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Erwartungen an die Dienstleister und Lösungsanbieter Diese sollen vorrangig ein hohes Maß an Erfahrung in der Analyse und Verarbeitung von großen Datenmengen erworben haben. Weiterhin werden Erfahrungen und Kompetenzen im Betrieb von Cloud Computing- Infrastrukturen eingefordert, um Big Data -Workloads effizient und flexibel betreiben zu können.
Zudem legt die Hälfte der Entscheider Wert auf eine eigene, moderne Rechenzentrums- und Netzwerk-Infrastruktur auf Seiten der Anbieter. Dies erklärt sich vor dem Hintergrund, dass die Unternehmen ihre Big Data-Initiativen vornehmlich an ihren Kernprozessen ausrichten und somit hohe Anforderungen an die Performance, Ausfallsicherheit und Stabilität der zugrundeliegenden Infrastruktur stellen.
Ergänzendes zum Thema
Mehr Über die BT-Studie
Die Studie konnten im Rahmen einer empirischen Erhebung erstmals repräsentative Einschätzungen von IT-Entscheidern in Deutschland zum Thema Big Data gewinnen. Somit liefert die Studie einen wesentlichen Beitrag zum Verständnis und den Auswirkungen des neuen IT- und Business-Paradigmas in deutschen Mittelstands- und Großunternehmen. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass Big Data längst mehr als ein reiner Trendbegriff ist.
Für das Gros der Entscheider ist Big Data vielmehr die thematische Klammer um ihre zukünftigen Investitionen und Strategien zum Management der dynamisch wachsenden Datenmengen im Unternehmen. Auch sieht die Mehrheit der Entscheider eine Vielzahl an Einsatzmöglichkeiten sowie positive Auswirkungen, sofern Big Data-Ansätze erfolgreich in die unternehmenseigenen Infrastrukturen und Prozesse integriert werden können. Die Herausforderungen bei der Umsetzung werden allerdings nicht kleingeredet und reflektieren sich in hohen Erwartungen, die an Dienstleister und Lösungsanbieter gestellt werden.
Das Thema Big Data wird noch etwas Zeit brauchen, um sich im Markt zu etablieren. So befi nden sich die meisten Unternehmen derzeit noch in der Analyse-, und Planungsphase. Dennoch nutzen schon einige Mittelstands- und Großunternehmen die Chancen, die sich durch die Verfügbarkeit neuer Datenbank- und Analysetools, wie No-SQL oder Hadoop, bieten.
Payback für Experimentierfreudige
Diese Experimentierfreude zahlt sich vielfach aus. So profitieren die Nutzer durch genauere Kundeninformationen, die Optimierung ihrer Vertriebs- und Marketingprozesse oder Kosteneinsparungen auf der Infrastrukturseite, indem rechenintensive Big Data-Anwendungen in der Cloud betrieben werden. Allerdings sind nach Einschätzung der befragten IT-Entscheider die grundlegenden Voraussetzungen auf der Infrastrukturseite nicht zu vernachlässigen.
So sind viele Entscheider überzeugt, ohne ein „Upgrade“ ihrer IT- und Netzwerkinfrastruktur die zukünftigen Datenmengen und Anforderungen seitens des Business an Big Data nicht bewältigen zu können. Hier sind von Seiten der Technologie- und Lösungsanbieter entsprechende Antworten gefordert. Auch braucht Big Data noch eine gewisse Entwicklungs- und Reifephase, in der die Unternehmen das volle Potenzial auszuschöpfen lernen. Denn noch ist nach Ansicht der Experton Group erst ein Bruchteil der Einsatzmöglichkeiten erschlossen.
Der Autor: Dr. Carlo Velten ist Senior Advisor bei der Experton Group.
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