einbaubare Modell sei ideal für ein Datenvolumen bis vier Terabyte Festplattenkapazität, was für die meisten Data Warehouses bereits ausreicht. Datenkompression steigert diese Kapazität noch.

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Einstiegsmodell für kleinere Unternehmen

Das Einstiegsmodell eigne sich besonders für kleinere Unternehmen oder auch als Test- und Entwicklungssystem. Eine Produktivumgebung erfordert indes je nach Kundenforderung teilweise größere Modelle. Der Vorteil der Appliance: Die Fachabteilung kann sie binnen eines Tages einsetzen, ohne die Datenbank erst tunen zu müssen. Somit kann die Maschine schon nach einem Tag wertschöpfend zum Kapitalrückfluss (ROI) beitragen.

Die neue Modellreihe (N3001) der PureData for Analytics besteht aus sieben Modellen in Single- bzw. Multiple-Racks, die je nach Workload und Datenbankgröße gewählt werden können.

„Zum Einsatz kommen nun neue modernere Cores in den verbauten Blades“, gibt Reinert Auskunft. „Je Maschine sind nun mehr Cores verbaut. Das bisherige Modell N2002-005 etwa verfügt über 64 Cores, die neue, mittelgroße N3001-005 besitzt 80 Cores, also 16 Rechenkerne mehr.“ Für Unternehmen mit höchsten Anforderungen hat IBM das 8-Rack-Modell N3001-080 mit einer Festplattenkapazität von bis zu 1,5 Petabyte vorgestellt.

Die Appliance arbeitet nicht, wie erwartet, mit Flash Memory, sondern mit einer großen Anzahl an Blades und Festplatten. „Durch den einzigartigen Einsatz der FPGAs (Field Programmable Gate Arrays), welche einen intelligenten „Query Filter“ darstellen, werden nur für die Analyse relevante Daten verarbeitet, was die hohe Performance ermöglicht“, erläutert Reinert.

Einsatzgebiete der größeren Netezza-Appliance sieht er in der Energiewirtschaft, im Einzelhandel und in der Telekommunikation. „Dort hilft die Appliance beispielsweise, Möglichkeiten herauszufinden, wie sich wechselwillige Kunden besser binden lassen, aber auch, um Up- und Cross-Selling-Möglichkeiten zu finden.“

Software

Letztlich ist jedoch die Software für den Kunden ausschlaggebend. Alle neuen Modelle verfügen über eine umfassende Softwareausstattung. Dazu gehören Komponenten für Business Intelligence (IBM Cognos 10) und Hadoop-Datenservices (InfoSphere BigInsights), für Datenintegration (IBM InfoSphere Data) und Streaming-Analysen (IBM InfoSphere Streams).

Zudem verfügen die neuen Modelle über verbesserte Verschlüsselungs-Features (Schlüsselstärke: AES 256-Bit) für die Festplatten und unterstützen das Netzwerkprotokoll Kerberos für sichere Netzwerkdienste. Die Anwendungen laufen auf der ebenfalls neuen Netezza-Plattform-Software (NPS) 7.2. Sie ermöglicht dadurch schnellere Ladezeiten als zuvor und verbessert darüber hinaus die Gesamtperformance der Lösung.

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